Einziger Sohn des Herzogs
Widukind von Sachsen und der Geva,
Tochter vom Dänen-König
Siegfried
Krüger, Sabine: Seite 90-95
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"Studien zur Sächsischen Grafschaftsverfassung im
9. Jahrhundert"
Quellen zur Genealogie der WIDUKINDE
b) Sein Sohn Wicbert (Translat. S. Alex.,
ed. Krusch, GGN. 1931, c. 4, p. 427); tradiert 834, Gut in
Osterbeke und Praast an St. Martin
in Trier (Ann. Xant., MG. SS. II, p. 217); vermählt mit Odrada
(Stiftungsurkunde Wildeshausen, Wilm.
I. p. 532).
Über den Besitz der widukindisch-immedingischen
Sippe im 9. Jahrhundert sind wir leider nur mangelhaft unterrichtet. Von
widukindischer
Seite stammt jedenfalls der ganze Komplex um das von Wicbert und
Waltbert
gegründete
Kloster
Wildeshausen. Nach der Stiftungsurkunde wurde es dotiert mit Gütern
und Hörigen in Holzhausen, Hanstede, Dungstrup, Bergley, Varnshorn,
Astrup, Rechterfeld, Holwede, Sage, Lutten, Bünne und Holtrup. Auch
in der Nähe des nach Wilmans ansprechender Vermutung [1 Wilmans
I, p. 418ff.], von Waltbert gestifteten Klosters Vreden müssen
die WIDUKINDE begütert gewesen sein. Unklar bleibt die Herkunft
des 834 an St. Martin in Trier vergabten Gutes. Vielleicht hat Wicberts
Gemahlin Odrada, deren Sippe uns nicht bekannt ist, diesen Besitz
in Osterbeke und Praast mit in die Ehe gebracht. Zu diesen widukindischen
Besitzungen kommen
immedingische in Wetzleben im Harzgau, in Liedingen
im Ostfalengau und wohl auch im Derlingau, wo Immed zweimal testiert.
Soweit die sicheren Nachrichten.
Als sein Sohn ist in der Translatio S. Alexandri Wicbert
bezeugt,
von dem wir nur wissen,, daß der Besitz in Osterbeke und Praast an
St. Martin in Trier tradiert; seine Beziehungen zu dieser Kirche sind unklar.
Mit seinem Sohn zusammen gründet er Wildeshausen. Er war vermählt
mit Ordrada, wie aus der Stiftungsurkunde hervorgeht. Als sein Sohn
ist uns durch die Translatio, die Stiftungsurkunde und durch die Traditionsurkunde
für Trier Walbert bezeugt.
Schmid Karl: Seite 61,63,90
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"Gebetsgedenken und adliges Selbstverständnis im
Mittelalter. Ausgewählte Beiträge."
Waltbert, der Sohn Wikberts und Enkel Widukinds,
wuchs - so berichtet Meginhart - am Königshof auf, da ihn sein Vater
in
adoles-centis sua domno piissimo regi Hluthario,
tunc occidentalium partium dominatori, commendavit, ut palatinorum consotius
ministerium regis impleret [10 Transl. s. Alex. c. 4, ed. Krusch
(wie Anm. 7) Seite 427.]. Diese Aussage muß sich wohl am Hofe LOTHARS
I. in dessen Teilreich nach 843 beziehen [10a Abweichend
von dieser allgemein vertretenen Meinung nimmt Tenhagen, Über Waltbert
(wie Anm. 107a) 253ff. an, "die Aufnnahme Waltberts am Hofe LOTHRS"
könne "ungehindert in die Jahre 823-825 gesetzt werden" (ebd. 255).Transl.
s. Alex. c. 4, ed. Krusch (wie Anm. 7) Seite 427.]. Aus ihr geht hervor,
dass Wikbert, der 834 eine Besitzschenkung an die Martinskirche
in Utrecht gemacht hatte [11 Die Urkunde, die in der Londoner Handschrift
der Xantener Annalen überliefert ist, wurde mit diesen in MG. SS.
2, 217 im Apparat ediert. - Auf Grund dieses Besitzes im Bistum Utrecht
vermutet Hömberg eine Verschwägerung der Familie Widukinds
mit
dem fränkischen Hochadel.], ein Anhänger Kaiser
LOTHARS gewesen ist.
oo Odrada
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Kinder:
Waltbert Graf
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Literatur:
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Krüger, Sabine: Studien zur Sächsischen
Grafschaftsverfassung im 9. Jahrhundert, Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen
1950 Veröffentlichung der Historischen Kommission für Hannover
Seite 90-95 -
Schmid Karl: Gebetsgedenken und adliges Selbstverständnis
im Mittelalter. Ausgewählte Beiträge. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen
1983 Seite 61,63,90 -