Tochter des N.N. (von hoher Abkunft)
Liudprands von Cremona: Seite 370
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"Werke" in: Quellen zur Geschichte der sächsischen
Kaiserzeit. Band VIII
Buch III
20. Er hatte sich mit einer Frau aus dem Stamm der deutschen
Franken namens Alda
vermählt, die ihm einen Sohn namens Lothar
geboren hatte. Außerdem hatte er damals von Wandelmoda, einer
Frau von hoher Abkunft, einen Sohn namens Hubert
[19 Hubert folgte Ende 936 auf Boso,
wurde später auch Pfalzgraf und Herzog von Spoleto und Markgraf von
Camerino, gestorben zwischen 967 und 970 als treuer Anhänger OTTOS
I. Liudprand kommt nicht mehr auf ihn zu sprechen.], der
noch jetzt lebt und als mächtiger Fürst über die Provinz
Tuszien gebietet. Dessen Taten werde ich, so Gott will, an ihrem Ort erzählen.
Brandenburg Erich: Tafel 1 Seite 2,117
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"Die Nachkommen Karls des Großen"
VI. 7 a. HUGO,
Graf
von Vienne, Herzog der Provence, König von Italien
926 6. VII.
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* ca. 880, + 947 10. IV.
Gemahlinnen:
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a) vor 910
Willa
+ vor 926
b) vor 927 22. VII.
Alda, aus deutschem (fränkischen) Geschlecht, zuletzt
932 28. II.
c) 932
Marozia, Tochter des Senators Theophylakt
und der Theodora, Witwe Guidos (VI. 10)
+ nach 933.
d) vor 937 12. XII.
Bertha, Tochter Herzog Burchards,
Witwe König Rudolfs von Burgund
+ nach 961 5. IV.
e) Konkubine Wandelmoda
f) Konkubine Pezola, niederer Herkunft
g) Konkubine Stephania, Römerin
h) Konkubine Rotrud (Roza), Tochter
Walperts
i) Konkubine N.
Anmerkungen: Seite 117
VI. 7. Hugo
Vgl. Schiaparelli Dipl. di Ugo Poupardin,
Provence 204f. Ob der Bouquet 9, 663 im Jahr 990 vorkommende Graf Hugo
identisch mit dem späteren König ist, erscheint mir sehr zweifelhaft;
erstes sicheres Vorkommen 899 Cart de Grenoble ed. Marion 260; als Graf
von Vienne seit 903 7. IV., Cart. de St.-Andre-le-Bas ed. Chevalier
Append. n. 11.
Der Zeitpunkt, wann er Herzog und
Markgraf von Provence wurde, ist nicht genauer zu bestimmmen; er erscheint
als comes noch 908 16. V., Prou-Poupardin n. 50, als dux et marchio
ib. n. 52; jedenfalls war er nach LUDWIGS
(Nr. 6) Blendung der eigentliche Regent des Königreichs Nieder-Burgund.
Letzte Urkunde 947 24. IV., Schiaparelli n. 83.
Todestag. Gingins de la Scarra,
Anh. s. Schweiz. G.: 9, 218
Konkubinen:
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Wandelmoda, Liudpr. 3, 20.
Pezola,
Liudpr. 4, 14, nennt sie vilisimorum servorum sanguine cretam.
Urkundlich nur Roza
945 20. III., Stephania genere Romana, Liudpr. 4,
14; Schiapareilli n. 79.
Sie war nach Liudpr. 4,14 Tochter
des Walpert, eines sehr mächtigen Mannes und Richters in Pavia, der,
wohl bald nach 927 14. X. auf Befehl Hugos
enthauptet wurde (Liudpr. 3, 29f. und Bemerk. v. Becker, 1. c. S. 92, Anm.
3.). Sie war vorher vermählt mit Pfalzgraf Giselbert, + vor 929 19.
XI., Liudprand 3, 29. [VI a 15]
Ergänzungen (Werner):
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a) Gemahlin: 912 Willa, Witwe König
Rudolfs I. von Burgund
b) o-o ca. 920 Wandelmoda,
nobilissima
c) Gemahlin: Hilda (Alda)
d) o-o 926/30 Pezola
VII. Generation
30-32
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Die Lebensdaten der Rotlinda
lassen sich präzisieren. Ihre Mutter Rotrud/Roza, "Tochter
des angesehenen Königsrichters Walpert aus Pavia" (Hlawitschka 188),
war zunächst Gattin des Pfalzgrafen Giselbert (Hlawitschkla 186-188),
der nach 927 V 14, vor 929 XI 19 starb (ebd. 188). Wir dürfen annehmen,
daß König Hugo die illegitime
Verbindung mit der Frau seines Pfalzgrafen einging, als diese etwa 928
Witwe geworden war, womit etwa 929/30 die Geburtszeit der
Rotlinda
wäre, was sehr gut zu ihrer ersten Nennung als Gattin des Grafen
Elisiardus 945 III 29 (Hlawitschka 174f.) paßt: 14-16 ist das
damals bei weitestem häufigste Lebensalter der Frauen bei der Eheschließung.
Rotlindas
Mutter, Rotruda comtissa, que Roza vocatur, erscheint in
der gleichen Urkunde, ebenso Lanfranc (Hlawitschka 217), legitimer Sohn
Rotruds
und Stiefbruder der Rotlinda. Über
Nachkommen aus Rotlindas erster, kurzer
Ehe ist nichts bekannt. In zweiter Ehe hat die Tochter König
Hugos den Grafen Bernhard von
Pavia geheiratet, Sohn des Grafen Maginfred von Parma, also
einen bedeutenden italienischen Grßen; vgl. Hlawitschka 175, Anmerkung
3 zu Elisiardus, und die dort genannten Urkunden. Von ihnen ist
bemerkenswert das D O II 130 von 976 VI 30, in dem Bernhard mehrere
(Königs-)Höfe, die ihm durch seine Frau zugekommen waren und
die man ihm wegen Hochverrats konfisziert hatte, restituiert erhielt. Die
beiden Gatten werden zweimal
Bernardus et Rotlindacomites
genannt! Daraus und aus dem Umfang des ihnen in voller Verfügung restituierten
Besitzes geht das Ansehen hervor, daß die Hugo-Tochter
unter
Kaiser
OTTO II. offenbar besaß. Der Besitz wird ausdrücklich
auch ihren Erben vorbehalten, so daß mit dem Vorhandensein von Kindern
aus dieser Ehe zum Zeitpunkt der Urkunde gerechnet werden darf. Eines dieser
Kinder lernen wir jedenfalls kennen: Es ist der Ubertus diacconus
(er trägt den alten Leitnamen der Familie
König
Hugos, Hucbert/Hubert), der zusammen mit seiner Mutter,
Rolend
cometissa filia bone memorie domni Ugoni
regis 1001 X 14 zu Pavia den Rechtsstreit gegen den Kaiser
und das Reich um die Abtei S. Salvatore e S. Felice zu Pavia vor dem kaiserlichen
Gericht verliert, D O III 411. Ubertus/Hubert ist Diakon der
Kirche von Pavia, und sein Vater wird, im Unterschied zur Mutter, als
schon verstorben genannt (bome memorie Bernardi comiti [sic].
Andere filiis filiabus ipsius Rolend
ohne Namensnennung erwähnt. Diese Kinder, die Brandenburg nicht kennt,
sind der achten Generation der Nachkommen KARLS
DES GROSSEN zuzurechnen.
Rotlinda
hat also ein Alter von über 70 Jahren erreicht. Liudprand, Antapodosis
IV, 14, ed. Becker 112 hat zwar die besondere Schönheit der Rotlinda
hervorgehoben (quae [sc. Roza] ei [sc. Hugoni]
mirae
pulcritudinis peperit natam), aber auch ihre Abkunft vom König
angezweifelt: Et quoniam non rex solus his (sc. Pezola, Roza;
Stephania)
abutebatur, earum nati ex incertis patribus originem ducunt. Abgesehen
davon, daß Fragen dieser Natur in keiner Genealogie zwingend geklärt
werden können und in unserem Fall von der Anerkennung der Kinder Hugos
als solche durch den König selbst ausgegangen werden kann, ist zu
bemerken, daß die Verbindung
Hugos mit
Roza,
wie wir zeigten, um 930 datiert, während Liudprand summarisch die
Konkubinen angreift, die Hugo der legitimen
Gemahlin
Bertha
(die Hugo erst Ende 937 heiratete)
vorgezogen habe.
Auch die Verbindung mit Pezola
muß wesentlich früher, nach 926 zwar, aber vor etwa 930 liegen,
wenn aus ihr hervorgehend Boso
um 940 Bischof wird und Bertha
944 nach Byzanz verheiratet wird.
Wandelmoda endlich, mulier nobilissima
(Liudprand, Antap. III, 20) hatte Hugo
den Sohn Hubert,
der Ende 936/37 schon Markgraf in Tuszien wurde, geboren, ehe Hugo
Hilda/Aldaex
Francorum genero Teutonicorum (ebd.) heiratete, also vor etwa 924;
Wandelmoda gehört also der provenzalischen Periode
Hugos
an. Hildas gleichnamige Tochter muß
ihrerseits 925 spätestens geboren sein, wenn sie 936 den römischen
patricius und princeps Alberich ehelichte und ihm etwa 939 den Sohn
Octavian
schenkte. Gegenüber Brandenburg, der diese Fakten teils übersah,
teils auf die Zeitstellung der Konkubinen kaum achtete, ergeben sich danach
erhebliche Umdatierungen und Umstellungen in der Reihenfolge der Frauen
und Konkubinen Hugos.
Von der Mutter des Mailänder
Archidiakons Theobald, der Römerin
Stephania, können wir chronologisch Näheres nicht ermitteln.
958-962 schrieb Liudprand in der Antapodosis (vgl. ed. Becker, Einleitung
IX), in deren viertem Buch (von den sechs Büchern) er feststellt,
König
Hugo (also vor 948) habe den Theobald
zum Archidiakon in Mailand gemacht in der Hoffnung, ihn später
den Erzstuhl besetzen zu sehen. Theobald war
also etwa 961 Archidiakon, Erzbischof ist er nicht geworden.
Sohn einer Mutter, deren Namen wir nicht kennen, ist
endlich Gotifred, Abt von Nonantula,
Brandenburg gibt zu ihm kein Datum. Man fragt sich, ob er nicht identisch
ist mit den Bischöfen gleichen Namens, die zu seiner Zeitstellung
gut passen: Erzbischof Gottfried von Mailand, 975 etwa VII bis 980 IX 19
(Gams 796), oder Bischof Gotifred von Brescia, 970-976, der 976 Bischof
von Luna (Luni) wird, wo er bis etwa 998 lebt (Gans 779 und 817).
Kinder:
Hubert Markgraf von Tuszien
920/25- 967/70
Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen.
Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 1 Seite 2,117
- Liudprands von Cremona: Werke in: Quellen zur Geschichte der sächsischen
Kaiserzeit. Band VIII Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1977
Seite 370 - Werner Karl Ferdinand: Die Nachkommen Karls des Großen
bis um das Jahr 1000 (1.-8. Generation) in: Braunfels Wolfgang: Karl der
Große Lebenswerk und Nachleben. Verlag L. Schwann Düsseldorf
Band IV Seite 465 -