Waldrada von Tuszien                    Dogaressa von Venedig
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um 945/50- nach 976
 

Einzige Tochter des Markgrafen Hubert von Tuszien und der Willa von Camerino, Tochter von Markgraf Bonifatius; Nichte der Kaiserin Adelheid
 

Brandenburg Erich: Tafel 4 Seite 8
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"Die Nachkommen Karls des Großen"

VIII. 29. WALDRADA
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* ..., + nach 976

Gemahl:
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Pietro Candiano IV, Doge von Venedig
      + 976 11. VIII.

Anmerkungen: Seite 126
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VIII. 29. Waldrade
Hofmeister 408.
Dafür, daß eine weitere Schwester die Gemahlin des Markgrafen Theobald von Mantua und Ferrara (aus dem Hause CANOSSA) gewesen sei, wie mehrfach angegeben wird, kenne ich keine Belege. [VIII 38]



Thiele, Andreas: Tafel 390
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa"

WALDRADA
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    +

  oo PIETRO CANDIANO, DOGE VON VENEDIG
             + 976 ermordet



Schneidmüller Bernd/Weinfurter Stefan: Seite 292
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"Otto III. Heinrich II."

Der Doge von Venedig, Pietro IV. Candanio, hatte seine erste Ehe durch Einweisung seiner Gattin Johanna in ein Kloster gelöst, deren Sohn für den geistlichen Stand bestimmt und in zweiter Ehe Waltraud, die Schwester des Markgrafen Hugo von Tuszien und Nichte der Kaiserin Adelheid zur Frau genommen. Am 11. August 976 jedoch fiel er einem Aufstand zum Opfer. Adelheid bemühte sich um einen Vergleich zugunsten der Witwe Waltraud, der in Piacenza am 25. Oktober unter dem Vorsitz Adelheids auf einer Gerichtsverhandlung sanktioniert wurde.

Schneidmüller Bernd/Weinfurter Stefan (Hrsg.): Seite 281,285
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"Ottonische Neuanfänge. Symposium zur Ausstellung "Otto der Große, Magdeburg und Europa"

Persönliche Beziehungen zu Venedig sind nachweisbar: Waldrada, die Gemahlin des 976 ermordeten Dogen Pietro IV. Candiano, war eine Verwandte Adelheids [Waldradas Vater, Markgraf Hubert von Tuszien, entstammt einer unehelichen Verbindung König Hugos von Italien, der durch die zweite Heirat von Adelheids Mutter Berta ihr Stiefvater wurde; zu Recht bemerkt Giese (wie Anmerkung 159), Seite 220 Anmerkung 8, daß die Verwandtschaft zwischen Adelheid und Waldrada folglich doch einer recht nominelle war." Waldradas Bruder war Markgraf Hugo von Tuszien, der bis zu seinem Tod 1001 eine wichtige Stütze der OTTONEN in Italien war. Zur Heirat kurz Bianca Betto, Linee di politica matrimoniale della nobilta veneziana fino al XV secolo. Alcune note genealogische e l'esempio della famiglia Mocenigo, in: Archivio storico italiano 139, 1981, Seite 3- 64, Seite 10f.; Sabdro Tiberini, Origini e radicamento territoriale di un lignaggio umbro-toscano nei secoli X-XI: i "marchesi di Colle" (poi "del monte S. Maria"), in: Archivio storico italiano 152, 1994 Seite 481-559, Seite 502.].
Häufiger wissen die Quellen jedoch von der unmittelbaren Beteiligung von Verwandten der Herrscherin. Erinnert sei an die Vermittlung der Königin Edgith zwischen ihrem Gemahl OTTO I. und dessen Mutter Mathilde, vor allem aber an die Vermittlung Adelheids zwischen ihrer Verwandten Waldrada, der Gemahlin des ermordeten Dogen Pietro IV. Candiano, und der Partei ihrer Gegner um den Dogen Pietro Orseolo in Piacenza 976 und erneut in venezianischen Angelegenheiten 983, bezeichnenderweise bedrängt von Bitten des Bruders der Waldrada, des Markgrafen Hugo von Tuszien; an Adelheids Vermittlung zwischen ihrer Tochter Emma, der Gemahlin des westfränkischen Königs Lothar, und deren Sohn, König Ludwig V. 985-987; sowie der berühmteste Fall, an ihre Beteiligung an der freidlichen Beilegung des Thronstreits 984.

Hlawitschka, Eduard: Seite 203
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"Franken, Alemannen, Bayern und Burgunder in Oberitalien (774-962)"

Aus der Ehe Huberts mit Willa, der Tochter des Markgrafen Bonifaz von Spoleto sind zwei Kinder bekannt:
Hugo, der Nachfolger in der Mark Tuszien, der hier nicht zu behandeln ist, und Waldrada, die zweite Gemahlin des Dogen Pietro Candiano IV. von Venedig [12 Johannis chron. Venet., MG SS VII Seite 25: Deinde Hugonis marchionis sororem Hwaldrada nomine in coniugio excepit. Vita S. Romualdi c. 5, MG SS IV Seite 848: in coniugium namque germanam Hugonis magni illius marchionis acceperat. - Zu Waldrada vgl. auch die Urkunden bei Cessi, Documenti II Seite 99, nr. 54 von 976/Oktober/25; Seite 131, nr. 66 von 983/Juni 15, und bei Cipolla, Fonti edite, Miscellanea II Seite 100, nr. 232.].

Köpke, Rudolf/Dümmler Ernst: Seite 316,428
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"Kaiser Otto der Große"

Obgleich Markgraf Hubert von Tuscien, der natürliche Sohn König Hugos von der Wandelmoda, mit Theobald verschwägert war - denn er hatte dessen Schwester Willa geheiratet -, so stand er doch auf Berengars Seite und gehörte zu dessen Getreuen, wie er auch nachher seine Tochter Waldrada mit einer sehr reichen Aussteuer an Gütern und Leibeigenen jenem Petrus Candianus vermählte, der inzwischen seinem Vater als Doge gefolgt war.
Wahrscheinlich noch in Ravenna trafen zwei Abgesandte des mit OTTO befreundeten Dogen Peter Candiano IV. von Venedig ein. Auf ihre Bitte und die Fürsprache der Kaiserin Adelheid, deren Nichte Waldrada mit dem Dogen vermählt war, bestätigte der Kaiser den Venetianern ihren Besitzstand innerhalb des Königreiches Italien.
 
 
 
 

  oo 2. Pietro Candiano Doge von Venedig
                 -11.8.976 ermordet
 
 
 
 

Literatur:
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Adelheid Kaiserin und Heilige 931 bis 999 Info Verlag Karlsruhe 1999 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 4 Seite 8,126 - Glocker Winfrid: Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der Politik. Böhlau Verlag Köln Wien 1989 Seite 92 - Hlawitschka, Eduard: Franken, Alemannen, Bayern und Burgunder in Oberitalien (774-962), in Forschungen zur Oberrheinischen Landesgeschichte Band VIII Eberhard Albert Verlag Freiburg im Breisgau 1960 Seite 203 - Köpke, Rudolf/Dümmler Ernst: Kaiser Otto der Große, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1962 Seite 316,428 - Schneidmüller Bernd/Weinfurter Stefan: Otto III. Heinrich II. Eine Wende? Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1997 Seite 292 - Schneidmüller Bernd/Weinfurter Stefan (Hrsg.): Ottonische Neuanfänge. Symposium zur Ausstellung "Otto der Große, Magdeburg und Europa" Verlag Philipp von Zabern Mainz 2001 Seite 285 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 390 -