Beatrix von Burgund                     Deutsche Königin
--------------------------                    Römische Kaiserin seit 1.8.1167
1143/4715.11.1184                   Königin von Burgund
             Jouhe bei Dole

Begraben: Dom zu Speyer  

Einzige Tochter und Erbin des Grafen Rainald III. von Burgund (†  22.1.1148) aus dem Hause IVREA und der Agnes (Agathe) von Ober-Lothringen, Tochter von Herzog Simon I. (19.4.1139) und der Adelheid von Löwen
Nichte von Herzog Matthäus I. von Ober-Lothringen (
13.5.1176), Markgräfin Bertha von Baden (
1148/53), Gräfin Hedwig von Toul, Herrn Robert von Flörchingen ( vor 1208), Graf Wilhelm IV. von Macon-Auxonne (1155), Gräfin Margarete von Albon ( 26.1./8.2.1164) und Gräfin Elisabeth von Champagne-Blois ( nach 1125)
Groß-Nichte von
Papst Calixtus II. (13.12.1124), Graf Rainald II. von Burgund (1097) und Erzbischof Hugo III. von Besancon ( 13.9.1101)
Enkelin von Graf
Stephan I. dem Kühnen von Macon (27.5.1102 ermordet) und der Beatrix von Löwen

Lexikon des Mittelalters: Band I Seite 1742
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1. Beatrix von Burgund
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* 1140/1144,
15. November 1184
                     in Jouhe bei Dôle

Begraben: Speyer, Dom

Tochter Graf Rainalds III. von Burgund, Mâcon und Vienne und der Agatha von Lothringen

  oo Juni 1156 Kaiser Friedrich I. Barbarossa

FRIEDRICHS Vermählung mit Beatrix von Burgund, nach seiner Trennung von Adela von Vohburg, erfolgte vermutlich auf Anraten des Erzbischofs Humbert von Besançon und des Herzogs Matthäus I. von Lothringen.
Das umfangreiche väterliche Erbe der
Beatrix (Grafschaft Burgund) vermehrte das staufische Hausgut und stärkte FRIEDRICHS Macht im Königreich Burgund.
Beatrix von Burgund
war Mutter Konrads von Rothenburg, Kaiser HEINRICHS VI., Herzog Konrads von Schwaben, Pfalzgraf Ottos von Burgund und König PHILIPPS VON SCHWABEN.
Sie wurde 1167 in Rom zur Kaiserin und, nach Güterbock, nicht gemeinsam mit ihrem Gatten am 30. Juli 1178 in Arles, sondern kurz danach in Vienne zur Königin von Burgund gekrönt.
Die geistvolle und energische Frau beteiligte sich, vornehmlich gegen Ende ihres Lebens an der Verwaltung des Königreiches Burgund, insbesondere ihrer Erbgüter.
H.-W. Herrmann

Literatur:
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NDB 1, 61 - P.F. Chifflet, Lettre touchant B., comtesse de Chalon, Dijon 1656 - F. v. Keszycka, Ksn. B., Gemahlin Friedrichs I. Barbarossa, 1923 - F. Güterbock, Zur Gesch. Burgunds im Zeitalter Barbarossas, ZSchG 18, 2, 1937, 144-220 - J. Y. Mariotte, Le comte de Bourgogne sous les Hohenstaufen 1156-1208, 1963, bes. 46ff., 57-72.


Klauser Heinrich: Seite 32
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"Lexikon deutscher Herrscher- und Fürstenhäuser"

BEATRIX VON BURGUND, Kaiserin
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um 114315.11.1184

Allein-Erbin der Grafschaft Burgund, zweite Ehefrau FRIEDRICHS I.
Beatrix förderte den französischen Kultureinfluß am deutschen Königshof.

Ihre Söhne waren:
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König HEINRICH VI.
König PHILIPP VON SCHWABEN
Herzöge Friedrich V.
Konrad von Rothenburg
Pfalzgraf Otto von Burgund


Bedürftig Friedemann: Seite 28
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"Taschenlexikon Staufer"

BEATRIX VON BURGUND
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* um 1144, 15.11.1184

Nicht so schnell wie seine erste Frau Adela von Vohburg tröstete sich FRIEDRICH I. BARBAROSSA nach dem Scheitern der ersten Ehe. Erst drei Jahre nach der Scheidung entschied er sich für Beatrix, einzige Tochter des Grafen Rainald III. von Burgund. Die blutjunge Braut wurde ihm im Juli 1156 in Würzburg angetraut und am 9. Oktober desselben Jahres vom Erzbischof von Trier zur Königin gekrönt. Ihre weithin gerühmte Schönheit dürfte bei der Wahl zur Ehefrau mithin keine Rolle gespielt haben, denn Beatrix war noch ein halbes Kind. Später mag der Liebreiz seiner Frau eher von Bedeutung gewesen sein, denn BARBAROSSA erwarb durch sein zuvorkommendes Verhalten ihr gegenüber den Ruf eines „vir uxoris“, was sich als Frauen-, hier aber eher als Pantoffelheld verdeutschen lässt. Das dürfte den Kaiser kaum gekümmert haben, wenn Beatrix wirklich so vollkommen war, wie es die Chronisten überliefert haben:  Sie war danach „von mittlerer Gestalt, hatte glänzendes und goldenes Haar, ein sehr schönes Antlitz, weiße und schön gebildete Zähne; sie ging aufrecht, hatte einen kleinen Mund, züchtigen Blick, leuchtende Augen, war zurückhaltend bei freundlichen und verführerischen Reden, besaß sehr schöne Hände; ihrem Mann war sie völlig ergeben, fürchtete ihn als Herrn und liebte ihn in jeder Weise als ihren Mann; sie war gebildet und verehrte Gott, und so wie sie die Glückselige mit Namen hieß, so war sie in der Tat“.
Außerdem brachte Beatrix ein unschätzbares Erbe in die Ehe und schenkte dem Kaiser elf (vielleicht sogar zwölf) Kinder - sicher nicht nur ein Indiz für enge eheliche Bande, sondern auch ein Grund für ihren frühen Tod. Die am 1. August 1167 in Rom zur Kaiserin gekrönte Beatrix war die Mutter HEINRICHS VI. und PHILIPPS VON SCHWABEN. Ihre territoriale Mitgift, Burgund zwischen dem schweizerischen Jura, Savoyen und der Saone, dazu das Arelat und die Provence, bedeutete einen erheblichen Machtzuwachs für BARBAROSSA, denn nun hatte er einen wichtigen Zugang nach Italien, dem Zentrum seiner politischen Interessen. Außerdem waren die Erblande der Beatrix reich und erlaubten dem Kaiser eine Vergrößerung seiner militärischen Macht. Einen gewissen Einfluss auf die Politik ihres Mannes wird sie sicher im Hintergrund gehabt haben - in einer Kaiserurkunde wird sie „Genossin seiner Macht“ genannt -, doch öffentliche Einflussnahme, wie angeblich 1176 in Chiavenna, dürfte Legende sein.


Decker-Hauff Hansmartin: Band III Seite 351
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"Die Zeit der Staufer"

VIII. GENERATION

44 (35) KAISER FRIEDRICH I. BARBAROSSA
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* um 1122/24, 10.6.1190
                         ertrunken im Saleph

Begraben: Fleisch in der Kathedrale St. Peter in Antiochia, Herz und Eingeweide in Tarsus; Gebeine in der Kathedrale in Tyrus; Beisetzung der Gebeine in Jerusalem vorgesehen. Neben dem Grab der Kaiserin Beatrix in Speyer wurde sehr lange eine Grabstelle freigehalten, vielleicht für die Gebeine des Kaisers

Herzog von Schwaben 1147-1152
König (Wahl Frankfurt 4.3.1152, Krönung Aachen 9.3.1152)
Kaiser (Krönung Rom 18.6.1155)

   Würzburg 10./16.6.1156
  II. oo BEATRIX VON BURGUND
         * um 1144, 15.11.1184

Begraben: Dom zu Speyer

Erbin der Freigrafschaft Burgund
Einzige Tochter des Grafen Rainald III.  von Burgund (1090/95 1148) und der Agathe von Lothringen (um 1120/25 nach etwa 1161), Tochter des Herzogs Simon I. von Lothringen (vgl. Nr. 45)

Kinder zweiter Ehe:
60 (Rainald)
61 (Beatrix)
62 (Wilhelm)
63 (Friedrich)
64 (Kaiser HEINRICH VI.)
65 (Friedrich)
66 (Otto)
67 (Agnes)
68 (Konrad)
69 (Sophia)
70 (König PHILIPP VON SCHWABEN)
71 (Tochter)


Höflinger Klaus: Seite 275
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"Kaiser Friedrich I. Barbarossa (1152-1190)" in: Mittelalterliche Herrscher in Lebensbildern

KAISER FRIEDRICH I. BARBAROSSA
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* 20.-23.12. (?) 1122
10.6.1190, ertruken im Fluß Saleph in Kleinasien

Grabstätte: Fleisch in der Kathedrale St. Peter in Antiochia, Herz und Eingeweide in Tarsus, Gebeine in der Kathedrale in Tyrus, ihre Beisetzung in Jerusalem war vorgesehen

Eltern: Friedrich (II.) der Einäugige ( 1147), Herzog von Schwaben, und die WELFIN Judith ( 1130/31) (siehe Seite 263)

  um 1130-1145
  freie Verbindung mit einer Hochfreien (?)

   1147 oder 1149 in Eger (?)
  1. oo ADELA VON VOHBURG
          * Ende 1128/Anfang 1129
          wohl nach 1187, Prämonstartenserstift Weißenau bei Ravensburg (?)

Eltern: Markgraf Diepold III. von Vohburg ( 1146) und eine Tochter des Polen-Königs Boleslaw III.

Die Ehe wurde unter dem Vorwand zu naher Verwandtschaft im März 1153 im Dom zu Konstanz in Anwesenheit der päpstlichen Legaten Bernhard von S. Clemente und Gregor von S. Angelo und Bischof Hermann von Konstanz geschieden. Ende 1153/54 heiratete Adela Dietho von Ravensburg ( nach 1187), einen Ministerialen im Dienst Welfs VI., später Herzog Friedrichs V. von Schwaben.

BARBAROSSA warb in der Folge um

  MARIA KOMNENA ( nach 1154), eine Nichte Kaiser Manuels von Byzanz

  10.-17.6.1156 in Würzburg
  2. oo BEATRIX VON BURGUND
           * um 1144, 15.11.1184

Grabstätte: Dom zu Speyer

Eltern: Rainald III., Graf von Hoch-Burgund ( 1148), und Agathe ( nach 1161), Tochter des Herzogs Simon I. von Lothringen

1147-1152 Herzog von Schwaben (als Friedrich III.)
4.3.1152: in Frankfurt zum römischen König gewählt
9.3.1152: in Aachen zum römischen König gekrönt
18.6.1155: in Rom von Papst Hadrian zum Kaiser gekrönt
30.7.1178: Festkrönung im Dom zu Arles


Schwennicke Detlev: Tafel 15
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

FRIEDRICH I. BARBAROSSA
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* wohl nach 1122, ertrunken im Fluss Saleph, Kleinasien 10. VI 1190

als Friedrich III. HERZOG VON SCHWABEN
Frankfurt/Main 4.III.1152 als KÖNIG gewählt
Aachen 9.III.1152 gekrönt
Rom 18.VI.1155 KAISER
1156 GRAF VON BURGUND
Arles 20.VII.1178 gekrönt als KÖNIG VON BURGUND
nimmt 1188 das Kreuz

Begraben: Eingeweide Tarsus, "Fleisch" zu St. Peter in Antiochia, Gebeine Kathedrale zu Tyrus

   Eger vor 2. III 1147
  I. oo ADELA VON VOHBURG

Tochter von Diepold III. Markgraf von Vohburg und Cham
Erbin des EGERLANDES, geschieden Konstanz III 1153
        II. oo Dieto von Ravensburg 1152/80 welfischer Ministerialer

   Würzburg 17. VI 1156
  II. oo BEATRIX VON BURGUND-IVREA
           * (1145), Jouhe bei Dole 15. XI 1184

Begraben: Speyer Dom

Erb-Tochter von Graf Rainald II.
1156 Erbin der GRAFSCHAFT BURGUND (FRANCHE-COMTE)
Vienne VIII 1176 gekrönt als KÖNIGIN VON BURGUND


GROSSE FRAUEN DER WELTGESCHICHTE. Tausend Biographien in Wort und Bild: Seite 50
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BEATRIX VON BURGUND
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* um 1130, 1184

Der hochbetagte Abt Wibald von Stablo und Corvey, seit vielen Jahren Kanzler der deutschen Könige LOTHAR und KONRAD und auch Berater Kaiser FRIEDRICH BARBAROSSA hatte in Venedig mit den Abgesandten von Byzanz lange und schwierige Verhandlungen gepflogen über eine geplante Heirat FRIEDRICHS mit einer byzantinischen Kaiser-Tochter. Man war sich jedoch nicht einig geworden, und nach seiner Rückkehr nach Deutschland mußte Stablo erfahren, dass Rainald von Dassel als sein Nachfolger im Kanzleramt inzwischen einen Ehevertrag zwischen dem Kaiser und Beatrix, der Tochter und Erbin des letzten Pfalzgrafen von Burgund, erfolgreich zum Abschluß gebracht hatte. Im Sommer 1156 fand in Würzburg die prunkvolle Fürstenhochzeit statt; die junge Kaiserin brachte ihrem Gemahl nicht nur 5.000 wohlgerüstete Ritter mit in die Ehe, sondern auch ihre Erblande Hoch-Burgund, Savoyen und die blühende Provence. Zeitgenössische Chronisten haben uns eindrucksvolle Schilderungen von Beatrix überliefert: "Sie war von mittlerer Größe, hatte goldglänzendes Haar und ein sehr schönes Gesicht. Ihre Zähne waren schneeweiß und schön gestellt, ihr Mund klein. Sie hatte die allerschönsten Hände und einen anmutigen Körper..." Beatrix, die ihrem Gemahl den Thronerben schenkte, den späteren Kaiser HEINRICH VI., begleitete den ROTBART oft auf seinen Reisen, sie versuchte vergeblich in seinem tragischen Konflikt mit Heinrich dem Löwen zu vermitteln und wohnte an der Seite des Kaisers auf dem berühmtem "Pfingstfest zu Mainz" der feierlichen Schwertleite ihrer Söhne HEINRICH und Friedrich bei. Beatrix von Burgund erlebte noch HEINRICHS Verlobung mit der vielumworbenen sizilischen Erbin Konstanze, aber an der Hochzeitsfeier in Mailand konnte die Schwerkranke nicht mehr teilnehmen. Im gleichen Jahr ist sie gestorben, nach drei Jahrzehnten einer glücklichen und harmonischen Ehe.


Beatrix wurde von ihrem Onkel Wilhelm in einem Turm gefangengehalten, bis sie BARBAROSSA befreite. Sie brachte ihrem Mann bedeutendes burgundisches Erbe in die Ehe. Sie war schön, gebildet und intelligent, starb vermutlich in ihrer burgundischen Heimat und wurde im Dom von Speyer beigesetzt. Sie hatte ihrem Gatten 10 Kinder geboren.
Beatrix war ihrem Gatten 1168 zum Italien-Feldzug einfach nachgereist, holte ihn in Susa ein und blieb in der Folgezeit bei ihm. Nach der gescheiterten Begegnung von Chiavenna Anfang Februar 1176 verstand es Kaiserin Beatrix geschickt, den aufsteigenden Haß FRIEDRICHS I. auf Heinrich den Löwen zu schüren. Nach verschiedenen Quellen soll sie den vor Heinrich dem Löwen knieenden Kaiser angefleht haben, doch aufzustehen.

Lehmann Johannes: Seite 77-81
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"Die Staufer. Glanz und Elend eines deutschen Kaisergeschlechts"

FRIEDRICH BARBAROSSA hatte übrigens nach der Auflösung seiner ersten Ehe anderes im Sinn, als die Comtesse Beatrix zu heiraten. Vielmehr schickte er sofort eine Gesandtschaft nach Konstantinopel, um eine Prinzessin aus dem byzantinischen Kaiser-Haus zu erbitten. Während der Verhandlungen kühlte sich das Verhältnis zu Byzanz ab, und so konnte der taktisch geschickte Verschwägerungsplan nicht realisiert werden. Erst nach dieser Enttäuschung heiratete FRIEDRICH BARBAROSSA dann für alle ziemlich überraschend Beatrix und verwirklichte damit die zweitbeste Lösung, indem er Burgund durch eine Ehe fest in das Reich eingliederte.
Beatrix war nämlich als Tochter des 1147 verstorbenen Reginald III. die Erbin von Burgund, was allerdings ihrem Onkel, dem Grafen Wilhelm III. von Burgund, nicht ins Konzept paßte. Er sperrte Beatrix in einen Turm und bewachte sie argwöhnisch, bis der Kaiser kam, sie erlöste und heimführte. Zwischen 1143 und 1147 geboren, war Beatrix bei Hochzeit mit dem Kaiser bestenfalls 13 Jahre alt. Seine Hochzeit mit der niedlichen Beatrix war jedenfalls ein geschickter Zug, der das Angenehme mit dem Nützlichen verband. Außer Kindern und Erben brachte ihm die burgundische Prinzessin ein altes Reichsgebiet ein, das nicht nur sein Ansehen und seine Macht vermehrte, sondern auch handfeste strategische Vorteile bot: Über Burgund und die Provence konnte er relativ bequem nach Süden ziehen.
Am 1. August 1167 ließ sich FRIEDRICH BARBAROSSA noch einmal von Papst Paschalis III. zum Kaiser und Beatrix zur Kaiserin krönen, die Heinrich der Löwe im Vorjahr mit nach Italien gebracht hatte.

Heyck Dr. Eduard: Seite 356
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"Geschichte der Herzöge von Zähringen"

Was FRIEDRICH so lange schon im Sinne und Bertold zu fürchten gehabt hatte, war unterdessen zum Abschluß gelangt. Die Erbin Rainalds von Hoch-Burgund, seine Tochter Beatrix, hatte bis vor kurzem nicht nur unter der Vormundschaft ihres Oheims Wilhelm gestanden, sondern war sogar von ihm in habsüchtiger Absicht auf einem festen Schloß in enger Gefangenschaft gehalten worden. Nun war Wilhelm vor kurzem gestorben und damit, falls nicht etwa doch schon in mittelbarer oder unmittelbarer Folge von FRIEDRICHS Burgunder-Fahrt im Jahre 1153, hatte Beatrix ihre Freiheit zurückerlangt. Sie war nicht allein die Erbin, sondern sie war vor allen Dingen jung, schön und wohlunterrichtet, dabei von freundlichem und bescheidenem Wesen. Nun gab sie der Anfrage des mächtigsten und hochgemutesten Herrn in der Welt Gehör und wurde die Seine; zu Würzburg, wohin FRIEDRICH von Regensburg eilte, beging man in der zweiten Woche nach Pfingsten (10.-16. Juni) die Hochzeit des Kaisers. Der Erzbischof Humbert von Besancon, der schon als Vertrauter in dieser Sache vermutet wurde, und der neue Graf von Macon, Wilhelms Sohn Stephan, ihr Vetter, hatten die Kaiserbraut nach Deutschland geleitet; mit ihnen wohnten zahlreiche deutsche Bischöfe und Fürsten, unter ihnen Beatrix' Onkel Matthäus von Lothringen und beide WELFEN, dazu einige italienische Herren den Festlichkeiten bei.

Cardini Franco: Seite 87
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"Friedrich I. Barbarossa"

Am 9. Juni 1156 aber gab es eine Überraschung: Im Laufe eines ausgedehnten, äußerst prunkvollen Festes, das sich über eine ganze Woche hinzog, vermählte sich FRIEDRICH mit Beatrix von Burgund, der Erbin der Grafschaft Macon. Die Hochzeit war verbunden mit dem Wunsch und Willen, von nun an in Fragen Burgunds einzugreifen.
Am 1. August 1167 wurde die schöne und treue Beatrix vom Gegen-Papst zur Kaiserin gekrönt.
 
 
 
 

10.6.1156 Würzburg
  oo 2. FRIEDRICH I. BARBBAROSSA König des Deutschen Reiches
           1122/25 10.6.1090
 
 
 
 

Kinder:

  Friedrich V. Herzog von Schwaben
  16.7.11641169

  HEINRICH VI.
  116528.9.1197

  Friedrich VI. Herzog von Schwaben
  16.4.1167 20.1.1191

  Otto Pfalzgraf von Burgund
  1166/7313.1.1200

  Konrad Herzog von Schwaben
  1168/7615.8.1196

  PHILIPP Herzog von Schwaben
  22.7.117821.6.1208

  Beatrix
       Anfang 1174

  Tochter
       Ende 1184

  v oo Richard I. Löwenherz König von England
         8.9.1157 6.4.1199

  Rainald
       Oktober 1178

  Wilhelm
       nach Oktober 1178

  Agnes
       1184

  v oo Emmerich König von Ungarn
         1174 30.11.1204
 
 
 
 

Literatur:
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Bedürftig Friedemann: Taschenlexikon Staufer. Piper Verlag GmbH München 2000 Seite 28 - Cardini, Franco: Friedrich I. Barbarossa. Kaiser des Abendlandes, Verlag Styria Graz 1990, Seite 87,117,145,173,197,200,218,234,243 - Csendes, Peter: Heinrich VI., Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Wiesbaden 1993, Seite 29,32,42,60,182,220 - Csendes Peter: Philipp von Schwaben. Ein Staufer im Kampf um die Macht. Primus Verlag 2003 - Die Zähringer. Schweizer Vorträge und neue Forschungen. Hg. von Karl Schmid; Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1990, Seite 11,37,90,169,172,231,256 - Engels, Odilo: Die Staufer. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln 1972, Seite 64,65,69,92,108 - Ennen, Edith: Frauen im Mittelalter. Verlag C.H. Beck München 1994, Seite 131-132,232 - Giesebrecht Wilhelm von: Geschichte der deutschen Kaiserzeit. Band 1- Band 6, Mundus Verlag 2000 - Gregorovius Ferdinand: Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter. dtv-Bibliothek 1978 Band II Seite 246 - GROSSE FRAUEN DER WELTGESCHICHTE. Tausend Biographien in Wort und Bild. Neuer Kaiser Verlag 1987 Seite 50 - HEINRICH DER LÖWE UND SEINE ZEIT. Herrschaft und Repräsentation der Welfen 1125-1235. Katalog der Ausstellung Braunschweig 1995 Hirmer Verlag München Band 1, 2 und 3 Herzog Anton Ulrich-Museum - Heyck, Eduard: Geschichte der Herzoge von Zähringen. Freiburg im Breisgau 1891 Seite 356 - Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa. Kaiser - Ritter - Held. Wilhelm Heine Verlag München 1977 - Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. Eine Chronik Paul List Verlag KG München 1977 -
Hlawitschka Eduard: Die Ahnen der hochmittelalterlichen deutschen Könige, Kaiser und ihrer Gemahlinnen. Ein kommentiertes Tafelwerk Band II 1138-1197 Hahnsche Buchhandlung Hannover 2009 Seite 86,135, 195-197,199,202,204,207,210-212,219,248,251 - Jordan Karl: Friedrich Barbarossa. Kaiser des christlichen Abendlandes. Musterschmidt-Verlag Göttingen 1959 - Jordan, Karl: Heinrich der Löwe, Deutscher Taschenbuch Verlag München, Seite 63,69,169, 189,216 - Kantorowicz, Ernst: Kaiser Friedrich der Zweite, Klett-Cotta Verlag Stuttgart 1991, Seite 14,73,374 - Klewitz, Hans Walter: Die Abstammung der Kaiserin Beatrix, in: Ders.: Ausgewählte Aufsätze ... Seite 105-113 Erstdruck in: Deutsches Archiv für Geschichte des Mittelalters 7, 1944, Seite 204-212 - Lehmann, Johannes: Die Staufer. Glanz und Elend eines deutschen Kaisergeschlechts, Gondrom Verlag Bindlach 1991, Seite 77,80,115,126,137,145,157,169 - Mühlbacher, Josef: Lebensweg und Schicksale der staufischen Frauen, Bechtle Verlag Esslingen 1977 Seite 32-40 - Opll Ferdinand: Friedrich Barbarossa. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1998 Seite 3 A,53,54A,58,68, 79,96,98,99,101,110,111,113,123,131,134,139,144,151,155,197,198,199,230,233,238,267,285,290,307 - Pleticha, Heinrich: Deutsche Geschichte in 12 Bänden. Verlagsgruppe Bertelsmann GmbH/Lexikothek Verlag GmbH, Gütersloh 1982 - Schnith Karl Rudolf: Mittelalterliche Herrscher in Lebensbildern. Von den Karolingern zu den Staufern. Verlag Styria Graz Wien Köln 1990 Seite 275,284,289,296,300,309 - Schulze Hans K: Das Reich und die Deutschen. Hegemoniales Kaisertum. Ottonen und Salier. Siedler Verlag - Schwarzmaier, Hansmartin: Die Heimat der Staufer. Bilder und Dokumente aus einhundert Jahren staufischer Geschichte in Südwestdeutschland, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1976 Seite 10, 16-18,22-24,43,76, 90,132 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 15 - Simonsfeld, Henry: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Friedrich I., 1. Band 1152-1158, Verlag von Duncker & Humblot Leipzig 1908 - Stürner, Wolfgang: Friedrich II. Teil 1: Die Königsherrschaft in Sizilien und Deutschland 1194-1220, Primus-Verlag Darmstadt 1997, Seite 4 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 - Uitz, Erika/Pätzold, Barbara/Beyreuther, Gerald: Herrscherinnen und Nonnen. Frauengestalten von der Ottonenzeit bis zu den Staufern, Deutscher Verlag der Wissenschaften Berlin 1990, Seite 197-218 - Weller Tobias: Die Heiratspolitik des deutschen Hochadels im 12. Jahrhundert. Rheinisches Archiv. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2004 Seite 6,39,79,82-83,87-88,91-99, 137,143,175-176,189,195,211,220-221,225,411,425,428,437,543,553,556-557,599,805 - Wies, Ernst W.: Friedrich II. von Hohenstaufen. Messias oder Antichrist, Bechtle Esslingen 1998, Seite 15,82,187 - Wies, Ernst W.: Kaiser Friedrich Barbarossa. Mythos und Wirklichkeit, Bechtle Esslingen 1999, Seite 47,96,146,163,170,188,205,211,218,222,224,241,247,251,253,255,269,289,306 - www.wikipedia.de -