Einziger Sohn des Markgrafen
Hubert von Tuszien und der Willa
von Camerino, Tochter des Markgrafen Bonifatius
Brandenburg Erich: Tafel 4 Seite 8
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"Die Nachkommen Karls des Großen"
VIII. 28. HUGO,
Markgraf
von Tuscien vor 970 12. VII.
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* ..., + 1001 21. XII.
Anmerkungen: Seite 126
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VIII. 28. Hugo
Hofmeister, Markgrafen 408, 410.
[VIII 37]
HUGO "DER GROSSE"
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+ 1001
Hugo der Große
folgte um 970 und war bis zuletzt die wichtigste und mächtigste Stütze
der OTTONEN
in Italien, wurde "Markgraf am Thyrennischen und Adriatischen Meer"
und war die markanteste, einflußreichste Persönlichkeit seiner
Epoche in Italien.
Waren doch diese Gegensätze tief in dem besonderen
Charakter seiner Zeit begründet, die nicht OTTO
III. allein, sondern auch seine Freunde, den Markgrafen
Hugo von Tuszien und viele andere bedeutende Männer ergriffen
haben.
Aus Italien war der Markgraf
Hugo von Tuszien zum Hoftag in Sohlingen (Herbst 994) erschienen,
dem OTTO III. ein Grundstück in
Ingelheim schenkte, damit dieser sich dort ein Haus für seine Aufenthalte
bei den Hoftagen bauen konnte.
Zum Schutz und Trost des Papstes
Gregor V. ließ OTTO III.
Markgraf Hugo von Tuszien und Konrad von Spoleto zurück.
Diese beiden kaiserlichen Amtsträger waren nicht in der Lage, zu verhindern,
daß Creszentius Gregor V.
Ende September/Angang Oktober 996 aus Rom vertrieb.
Als einen, wenn auch mißlungenen, Scherzversuch
des Kaisers wird man auch dessen Reaktion auf die Nachricht vom Tode des
Markgrafen
Hugo von Tuszien einzuschätzen haben, der Zeit seines Lebens
ein treuer Anhänger OTTOS III. gewesen
war. Der Kaiser soll nämlich nach Erhalt der Nachricht den Psalmvers
zitiert haben: "Der Strick ist gerissen und wir sind befreit." Von welcher
Art einengender Bindung sich OTTO III. durch
den Tod des Markgrafen befreit fühlte, ist nicht bekannt.
Eickhoff Ekkehard: Seite 372,400
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"Theophanu und der König"
In Italien schlossen sich dem Zug der Kaiserin Theophanu der italienische Kanzler Bischof Petrus von Como und die Markgrafen Hugo von Tuszien und Konrad von Spoleto an. Neben anderen italienischen Würdenträgern weilte Markgraf Hugo von Tuszien zum Osterfest 991 in Quedlinburg. Er blieb auch weiterhin zur Regelung italienischer Angelegenheiten am Hof der Kaiserin.
Goez Elke: Seite 79,125-128,138
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"Beatrix von Canossa und Tuszien. Eine Untersuchung zur
Geschichte des 11. Jahrhunderts"
Landerwerb im größeren Stil, wie ihn Bonifaz
und seine Vorgänger in der Emilia-Romagna betrieben hatten, war in
der Toskana nicht möglich; die canusinische Herrschaft war nicht bodenständig,
und das Amtsgut hatte unter Markgraf Hugo
und seiner Mutter Willa beträchtliche Einbußen erlitten.
Markgraf Hugo (+ 1001)
hatte in ungewöhnlich großzügiger Weise das monastische
Leben gefördert, bereits bestehende Klöster ausgebaut und neue
gegründet, wobei er nicht nur freigebig Allodien, sondern auch Amtsgut
an die Stiftungen verschenkte, so daß seine Nachfolger sich mehrfach
gezwungen sahen, auf Kosten der Konvente Rekuperationspolitik zu betreiben.
Markgraf Hugo hatte
neben mehreren anderen Klöstern die drei Konvente San Ponziano in
Lucca, Badia di Firenze und Marturi neu- oder wiedergegründet, wobei
er zweifellos auch ihre Verfügbarkeit für politische Ziele im
Auge hatte; außerdem hatte er für die Salvatorsabtei am Abhang
des Monte Amiata eine Schenkungsurkunde ausgestellt.
San Ponziano - um 970/80 von Willa, der Mutter
Hugos,
erneuert und ausgestattet - lag in Placule, einer westlichen Vorstadt Luccas,
an der Markgrafenwiese, jenem Gerichtsort, wo auch Mathilde einmal geurkundet
hat.
Falce, Bonifacio I, Seite 171, ist der Ansicht, daß
herrscherlicher Neid auf die glanzvolle Hofhaltung der toskanischen Markgrafen
durchaus kein Einzelfall gewesen sei, und verweist dazu auf Adalbert II.
und König
LUDWIG III. VON DER PROVENCE sowie Markgraf
Hugo und Kaiser OTTO III.
Holtzmann Robert: Seite 290,301,318,329,341,355,360
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"Geschichte der sächsischen Kaiserzeit"
Daß die Niederlage und der Tod OTTOS
II. im Langobardenreich keine Erschütterung nach sich
zogen, legt deutliches Zeugnis ab von der staatsmännischen Begabung
Adelheids,
die hier im Verein mit den Bischöfen und weltlichen Herren, unter
denen der treue Markgraf Hugo von Tuszien
hervorragte, die Interessen des Reichs geschickt wahrgenommen hat.
Theophanu hielt mit
ihrem Sohn an Ostern (5. April 991) einen Reichstag zu Quedlinburg ab,
wo unter den zahlreichen Fürsten auch Miseko
von Polen und Hugo von Tuszien
anwesend waren.
Im Juni hat OTTO
Rom wieder verlassen und sich zunächst in die Gebiete von Spoleto
und Tuszien begeben, wo er mit den Markgrafen Rücksprache nahm. Diesen
beiden zuverlässigen Fürsten vertraute er den Schutz des Papstes
und die Ruhe Italiens an.
Im November 997 ging die Fahrt über den Brenner,
in Trient schloß sich der Markgraf Hugo
von Tuszien,
OTTOS Statthalter
in Italien, dem Zuge an; das Weihnachtsfest feierte der Kaiser mit
dem Papst Gregor in Pavia. Auch der
Abt Odilo von Cluni fand sich bald am Hofe ein, angesehen beim Kaiser wie
besonders bei Hugo von Tuszien, der
ein Freund der Reformkirche war.
Im Kloster Farfa, das sich ebenfalls seiner Gunst erfreute,
aber in scharfe Abhängigkeit gezogen wurde, traf er im September mit
dem Papst und dem Markgrafen Hugo von Tuszien
zusammen und verhandelte "über die Wiederherstellung des Staates",
das heißt über die Erneuerung des Römischen Reiches.
Die Römer schlossen die Tore der Stadt, um zu verhindern,
daß
Heinrich
von Bayern und Hugo von Tuszien,
die mit Truppen in der Nähe standen, dem Kaiser zu Hilfe kamen, erschlugen
einige Anhänger des Kaisers und belagerten ihn selbst auf dem Aventin
in der Absicht, ihn gefangen zu nehmen. Da wagte der Kaiser mit den Seinen
einen Ausfall, Bischof Bernward trug selbst die heilige Lanze voran, und
es gelang tatsächlich der Durchbruch zur Engelsburg, wo eine kaiserliche
Besatzung lag und man mit größerer Aussicht auf Erfolg sich
wehren konnte. Als dann auch Heinrich
und Hugo den Eintritt in Rom erzwangen,
brach der Aufstand in sich zusammen.
Trotz alledem hat der Kaiser um die Mitte Dezember 1001
zusammen mit dem Papst Ravenna verlassen und den Zug gegen Rom angetreten.
Es war kein gutes Vorzeichen, daß eben damals seine mächtigste
Stütze unter den weltlichen Fürsten Italiens, Markgraf
Hugo von Tuszien, starb (21. Dezember). OTTO
freilich begrüßte die Nachricht mit den Worten: "Der Strick
ist zerrissen und wir sind los" (Ps. 124,7). Er hatte die Abhängigkeit
von Hugo als drückend empfunden
und glaubte in arger Verkennung der Lage, nun erst wirklich Herr von Italien
zu sein.
Schneidmüller Bernd/Weinfurter Stefan
(Hrsg.): Seite 285
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"Ottonische Neuanfänge. Symposium zur Ausstellung
"Otto der Große, Magdeburg und Europa"
Häufiger wissen die Quellen jedoch von der unmittelbaren
Beteiligung von Verwandten der Herrscherin. Erinnert sei an die Vermittlung
der Königin
Edgith zwischen ihrem Gemahl OTTO
I. und dessen Mutter Mathilde,
vor allem aber an die Vermittlung Adelheids
zwischen ihrer Verwandten
Waldrada,
der Gemahlin des ermordeten Dogen Pietro IV. Candiano, und der Partei ihrer
Gegner um den Dogen Pietro Orseolo in Piacenza 976 und erneut in venezianischen
Angelegenheiten 983, bezeichnenderweise bedrängt von Bitten des Bruders
der Waldrada, des Markgrafen
Hugo von Tuszien; an
Adelheids
Vermittlung
zwischen ihrer Tochter Emma,
der Gemahlin des westfränkischen Königs
Lothar, und deren Sohn, König
Ludwig V. 985-987; sowie der berühmteste Fall, an ihre
Beteiligung an der freidlichen Beilegung des Thronstreits 984.
oo N.N.
-
Kinder:
Willa
-
Literatur:
-----------
Adelheid Kaiserin und Heilige 931 bis 999 Info
Verlag Karlsruhe 1999 - Althoff Gerd: Die Ottonen. Königsherrschaft
ohne Staat. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 2000 Seite 179
- Althoff, Gerd: Otto III., Primus Verlag, Darmstadt 1997, Seite
10,78,85,205 - Beumann, Helmut: Die Ottonen. Verlag W. Kohlhammer
Stuttgart Berlin Köln, Seite 131,142 - Brandenburg Erich: Die
Nachkommen Karls des Großen. Verlag Degener & Co Neustadt an
der Aisch 1998 Tafel 4 Seite 8,126 - Brunhofer, Ursula: Arduin von
Ivrea. Untersuchungen zum letzten italienischen Königtum des Mittelalters.
Arethousa Verlag Augsburg 1999 Seite 56,73,76-79,83,117,118,155,165,240-242,293,297,303,307,
380 - Eickhoff, Ekkehard, Theophanu und der König, Klett-Cotta
Stuttgart 1996, Seite 372,400,402, 447,498 - Goez Elke: Beatrix
von Canossa und Tuszien. Eine Untersuchung zur Geschichte des 11. Jahrhunderts,
Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1995, Seite 60,77,79,115-117,125-128,138
- Golinello, Paolo: Mathilde und der Gang nach Canossa, Artemis
und Winkler Düsseldorf 1998 Seite 46 - Hlawitschka, Eduard:
Franken, Alemannen, Bayern und Burgunder in Oberitalien (774-962), in Forschungen
zur Oberrheinischen Landesgeschichte Band VIII Eberhard Albert Verlag Freiburg
im Breisgau 1960 Seite 125,202 - Holtzmann Robert: Geschichte der
sächsischen Kaiserzeit. Deutscher Taschenbuch Verlag München
1971 Seite 262,290,301,318,329,341,355,360 - Offergeld Thilo: Reges
pueri. Das Königtum Minderjähriger im frühen Mittelalter.
Hahnsche Buchhandlung Hannover 2001 Seite 738 - Pauler Roland: Das
Regnum Italiae in ottonischer Zeit. Max Niemeyer Verlag Tübingen 1982
Seite 85 - Schneidmüller Bernd/Weinfurter Stefan (Hrsg.):
Ottonische Neuanfänge. Symposium zur Ausstellung "Otto der Große,
Magdeburg und Europa" Verlag Philipp von Zabern Mainz 2001 Seite 281,285
- Schulze Hans K.: Das Reich und die Deutschen. Hegemoniales Kaisertum.
Ottonen und Salier. Siedler Verlag, Seite 268,271,290 - Thiele,
Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und
Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer
Verlag 1994 Tafel 390 -