Quellen zur Genealogie der WIDUKINDE
a) Widukind,
unus e primoribus Westfalorum
(Einh. Ann. 777, MG. SS. I, p. 157;
Ann. Lauriss., p.
156 und 158; Ann. Lauriss. minor;
Ann. Einhard. Fuld., MG.. SS. I, p. 349; Ann. Lauriss. maj.);
Aufstand 782 (Einh. Ann.); Unterwerfung
785 (Einh. Ann. MG. SS. I, p. 167) (Ann. Quedlinburg.,
MG SS. III, p. 38; Fragm. Vindob.,
MG. SS. XIII, p. 31); dux Saxonum (vita S. Liutgeri I, c. 18,
MG. SS. XV, p. 284); comes
vel dux (Synode zu Koblenz 922, Jb. Heinrich I., p. 65, Anm. 4.
b) Sein Sohn Wicbert
(Translat. S. Alex., ed. Krusch, GGN. 1931, c. 4, p. 427); tradiert
834, Gut in
Osterbeke und Praast an St. Martin
in Trier (Ann. Xant., MG. SS. II, p. 217); vermählt mit Odrada
(Stiftungsurkunde Wildeshausen, Wilm.
I. p. 532).
c) Sein Sohn Waltbert
comes (Transl. S. Alex., a.a.O. und Wilm. a.a.O.); am Hofe LOTHARS
I.
erzogen, fidelis vasallus noster
(Transl. a.a.O.); holt die Reliquien des heiligen Alexander aus
Rom nach dem von ihm gestifteten Wildeshausen.
Vielleicht auch Stifter von Vreden. 859 comes
in pagis Grainga et Threcwithi
(DLdDt. 95, p. 137); 871 comes noster, Immunität für
Wildeshausen (DLdDt. 142, p. 199);
vermählt mit Altburg
(Stiftungsurkunde Wildeshausen).
d) Seine Schwester Bertradis, erste
Äbtissin von Vreden (Vreden. Memorienb., ed. Tennhagen,
Ztschr. f. Vaterl. Gesch. u. Alterskunde
48, 1890, p. 143).
e) Waltberts Sohn Wicbert,
Bischof von Verden 874-908 (Stiftungsurkunde Wildeshausen) Privileg
Stephans VI., Wilm. I, p. 534b); 871
diaconus regis (DLdDt. 142, p.199;153,p. 215; DA 78, p. 117;
109, p. 159).
f) Sein ungenannter Bruder (Privileg Stephans
VI.).
Als Kinder einer Mathilde
und Nachkommen Widukinds
bezeugt:
g) Theodericus
comes (Widukind I, c. 31, p. 44); in occidentali regione gloriosus
(vita S. Mathildis,
MG. SS. IV,, p. 284); vermählt
mit Reinhilde
aus dänisch-friesischem Geschlecht (vita Math.
antiqua, MG. SS. X, p. 576).
h) Reginbern,
Besieger der Dänen (Widukind a.a.O.); Besitz in Apoldern, Alpesdorf,
Venreder, Padlo
(Trad. Corb. § 454).
i) Immet
(Widukind a..a.O.)
k) Widukind (Widukind a.a.O.)
l) Vermutlich ihre Schwester: Altburg,
Gemahlin des Grafen Liudolf im Hasegau (die
Stiftungsurkunde für Essen
ist mir nicht erreichbar, siehe das Zitat bei Uslar-Gleichen, Wittekind,
p.
61)
m) Kinder Theoderichs und Reinhildes:
1. Mathilde,
vermählt mit HEINRICH
I.
2. Amalrada,
vermählt mit Eberhard
comes in Hamaland
3. Bia
4. Fritheruna,
vermählt mit Wichmann
comes, Bruder Hermann
Billungs
5. Rotbert, Erzbischof von Trier
Vermutliche Nachkommen der Grafen Reginbern, Immet,
Widukinnd:
n)
1. Immed
comes
2. Meinwerc
comes (Widukind III, 28, p. 117).
o) Altburgs Söhne:
1. Gottschalc comes im Hasegau
2. Liudolf,
Bischof von Osnabrück, consanguineus
OTTOS
I. und OTTOS
II. (DO. I. 421; DO II. 100).
p)
Vermutliche Nachkommen Immeds (III.) und Meinwercs:
Immed
IV., vermählt mit Athela;
ihr Sohn Meinwerc,
Bischof von Paderborn.
Wir schließen unsere Übersicht über die
sächsischen Adelssippen des 9. Jahrhunderts mit der Familie des mächtigsten
der altsächsischen duces, mit Widukind. Das Geschlecht gehörte
offenbar ursprünglich ausgesprochen dem nordwestlichen Teil Sachsens
zu und hatte Beziehungen zu Friiesland, wie auch die Mutter der
Königin Mathilde aus dänisch-friesischem Geschlecht
stammte. Doch muß frühzeitig eine Verschwägerung mit einer
ostfälisch-engrischen Sippe, den IMMMEDINGERN, erfolgt sein.
Der Name Immed begegnet bei Widukind-Nachkommen zuerst bei
den nepotes des Bischofs Wicbert von Verden: Theoderich
(Vater der Königin Mathilde),
Widukind,
Immed, Reginbern. Die immmedingische
Verschwägerung
könnnte entweder bei der Elterngeneration dieser vier Brüder
zustandegekommen sein. Dann wäre ihre Mutter
Mathilde eine
IMMEDINGERIN. Noch lieber würden wir annehmen, daß schon
Altburg, die Gemahlin Waltberts, aus diesem Geschlecht stammte.
Dann könnten wir nämlich für ihren Vater den uns aus den
Trad. Corb. (§§ 228;253;266;271) bekannten Ymmmes
comes halten, der Besitz im Ostfalen-, Harz- und Derlingau hatte.
Über den Besitz der widukindisch-immedingischen
Sippe im 9. Jahrhundert sind wir leider nur mangelhaft unterrichtet. Von
widukindischer
Seite stammt jedenfalls der ganze Komplex um das von Wicbert und
Waltbert gegründete Kloster Wildeshausen.
Nach der Stiftungsurkunde wurde es dotiert mit Gütern und Hörigen
in Holzhausen, Hanstede, Dungstrup, Bergley, Varnshorn, Astrup, Rechterfeld,
Holwede, Sage, Lutten, Bünne und Holtrup. Auch in der Nähe des
nach Wilmans ansprechender Vermutung [1 Wilmans I, p. 418ff.], von
Waltbert gestifteten Klosters Vreden müssen die WIDUKINDE
begütert gewesen sein. Unklar bleibt die Herkunft des 834 an St. Martin
in Trier vergabten Gutes. Vielleicht hat Wicberts Gemahlin Odrada,
deren Sippe uns nicht bekannt ist, diesen Besitz in Osterbeke und Praast
mit in die Ehe gebracht. Zu diesen widukindischen Besitzungen kommen
immedingische in Wetzleben im Harzgau, in Liedingen im Ostfalengau
und wohl auch im Derlingau, wo Immed zweimal testiert. Soweit die
sicheren Nachrichten.
Je weiter wir uns von der ursprünglichen Besitzlage
entfernen, desto unklarer werden die Verhältnisse. Wir sehen zum Beispiel
nicht klar, ob die Dotalgüter der Königin
Mathilde, die wir in Engern, Lenglern, Drodminne und Drebber
nachweisen können [2 Vgl. Eggers, p. 88ff.], aus dem widukindisch-immedingischen
Erbgut stammten, oder ob sie von ihrer Großmutter Mathilde,
deren Sippe wir nicht kennen, zugebracht worden sind. Die curtis Herford
spricht Egggers als widukindisch an [3 Eggers, a.a.O.]. Das
Gleiche gilt für die Güter der Altburg, die wir wohl für
eine Vatersschwester der Mathilde halten
dürfen. Sie gründet das Kloster Essen
im Hasegau, wo ihr Gemahl, der LIUDOLFINGER
Liudolf, einen comitatus hatte, und überträgt ihren
Besitz in Hünenkamp, Lage, Herbergen, Suhle, Garthe, Addrup unnd Carum
[4 von Uslar-Gleichen a.a.O. p. 60.]. Eine große Bereicherung
würde unsere Anschauung von der
widukindisch-immedingischen Erbmasse
im 9. Jahrhundert erfahren, wenn wir den großen Besitz des Bischofs
Meinwerk von Paderborn dazurechnen düften. Meinwerk war
offenbar Nachkomme eines der drei Onkel der Königin
Mathilde. Die besondere Schwierigkeit bei der Bestimmung der
Herkunft seiner Güter besteht darin, daß wir zwar seine beide
Eltern kennen - seine Mutter
Athela, nobilis uxor de terra Saxonia
[5 Vita Meinwerci, MG. SS. in us. schol., ed. Tenckhoff, c. 2, p.
6.], war eine Tochter des
Grafen
Wichmann von Hamalant und lebte zur Zeit der Vergabung noch, so
daß er wohl hauptsächlich über seine paterna hereditas
verfügte. Aber schon die Sippe seiner Großeltern väterlicherseits
ist unbekannt. Widukind berichtet uns, daß Anfang 954 OTTO
I. zurückkehrte vom Feldzug gegen die Empörer amisis
duobus principalibus viris ac potestate claris, Immede
et Meinwerco [6 Widukind, c. 28, p. 117.]. Von Uslar-Gleichen
[7 a.a.O. p. 62. Er folgt damit der Meinung Cohns, Forschungen zur
deutschen Geschichte VI, 554, Anm. 3.] erklärt sie ohne weiteres für
Geschwister, Großvater und Großonkel des Bischofs Meinwerk.
Doch können sie ebensogut nur verschwägert sein, kennen wir doch
die Gemahlin Immeds III. ebensowenig wie seine Mutter. Unter diesen
Vorbehalten fügen wir den widukindisch-immedingischen Erbgütern
also noch Meinwerks praedia hinzu: Großenwieder,
Ehme, Meerbeck, Goldbeck, Totenhausen (DH II, 262, 1013); Imbshausen, Wallmoden,
Haverlach, Höckelheim, Mandelbeck, Höckensleben, Wackersleben
(DH II, 341, 1016). Dazu die reiche Dotierung des von ihm gegründeten
Klosters Addinghof (vita Meinwerci, c. 210) [1 Die bei Schaten
gedruckte Stiftungsurkunde war mir nicht zugänglich.]: Gellendorf,
Drebber, Wadmanninchusen (unbekannt bei Minden), Havergo (bei Örlinghausen);
Nedtre, Balchornon (bei Paderborn), Leste (Kr. Büren); Wanbecke, Honsel
(Kr. Beckum), Reckum, Puthon (Prov. Geldern), Testerbant (Zeeld.); Thule
(Kr. Paderborn), Borken und Ampen. Bei seiner Weihe 1015 schenkte Meinwerk
seiner Kirche de bonis hereditariis in Saxonia positis urbem sitam in
loco, qui Plesse dicitur, cum 1100 mansis iam ante ecclesiae traditis (vita
Meinwerci, c. 29, p. 33).
Überschaut man diesen widukindisch-immedingischen
Besitz als Ganzes, so gliedert er sich um vier Mittelpunkte:
1. als Kernpunkt der von Altburg tradierten
Güter in Suhle, Essen, Addrup usw. ist wohl die
Rundburg bei Elster anzusehen [2
Schuchhardt, Atlas, p. 17 (2).]. Es wäre interessant, zu erfahren,
ob sie auch diesen ihrem Gemahl zugebracht
und ihm so erst einen comitatus in dieser Gegend
ermöglicht hat, denn von liudolfingischen
Gütern
an der Hase hören wir erst in sehr viel späterer
Zeit.
2. Ein zweites Machtzentrum bilden sicherlich
die Besitzungen um Rehme, das schon Prinz [3 Prinz,
Altsächsische Gaue p. 233f.;
dort auch eine Burg (Prinz a.a.O.] für den Mittelpunkt eines
besonderen Gaues hielt. Zu dieser
Gerichtsstättte kamen sicherlich die Leute von Totenhausen,
anfänglich vielleicht auch von
Herford unnd Goldbeck.
3. Sehr aufschlußreich ist, daß auch
die urbs Plesse, die Schuchhardt als eine alte Volksburg erkannt
hat [4 Schuchhardt, Atlas,
p.7 (u).], in den Händen dieses widukindisch-immedingischen
Geschlechts ist. Vor allem wenn man
bedenkt, wie nahe die Lengdener Burg, die einer uns nicht
näher bekannten Sippe gehörte,
der Bernold von Straßburg entstammte [5 Die Versuche, diesen
Bischof und seinen Amtsbruder Ercanbert
an eine der in den Quellen faßbaren sächsischen
Adelssippen anzuschließen, sind
leider ergebnislos geblieben. Der Name Ercanberts begegnet sonst
nicht in den sächsischen Quellen
des 9. Jahrhunderts. Ercanbert hatte außer seinen zahlreichen
Besitzungen im Leine-, Marstemgau
und Tilithi (Trad, Fuld., c. 441, nr. 9;10;11;12;13;31) auch
solche bei Würzburg, wo auch
seine beiden Schwestern Burcsuind und Mahtsuind tradieren (Trad.
Fuld., c. 4, nr. 9;80;91) ], und die
urbs Grone lagen, in deren Besitz wir die LIUDOLFINGER
trafen. Zum widukindischen
comitatus um Plesse gehörten wohl Imbshausen, Höckelheim,
Lenglern usw.
4. Auf ein viertes Kraftfeld der widukindischen
Sippe weisen die Stiftungen an Wildeshausen,
wobei
zu beachten ist, daß sich wiederum
nicht sehr weit vom Kloster, bei dem widukindischen Gut in
Lutten eine alte Volksburg befindet
[6 Schuchhardt, Atlas, p. 8 (Arkeburg bei Goldenstedt.].
Der historisch überlieferte Stammvater der
Sippe ist der Westfale Widukind, der bedeutende Gegner KARLS
DES GROSSEN in Sachsen. Wie von allen übrigen, so kennen
wir auch seine Abkunft nicht, noch haben wir Nachrichten über sein
Leben vor den Frankenkriegen. Bis 785 gehört er der entschieden frankenfeindlichen
Partei an, ja scheint bis dahin ihr eigentliches Rückgrat gewesen
zu sein. Nach seiner Unterwerfung ist er in den Quellen wieder ebenso verschollen,
wie sie vorher seinen Namen nicht kannten. Wir wissen nicht einmal sein
Todesdatum. Auf der Synode zu Koblenz 922 wurde er als comes vel dux
bezeichnet, woraus hervorgeht, daß KARL
DER GROSSE auch ihn, wie den Ostfalen Hessi zum Grafen ernannte.
In der ostfälischen Geschichtsschreibung erscheint er nur als unus
e primoribus Westfalorum, in der vita Liutgeri dagegen als dux Saxonum
und in der jüngeren Mathildenvita als in occidentali regione dux.
Als sein Sohn ist in der Translatio S. Alexandri Wicbert bezeugt,
von dem wir nur wissen,, daß der Besitz in Osterbeke und Praast an
St. Martin in Trier tradiert; seine Beziehungen zu dieser Kirche sind unklar.
Mit seinem Sohn zusammen gründet er Wildeshausen. Er war vermählt
mit Ordrada, wie aus der Stiftungsurkunde hervorgeht. Als sein Sohn
ist uns durch die Translatio, die Stiftungsurkunde und durch die Traditionsurkunde
für Trier Walbert bezeugt. Diesen kennen wir schon etwas besser.
Er wurde am Hofe LOTHARS erzogen, der
ihn fidelis vasallus noster nennt [1 Diese Bezeichnung ist
wohl nicht mit Wilm. I, p. 391 so zu deuten, daß Wildeshausen damals
zum lotharingischen Reich gehörte, sondern Waltbert war eben
in ein zeitweises Gefolgschaftsverhältnis zum Kaiser getreten, wie
ja auch der jüngere Cobbo zeitweise ein Amt am Hofe KARLS
DES KAHLEN bekleidet hat.] und ihm einen Empfehlungsbrief
an den Papst mitgibt, als er zur "Translatio S. Alexandri" nach Rom zieht.
Wahrscheinlich hat er auch die Abtei Vreden als Schwesterkloster zu Wildeshausen
gegründet. 859 erscheint er als Graf in pagis Grainga et
Threcwithi in einem Diplom Ludwigs des Deutschen,
871 verleiht ihm dieser die Immunität für Wildeshausen. Er war
nach der Stiftungsurkunde für Wildeshausen vermählt mit Altburg,
die wir für eine Tochter des Grafen Immed I. halten möchten.
Das Todesdatum dieser beiden ist unbekannt. Wir können nur soviel
sagen, daß Waltbert nach 871, seiner letzten urkundlichen
Erwähnung, gestorben sein muß. Als Schwester [2 Wilm.
I. p. 415: "oder als Tante"] Waltberts sieht Wilmanns (a.a.O.) die
erste Äbtissin von Vreden an. Er fußt auf einer Notiz im Vredener
Memorialbuch aus dem 16. Jahrhundert, das allerdings aus sehr viel älteren
Quellen schöpfen dürfte, zum 27. Februar: memoria Bertradis
comitisse; finita missa itun ad sepulchrum eius infra chorum ... [3
Tennhagen,
Die Vredenschen Äbtissinnen bis 1300. Zeitschrift für vaterländische
Geschichte und Altertumskunde, 48, 1890, p. 143.]. Die Zugehörigkeit
dieser Bertradiis zur widukindischen Sippe muß also zweifelhaft
bleiben.
Graf Waltbert hatte nach dem Privileg Stephans
VII. von 891 für Wildeshausen mehrere Söhne, aber nur einen,
den primogenitus Wicbert, kennen wir mit Namen. Er trat frühzeitig
in enge Beziehungen zum karolingischen Königtum,
indem er Mitglied der Hofkapelle unter Ludwig
dem Deutschen wurde: 871 erscheint er als diaconus regis.
Auch als Bischof und unter ARNOLF
erhielt er diese Verbindung aufrecht, 889 schenkt ARNOLF
an Wipertus venerandus ac dilectus episcopus noster Besitzungen
in Weineswalde, Balve, Muckhorst, Großen- und Kleinenkneten usw.,
die er bisher zu Lehen hatte. Er übte, wie es die Bestimmungen der
Stiftungsurkunde verlangten, das Rektorat über Wildeshausen aus und
beklagte sich bei Stephan VI. über die Eingriffe des ungenannten
Bruders. Dem Wortlaut des päpstlichen Privilegs nach scheint er nur
diesen einen Bruder besessen zu haben. Dann müßte dieser vermählt
gewesen sein mit jener Mathilde,
die wir als Großmuttter der
Königin
Mathilde und Äbtissin von Herford in der vita Mathildis
antiqua kennenlernen. Aus dieser Ehe wären dann die vier Brüder
entsprossen, die uns Widukind nennt, Theoderich comes
in occidentali regione gloriosus,
Reginbern, der Besieger der
Dänen, Immed und Widukind. In dieser Generation würde
sich am besten jene Altburg einfügen [Persönlicher
Einwurf: Diese Schlußfolgerung ist völlig abwegig. Die Königin
Mathilde als Tochter des Grafen Theoderich wurde um 896
geboren, während der Bischof Liudolf vermutlich erst um 935
zur Welt kam. Die Mutter des Bischofs Liudolf gehört eher in
die Generation der Kinder der Königin Mathilde.
OTTO I. wurde 912 geboren.], die den
liudolfingischen Grafen im Hasegau heiratete und mit ihm zwei
Söhne, Graf Gottschalk und Bischof Liudolf von Osnabrück
(968-978) [1 Liudolf wird von OTTO
I. und OTTO II. als consanguineus
bezeichnet. Die Verwandtschaft kann über Vater und Mutter gehen.]
erzeugte. Die Schwierigkeiten bei der Feststellung der Nachkommenschaft
von Reginbern, Immed und
Widukind sind schon erörtert
worden. Theoderich, den von Uslar-Gleichen [2 a.a.O. p. 46f.]
für identisch mit dem gleichnamigen Bischof von Paderborn hält,
heiratete Reinhilde aus dänisch-friesischem Geschlecht und
hatte mit ihr fünf Kinder,
Mathilde,
Fritheruna, Bia,
Amalrada, Rotbert.