3. Tochter des Markgrafen Ekkehard I. von Meißen
und
der
Suanehild
Billung von Sachsen, Tochter von Herzog
Hermann
Althoff, Gerd: Seite 389
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"Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung"
G 13
Lü: 2.2. Matthild com
Diesen Namen trug einmal die mit dem WETTINER Thiadrich
(G 156) verheiratete Tochter Ekkehards von Meißen (G 42),
deren Todestag nicht bekannt ist. Da sich viele Mitglieder der EKKEHARDINER
im Lüneburger Necrolog finden (vgl. Kommentar G 42), ist ihre Aufnahme
ins Necrolog denkbar. Hinzuweisen ist aber auch auf Mathilde, die Gründerin
von Helmarshausen, da deren Mann Ekkehard, der wohl mit den BILLUNGERN
verwandt war, wahrscheinlich im Lüneburger Necrolog genannt ist, vgl.
dazu den Kommentar G 10.
MATHILDE
-----------------
+
oo DIETRICH (WETTIN)
+ 19.XI. 1034 ermordet
Graf 1017 in Eilenburg
1021 Graf im Hassegau
MATHILDE
-----------------
oo DIETRICH I. Markgraf der Nieder-Lausitz
+ 1034
VIII. 8. MATHILDE
----------------------------
+ (?) II 2
oo DIETRICH, Graf ("comes orientalium")
+ 1034 XI 19
Zu Mathilde vgl. Schölkopf, Grafen Seite 68,
und Althoff, Adelsfamilien G 13, zu Dietrich Schölkopf Seite
103 f. und Althoff G 166.
Rupp Gabriele: Seite 202
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"Die Ekkehardiner, Markgrafen von Meißen, und ihre
Beziehungen zum Reich und zu den Piasten"
Die dritte Tochter Ekkehards und Swanhildes
hieß
Mathilde.
Zwar erwähnt Thietmar sie nicht in seiner Chronik, doch die Genealogia
Wettensis nennt sie "filiam Eckihardi marchionis, qui in regia
curte, que Polite dicitur, interfectus est, Machtildam
nomine,
sororem Herimanni et Eckehardi marchionis
et Guntheri
et
ex matre Geronis marchionis". Insofern ist ihre Herkunft und
Identität sichergestellt.
Mathilde heiratete
den WETTINER Dietrich, der 1034 von Vasallen ihres Bruders Ekkehard
II. getötet wurde. Aus dieser Ehe gingen sechs Söhne und
eine Tochter hervor. Mathilde und ihre
Kinder wurden zwar im Testament Ekkehards II. nicht bedacht, doch
übernahmen ihre Söhne in der Folgezeit die Stellung der EKKEHARDINER
im östlichen Grenzgebiet. Die Hauptbesitzungen - die Nieder-Lausitz
und die Gaue Nizizi und Siusili-Eilenburg - gingen auf Mathildes
und Dietrichs ältesten Sohn Dedi
über.
Die beiden jüngeren Söhne, Thiemo -
im Naumburger Westchor als Stifter verewigt - und Gero, erhielten
die Güter im Gau Neletici, die Grafschaften Brehna und Wettin, die
nun zuerst mit dieser Bezeichnung auftauchen. Mathilde
kann somit als Stammutter des wettinischen Geschlechts
bezeichnet
werden.
Eventuell ist ihr Todestag zum 2. Februar im Lüneburger
Nekrolog verzeichnet.
Fenske, Lutz: Seite 54 A. 146
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"Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen
Sachsen"
Dieser Mangel ist durchaus verständlich. Beide waren Enkel des Markgrafen Dietrich, der mit Mathilde, der Tochter Markgraf Ekkehards I., verheiratet war und 1034 ermordet wurde. Aus dieser Ehe waren sechs Söhne hervorgegangen. Das Erbgut Markgraf Dietrichs zerfiel also bereits in viele Teile.
Hlawitschka Eduard: Seite 25,36
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"Untersuchungen zu den Thronwechseln der ersten Hälfte
des 11. Jahrhunderts und zur Adelsgeschichte Süddeutschlands. Zugleich
klärende Forschungen um „Kuno von Öhningen“
Wichtigere Argumente aber waren das Auftauchen ottonischerNamen
wie Liudgard, Oda, Mathilde
und Brun unter den Kindern und Geschwistern Ekkehards von Meißen
[Zur Familie Ekkehards vgl. R. Schölkopf, Die sächsischen
Grafen (918-1024), Göttingen 1957, Seite 64f; E. Hlawitschka, Merkst
Du nicht Seite 290 und 306 Anm. 58.] sowie das zweimalige Auftreten des
Namens Ekkehard in einem Reichenauer Gedenkeintrag der Familie HEINRICHS
I. aus dem Jahre 929.
Althoff lehnt es ab, im Auftauchen
ottonischer Namen - Liudgard, Oda, Mathilde
und Brun - innerhalb der Familie Ekkehards von Meißen
einen Hinweis auf Verwandtschaftsbeziehungen der EKKEHARDINER zu
den OTTONEN
zu sehen; die Namen Oda
und
Mathilde seien durch Swanhild,
die Gemahlin Ekkehards von Meißen, an die EKKEHARDINER
gekommen.
Hlawitschka, Eduard: Seite 290,306 Anm. 58
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"'Merkst Du nicht, daß Dir das vierte Rad am Wagen
fehlt?‘ Zur Thronkandidatur Ekkehards von Meißen (1002) nach Thietmar,
Chronicon IV c. 52"
Einen ersten Anhaltspunkt, um in unserer Frage weiterzukommen, scheint mir indessen ein Blick auf die Namen der Kinder und Geschwister Ekkehards von Meißen zu liefern. Unter seinen Kindern findet man da zum Beispiel eine Liudgard, eine Oda und eine Mathilde [Zu Ekkehards Tochter Mathilde vgl. die Genealogia Wettinensis, hg. von E. Ehrenfeuchter (MGH SS 23, 1874) Seite 227. Diese nennt sie 'filiam Ekehardi marchionis, qui in regia curte, que Polite dicitur, interfectus est, Machtildem nomine, sororem Hermanni et Ekkehardi marchionis et Guntheri et ex matre Geronis marchionis'. Da Markgraf Gero aus Schwanhilds erster Ehe mit Markgraf Thietmar stammte, ist kein Widerspruch oder Zweifel möglich.]. Es sind Namen aus dem Bereich der OTTONEN-Familie. Mathilde war der Name der Gemahlin HEINRICHS I. und nach ihr sind mehrere ottonische Prinzessinnen benannt worden; so eine Tochter OTTOS DES GROSSEN (Äbtissin von Quedlinburg, gest. 999), eine Tochter von OTTOS DES GROSSEN Schwester Gerberga (2. Gemahlin König Konrads von Burgund), eine Tochter Liudolfs, des Sohnes OTTOS DES GROSSEN (Äbtissin von Essen, gest. 1011), eine Tochter OTTOS II. (Gemahlin des Pfalzgrafen Ezzo), die selbst auch wiederum eine Tochter Mathilde hatte (Äbtissin von Villich) etc.
Pätzold Stefan: Seite 15,95,272
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"Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung
bis 1221"
Der hervorragende Rang von Dietrich, welcher mit
Mathilde, der Tochter des Markgrafen Ekkehard I. von Meißen,
verheiratet war [Gen. Wettinensis, Seite 227, Zeile 6f. und Chronicon Montis
Sereni zu 1171, Seite 155, Zeile 8-19. Mathilde wird nur in den
beiden Lauterberger Texten erwähnt; vgl. Lübke, Regesten 3, 421
und unten Seite 272 und 275.], wird auch daran erkennbar, daß er
zusammen mit Markgraf
Hermann von Meißen sowie dem kaiserlichen Kämmerer Friedrich
im Jahre 1018 den Frieden von Bautzen
beschwor.
Mit Ekkehard I. von Meißen waren die WETTINER
durch die Ehe zwischen dessen Tochter Mathilde und Dedos
Sohn Dietrich II. verbunden.
Der Verfasser setzt mit Dietrich I. ein, fügt
Nachrichten über Dedo I. an und erwähnt dann Dedos
Sohn
Dietrich
sowie
dessen Ehefrau, die EKKEHARDINGERIN Mathilde, bevor er auf Friedrich
I. eingeht.
1010
oo Dietrich II. Graf von Eilenburg
um 990-19.11.1034
ermordet
Kinder:
Dedi II. Markgraf der Lausitz
- 10.1075
Thimo Graf von Wettin
-9.3. um 1091
Gero Graf von Brehna
- um 1089
Friedrich Bischof von Münster (1063-1084)
-18.4.1084
Konrad Graf von Camburg
-17.1.
Rikdag
- jung
Hidda
-
oo Spitignew II. Herzog von Böhmen
1031-28.1.1061
Literatur:
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Althoff, Gerd: Adels- und Königsfamilien
im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung. Wilhelm Fink Verlag München
1984 Seite 389 - CHRONIK VOM PETERSBERG nebst der GENEALOGIE DER
WETTINER, fliegenkopf verlag Halle 1996 Seite 231-232 - Fenske,
Lutz: Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen Sachsen.
Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 1977, Seite 54 A. 146 - Glocker
Winfrid: Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der Politik.
Böhlau Verlag Köln Wien 1989 Seite 335 - Hlawitschka,
Eduard: ‚Merkst Du nicht, daß Dir das vierte Rad am Wagen fehlt?‘
Zur Thronkandidatur Ekkehards von Meißen (1002) nach Thietmar, Chronicon
IV c. 52, in: Geschichtsschreibung und geistiges Leben im Mittelalter.
Festschrift für Heinz Löwe zum 65. Geburtstag, hg. Von Karl Hauck
und Hubert Mordeck, Köln/Wien 1978, Seite 290,306 Anm. 58 - Hlawitschka
Eduard: Untersuchungen zu den Thronwechseln der ersten Hälfte des
11. Jahrhunderts und zur Adelsgeschichte Süddeutschlands. Zugleich
klärende Forschungen um „Kuno von Öhningen“, Jan Thorbecke Verlag
Sigmaringen 1987, Seite 25,36,41 - Pätzold Stefan: Die frühen
Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221, Böhlau
Verlag Köln Weimar Wien 1997, Seite 15,95, 272,275 - Rupp,
Gabriele: Die Ekkehardiner, Markgrafen von Meißen, und ihre Beziehungen
zum Reich und zu den Piasten, Peter Lang GmbH Frankfurt am Main 1996 Seite
202 - Schölkopf Ruth: Die sächsischen Grafen 919-1024.
Studien und Vorarbeiten zum Historischen Atlas Niedersachsens 22. Göttingen
1957 Seite 64 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln
Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998
Tafel 143 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln
zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag
Frankfurt/Main 1993 Tafel 180 -