Tochter des westfälischen Grafen Dietrich von
Ringelheim und der Reinhild, Tochter des Normannen Gottfrieds;
Schwester der
Königin
Mathilde
Glocker Winfrid: Seite 353
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"Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der
Politik"
THEODERICH
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* (930/35), + 984 IX 7
965 Bischof von Metz
Bischof Theoderich I. von Metz
war, wie uns der Continuator Reginonis a. 965, Seite 176, bezeugt, ein
"consobrinus
imperatoris". Sigibert von Gemblaux erklärt uns in der Vita Deoderici
c. 1, SS IV 464, diese Konsanguinität näher:
Theoderichs
Mutter
Amlrada war eine Schwester der Königin
Mathilde, die mit Graf Eberhard von Hamaland vermählt
war; dieser Graf ist uns außerdem aus den DD H I. 16 und 21 als "propinquus"
und "consanguineus"
König HEINRICHS
bezeugt, womit die Angaben Sigiberts von Gemblaux wohl unanfechtbar abgesichert
sein dürften.
Die Belege für Theoderichs
Todestag sind bei BU 956 x/2 zusammengestellt.
Allgemein informiert die Programmschrift von Reuß
sowie FW B 133.
Die Mutter, OTTOS matertera, war also Mathildens Schwester, welche von den drei bekannten, ist mit Sicherheit nicht zu sagen. Zwei davon sind zu Trier, wo der Bruder Robert Erzbischof war, in einem Nekrologium erhalten (Brower Ann. Trevir. I, 470, Leibnitii ann imp. II, 240): 4 Id. Ian. Friderun soror Mathild reginae (vgl. Necrol. Fuld. mai 971: Fridarum comitissa et ancilla Christi II. Id. Ianuar) und 8 Kal. Iun. Bia soror reginae Mahthildis (ebenso Necr. Merseburg). Die dritten Amalrada, verheiratet mit dem Grafen Eberhard im Hamalande, Mutter Theoderichs von Metz, erwähnt Sigebert, Vita Deoderici c. 1 (SS. IV, 464).
Hlawitschka Eduard: Seite 41,94,96
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"Untersuchungen zu den Thronwechseln der ersten Hälfte
des 11. Jahrhunderts und zur Adelsgeschichte Süddeutschlands. Zugleich
klärende Forschungen um „Kuno von Öhningen“
Weiterhin fehlen aber auch HEINRICHS
I. Verwandte Wendilgart
und besonders OTTOS DES GROSSEN Enkel
Herzog
Otto von Kärnten (+ 4.XI.1004) sowie dessen Sohn Heinrich
(von Speyer, + 28. III. ca. 990/1000); und es fehlen die Schwestern
der
Königin Mathilde
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Amalrada
und
Perehtheid (?) [Zu diesen vgl. K. Schmid, Neue Quellen Seite 187f.,
auch unten Seite 94.] -, die mehrfach als OTTONEN-Verwandte
bezeugten und am Hofe OTTOS I. erzogenen
Brüder Graf
Ekbert der Einäugige (+ 5.IV.994) und Wichmann
der Jüngere (+ 22.IX.967).
Nach 15 Namen, um die es hier besonders geht, folgen
im 3. Teil, den wir zunächst vorziehen wollen, Königin
Mathildes Vater Theoderich, dessen Bruder Widukind,
Königin Mathildes Mutter Reginhild
und sodann vier Schwestern der Königin (Perehteid,
Pia,
Friderun,
Amalrat).
In sanctae Halbertedensis ecclesiae gremio a primis
annis wurde übrigens auch Bischof Dietrich von Metz,
der Sohn von König Mathildes Schwester
Amalrada
und des Grafen Eberhard von Hamaland, erzogen; vgl. Sigebert von
Gembloux, Vita Deoderici ep. Mett. c. 2, MG SS IV Seite 464.
Hlawitschka, Eduard: Seite 34,43-45,47,48
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"Kontroverses aus dem Umfeld von König Heinrichs
I. Gemahlin Mathilde"
Bekannt sind ferner drei Schwestern der Königin
Mathilde: Friderun, Bia und Amalrada [Vgl.
R. Köpke-E. Dümmler, Kaiser Otto der Große, Jbb. der deutschen
Geschichte, 1876, Seite 580.]. Sie sind uns in der zeitgenössischen
Überlieferung gut bezeugt.
Auch die zwei großen Memorialeinträge, mit
denen HEINRICH I. sich und seine Familie
sowie seine und seiner Frau Mathilde Verwandten
in das Gebetsgedenken der Mönche von Reichenau und St. Gallen aufnehmen
ließ, weisen zwar Mathildes Elern
und ihre Schwestern Friderun, Bia und Amalrada, aber
keinen Erzbischof Ruotbert von Trier auf.
Wahrscheinlich war Berengar, gleich dem Bischof
Dietrich von Metz, ein Sohn des Grafen Eberhard und der Amalrada,
Mathildens
Schwester.
Wichtig ist hier lediglich, daß diese beiden Einträge,
die die 929 lebende Königsverwandtschaft umschreiben, jeweils Friderun
neben ihren Schwestern Pia, Amalrat, (Perechtheid)
und Königin Mathilde aufzeigen,
so daß deren Gleichsetzung mit der schon 917 verstorbenen französischen
Königin Frederuna ausgeschlossen
ist.
Beide Verwandte OTTOS DES GROSSEN
werden bewußt mit Gebieten jenseits des Rheins und mit Sachsen in
Verbindung gebracht. Das könnte auf die Bereiche nördlich und
nordöstlich des Niederrheins - das Hamaland
und Friesland - ebenso
verweisen wie auf Westfalen, Ostfalen und Engern. Deshalb sei hier nochmals
daran erinnert, daß Mathildes
Schwester Amalrada mit Eberhard von Hamaland verheiratet
war, daß aber auch schon HEINRICHS I.
Schwester Oda
sich in jene Bereiche verheiratet hatte.
oo Eberhard Graf von Hamaland
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Kinder:
Dietrich Bischof von Metz
930/35-7.9.984
Berengar
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Literatur:
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Althoff Gerd: Adels- und Königsfamilien im
Spiegel ihrer Memorialüberlieferung. Studien zum Totengedenken der
Billunger und Ottonen. Wilhelm Fink Verlag München 1984, Seite 321,406
- Glocker Winfrid: Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung
in der Politik. Böhlau Verlag Köln Wien 1989 Seite 353 - Hlawitschka,
Eduard: Kontroverses aus dem Umfeld von König Heinrichs I. Gemahlin
Mathilde, in Festschrift für Alfons Becker, Sigmaringen 1987 Seite
34,43-4547,48 - Hlawitschka Eduard: Untersuchungen zu den Thronwechseln
der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts und zur Adelsgeschichte Süddeutschlands.
Zugleich klärende Forschungen um „Kuno von Öhningen“, Jan Thorbecke
Verlag Sigmaringen 1987, Seite 41,88,94,96 - Köpke, Rudolf/Dümmler
Ernst: Kaiser Otto der Große, Wissenschaftliche Buchgesellschaft
Darmstadt 1962 Seite 580 -