PHILIPP                                     Deutscher König (1198-1208)
------------                                    Herzog von Tuszien (1195-1208) und Schwaben (1196-1208)
22.7.1178 21.6.1208 ermordet      Propst des Aachener Marienstifts 1189-1190
                  Bamberg                    Erwählter Bischof von Würzburg (1190-1193)

Begraben: Dom zu Speyer  

Jüngster (5.) Sohn des Römischen Kaisers FRIEDRICH I. BARBAROSSA ( 10.6.1190 ertrunken) aus dem Hause der STAUFER aus seiner 2. Ehe mit der Beatrix von Burgund, Tochter von Graf Rainald III. (†  22.1.1148) und der Agnes (Agathe) von Ober-Lothringen
Bruder von
Herzog
Friedrich V. von Schwaben ( 1169), Herzog Friedrich VI. von Schwaben ( 20.1.1191 ), Pfalzgraf Otto I. von Burgund ( 13.1.1200), Herzog Konrad von Schwaben ( 15.8.1196), vom Römischen Kaisers HEINRICH VI. ( 28.9.1197 ), Rainald ( Oktober 1178 ), Wilhelm ( nach Oktober 1178 ), Agnes ( 1184 ), Verlobte von König Emmerich von Ungarn ( 30.11.1204), Beatrix ( Anfang 1174) und N.N., Verlobte von König Richard I. Löwenherz von England ( 6.4.1199)
Neffe von Herzogin Bertha von Ober-Lothringen (1179/95), Landgräfin Judith (Guta) von Thüringen (7.7.1191), Pfalzgraf Konrad  bei Rhein (26.7.1195) und Liutgard von Schwaben (nach 1155)
Groß-Neffe vom Deutschen König
KONRAD III. (15.2.1152), Pfalzgräfin Gertrud bei Rhein (1191), Berta von Boll-Elchingen (nach 1120/vor 1142), Gräfin Heilica von Lengenfeld ( um 1120), Herzog Heinrich X. dem Stolzen von Bayern (20.10.1139), Markgraf Welf VI. von Tuszien und Spoleto (15.12.1191), Abt Adalbert von Corvey ( 1143), Zisterzienser Konrad (17.3.1126), Herzogin Sophia von Zähringen ( 11.7.1145), Markgräfin Mathilde von Vohburg ( 16.3.1183) und Gräfin Wulfhilde von Bregenz (8.5. nach 1160), Markgraf Leopold IV. von Österreich (18.10.1141), Markgraf Heinrich Jasomirgott von Österreich (13.1.1177), Bischof Otto von Freising ( 28.9.1158), Markgräfin Julitta (Judith) von Montferrat (nach 1168), Herzogin Gertrud von Böhmen (5.8.1151), Herzogin Agnes von Polen (25.1.1157), Ernst von Österreich (23.1.1137), Bischof Konrad von Passau (28.9.1168), Burggräfin Bertha von Regensburg (11.4.1150), Gräfin Elisabeth von Winzenburg (20.5.1143), Gräfin Uta von Plain-Hardegg
Cousin von Herzog Simon II. von Ober-Lothringen (
14.1.1207), Gräfin Judith von Burgund-Macon, Herzogin Adelheid von Burgund ( um 1200), Herrn Friedrich I. zu Bietsch ( um 1205), Graf Matthäus von Toul ( um 1207), Bischof Dietrich von Metz (1181), Landgraf Ludwig III. dem Milden von Thüringen ( 16.10.1190), Graf Heinrich Raspe III. zu Gudensberg ( 18.7.1180), Graf Friedrich  von Ziegenhain ( 1229), Landgraf Hermann I. von Thüringen ( 25.4.1217), Gräfin Jutta von Ravensberg, Herzogin Agnes von Braunschweig (9.5.1204)
Verwandter von Großfürstin
Agnes von Kiew ( 1151), Markgräfin Bertha von Baden ( 1148/53), vom Deutschen König HEINRICH (VI.) (1150), Herzog Friedrich IV. von Schwaben (19.8.1167), Pfalzgräfin Heilika von Wittelsbach ( 13.9.1170), Herrin Helwica (Heilwig) von Stein und Waldeck ( 1160), Herzog Heinrich XII. dem Löwen von Bayern und Sachsen (6.8.1196), Gräfin Kunigunde von Ronsberg ( 2.10.1140/47), Graf Welf VII. von Altdorf (12.9.1167), Markgraf Otakar III. von Steiermark (31.12. 1164), Gräfin Elisabeth von Stade (25.2.), Gräfin Kunigunde von Purgstall, Graf Berengar III. von Sulzbach (21.8.1167), Gräfin Adelheid von Kleve (1189), Gräfin Elisabeth von Ortenburg (23.1.1206), Gräfin Bertha von Altendorf ( nach 1200 ), Gräfin Sophie von Grögling-Hirschberg (nach 1.8.1227), Pfalzgräfin Elisabeth von Tübingen ( nach 1.4.1216), Landgräfin Richardis von Steffling (
24.1.1196/1200), Markgraf Leopold V. von Österreich (
31.12.1194), Herzog Heinrich I. dem Älteren von Mödling ( 11.9.1223), Königin Agnes von Ungarn ( 13.1.1182), Markgräfin A
delheid von Saluzzo ( um 1233), Dame Beatrix d'Albon-Grenoble, Titular-König Rainer II. von Thessalonich (1182 ermordet), Graf Wilhelm VI. Langschwert von Askalon und Jaffa (1177 nach 6.), König Bonifatius I. von Thessalonich ( 9.1207), König Konrad von Jerusalem (28.4.1192 ermordet), Äbtissin Agnes von St. Georg zu Prag ( 1228), Erzbischof  Adalbert III. von Salzburg ( 8.4.1200), Swatopluk von Böhmen ( 15.10.), Herzog Friedrich von Böhmen (25.3.1189), Herzog Boleslaw I. von Nieder-Schlesien ( 8.12.1201), Herzog Konrad von Schlesien-Glogau (17.1.1180/90), Herzog Mieszko I. von Ober-Schlesien ( 16.5.1211), Königin Richeza von Kastilien-Leon (16.6.1185), Burggraf Friedrich I. von Regensburg ( 17.7.1181/82), Burggraf Heinrich IV. von Regensburg ( 4.1.1185), Äbtissin Adelheid in Regensburg (um 1180)
Enkel von
Herzog Friedrich II. Einauge von Schwaben (4./6.4.1147) und der Judith von Bayern
Ur-Enkel von Herzog Friedrich I. von Schwaben (
3.9.1105) und der Agnes von Waiblingen
Ur-Ur-Enkel vom Römischen Kaiser HEINRICH IV. (
7.8.1106)

Lexikon des Mittelalters: Band VI Seite 2056
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1. Philipp von Schwaben, römisch-deutscher König
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* August 1177, (ermordet) 21. Juni 1208 in Bamberg

Begraben: Dom zu Speyer

jüngster Sohn Kaiser Friedrichs I. Barbarossa und seiner Gemahlin Beatrix von Burgund

  oo 25. Mai 1197 Irene-Maria, Tochter des byzantinischen Kaisers Isaak II. Angelos und Witwe König Rogers III. von Sizilien

nur Töchter:
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Beatrix
oo 1212 Kaiser Otto IV.
Maria
oo Herzog Heinrich II. von Brabant
Kunigunde
oo König Wenzel I. von Böhmen
Beatrix II.
oo 1219 König Ferdinand III. von Kastilien

Von seinem Vater zur geistlichen Laufbahn bestimmt, erscheint Philipp bereits 1189-1190 als Propst des Aachener Marienstifts.
Sein Bruder, Kaiser HEINRICH VI., übertrug ihm 1192 das Bistum Würzburg, ließ ihn jedoch Mitte 1193 in den weltlichen Stand zurücktreten.
Wie schon 1191 begleitete er 1194 seinen Bruder nach Italien und nahm an der Eroberung des Normannen-Reiches teil.
Im April 1195 wurde
Philipp von HEINRICH VI. mit dem Herzogtum Tuszien und den Mathildischen Gütern belehnt.
Nach dem Tode seiner älteren Brüder, Herzog Friedrichs V. von Schwaben 1191 und Herzog Konrads von Rothenburg 1196, wurde ihm zusätzlich das Herzogtum Schwaben übertragen.
Im September 1197 zog
Philipp auf Geheiß HEINRICHS VI. nach Italien, um dessen dreijährigen Sohn Friedrich-Roger (Friedrich II.) nach Deutschland zur Königskrönung zu geleiten. Bei Montefiascone erhielt er die Nachricht vom Tode des Kaisers (28. September). Während Philipp angesichts der in Italien gegen die deutsche Herrschaft ausbrechenden Aufstände mit Mühe heimwärts ziehen konnte, löste Konstanze, die Gemahlin HEINRICHS VI., die Verbindung Siziliens zum Imperium und unterstellte ihren Sohn der Vormundschaft des Papstes.
Obwohl die Fürsten im Heiligen Land ihren Treueid auf den gewählten Kaiser-Sohn erneuerten, nahm der Kölner Erzbischof Adolf von Altena die Resignation als gegeben hin und versuchte, die STAUFER überhaupt von der Krone auszuschließen. Angesichts der antistaufischen Umtriebe und der Gefahr, daß die Krone dem staufischen Haus verlorengehen könnte, ließ sich
Philipp, der sich als Sachwalter der Interessen seines Neffen sah, im März 1198 in Thüringen widerstrebend von dem am staufischen Kaiser-Haus festhaltenden Fürsten zum König wählen.
Die antistaufische Opposition wählte daraufhin unter dem Einfluß der am Englandhandel interessierten Kölner Bürgerschaft und auf Initiative des englischen Königs Richard Löwenherz am 9. Juni 1198 den WELFEN OTTO IV. zum König, der sich im raschen Zugriff Aachens bemächtigte, wo er am 12. Juli 1198 durch Erzbischof Adolf von Köln mit nachgebildeten Insignien die Krönung erhielt.

PHILIPP
wurde zwar am 8. September mit den echten Insignien gekrönt, aber am falschen Ort in Mainz und nur durch den Erzbischof von Tarentaise.
Beide Könige schickten traditionsgemäß ihre Wahlanzeige an den Papst. In dieser Situation verstand es Innozenz III., eine Schiedsrichterrolle im deutschen Thronstreit zu beanspruchen, um letztlich dem Kandidaten seine Zustimmung zu erteilen, der bereit war, auf die päpstlichen Forderungen einzugehen. Gleichzeitig geriet Deutschland in das Fahrwasser des englisch-französischen Gegensatzes, da
PHILIPP VON SCHWABEN das staufisch-kapetingische Bündnis erweiterte und dem französischen König Philipp II. August Militärhilfe gegen den englischen König Johann Ohneland versprach, der OTTO IV. großzügig mit Geld unterstützte.
Um die Jahreswende 1200/01 entschied sich Innozenz III. öffentlich für Otto IV. (»Deliberatio de tribus electis«, »Venerabilem«). Anders als OTTO IV. erkannte die staufische Partei die von Innozenz in Italien ins Werk gesetzte territoriale Gestaltung nicht an und protestierte gegen die kuriale Einmischung in die deutsche Königswahl. Da
PHILIPP VON SCHWABEN über größere materielle und finanzielle Ressourcen als sein Gegenspieler verfügte, dem nach dem Scheitern von König Johann Ohneland in Frankreich die englische Unterstützung fehlte, gewann er allmählich die Oberhand über OTTO IV. Viele Parteigänger des WELFEN, unter anderem Erzbischof Adolf von Köln und OTTOS eigener Bruder, Pfalzgraf Heinrich, liefen zu PHILIPP über, der am 27. Juli 1206 bei Wassenberg OTTO IV. schlug. Als sich PHILIPP VON SCHWABEN weitgehend in Deutschland durchgesetzt hatte und es zu einer Annäherung mit Innozenz III. kam, der den erfolglosen OTTO fallen ließ, wurde PHILIPP VON SCHWABEN am 21. Juni 1208 von dem bayerischen Pfalzgrafen Otto von Wittelsbach allem Anschein nach aus privater Rache ermordet.
Für die von Hucker geäußerte Vermutung, daß
PHILIPP VON SCHWABEN möglicherweise Opfer eines Staatsstreiches wurde, fehlen bislang die Beweise. Unklar ist auch, ob oder in welchem Umfang PHILIPP VON SCHWABEN für die Eroberung Konstantinopels im Rahmen des 4. Kreuzzugs verantwortlich war.
P. Thorau

Quellen und Literatur:
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RI V - E. Winkelmann, Ph. v. Sch. und Otto IV. v. Braunschweig, 2 Bde, 1871-1878 - B.U. Hucker, O. IV. 1990, 95


Bedürftig Friedemann: Seite 180
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"Taschenlexikon Staufer"

PHILIPP VON SCHWABEN
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* um 1175, 21.6.1208
                     Bamberg

Nur der Bischof von Speyer und der Truchseß von Waldburg waren beim König, als der Mann mit dem bloßen Schwert das Zimmer betrat. "Steck das Schwert in die Scheide, hier ist nicht der Ort, es zu gebrauchen", sagte der König. Aber der andere schrie: "Hier ist der Ort, deinen Verrat zu bestrafen" sprang vor und hieb dem König in den Hals. Tödlich verwundet sank dieser hin. Der Truchseß, der seinem Herrn helfen wollte, bekam einen Hieb ab, der Mörder aber floh.
Tatort: die Pfalz des Bischofs von Bamberg
Täter: Pfalzgraf Otto von Wittelsbach
Opfer: PHILIPP VON SCHWABEN, König von Deutschland
Die Mordtat von Bamberg beendete eine Herrscherlaufbahn, die eigentlich gerade erst beginnen sollte. Als jüngster Sohn FRIEDRICHS I. BARBAROSSAS ursprünglich für den geistlichen Beruf bestimmt, gab PHILIPP diesen jedoch 1193 auf und beteiligte sich am Italienzug HEINRICHS VI. 1195 wurde er mit dem Herzogtum Tuszien und den Mathildischen Gütern belehnt, nach dem Tod seiner Brüder, Friedrichs V. von Schwaben (1191) und Konrads von Riothenburg (1196), auch mit dem Herzogtum Schwaben.
1197 heiratete er die byzantinische Prinzessin Irene, die Witwe König Rogers III. von Sizilien. In den Wirren nach dem Tod HEINRICHS VI. (28.9.1197) stellte ihn die STAUFER-Partei als Kandidaten für den Königsthron gegen den WELFEN OTTO IV. auf. PHILIPP wollte davon zunächst nichts wissen, ließ sich dann aber doch bei der Doppelwahl von1198 in Mainz zum König krönen. Er sicherte sich außenpolitisch durch ein Bündnis mit dem französischen König Philipp II. August ab; der staufisch-welfische Gegensatz geriet so in das Fahrwasser der englisch-französischen Auseinandersetzungen. Als Papst Innozenz III., dem beide Könige ihre Wahlanzeige geschickt hatten, sich um die Jahreswende 1200/1201 für den WELFEN als legitimen König aussprach, ignorierte PHILIPP das päpstliche Votum. Im Besitz größerer materieller und finanzieller Ressourcen als sein Gegner, gewann er langsam die Oberhand im Reich. Am 27. Juli 1206 besiegte er OTTO in der Schlacht bei Wassserburg (bei Erkelenz). Da der Papst bald danach auf Distanz zum glücklosen WELFEN ging und das geänderte Machtverhältnis in Deutschland anerkannte, schien für PHILIPP der Weg zur unangefochtenen Herrschaft frei. Just in dieser Situation aber wurde er ermordet. Ein politisches Motiv stand vermutlich nicht hinter der Tat von Bamberg.
Otto von Wittelsbach
soll sich für eine oder sogar zwei geplatzte Verlobungen grerächt haben. Dem Pfalzgrafen war 1203 PHILIPPS Tochter Beatrix die Ältere versprochen worden, die Verbindung wurde aber später gelöst. 1207/1208, kurz vor dem Mord also, soll das Eheprojekt kurzzeitig wiederaufgenommen worden sein; ungewiß aber, ob diesmal die vorige Beatrix oder eine jüngere Schwester gleichen Namens die Braut sein sollte. Auf jeden Fall kam Otto von Wittelsbach nach der Tat nicht davon: Am 5. März 1209 wurde er bei Regensburg von Marschall Heinrich von Kalden und dem Sohn eines früher von ihm ermordeten Edlen getötet.


Decker-Hauff Hansmartin: Band III Seite 356
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"Die Zeit der Staufer"

IX. GENERATION

70 (44) PHILIPP VON SCHWABEN
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* 1176 oder Sommer 1177, 21.6.1208 ermordet durch Otto von Wittelsbach
Ober-Italien                         Bamberg

Begraben: Bamberger Dom 22.6.1208 neben König KONRAD III., durch Kaiser FRIEDRICH II. nach Speyer übertragen, dort beigesetzt Weihnachtstag 1213

zum Geistlichen bestimmt, Schüler in Köln, PROPST des MARIENSTIFTES AACHEN 1189 (vor 26.4.), ERWÄHLTER (aber noch nicht geweihter) BISCHOF von WÜRZBURG Oktober 1190 bis spätestens Januar 1192, tritt in den Laienstand zurück Mai/Juni 1193,
HERZOG von TUSCIEN 1195,
HERZOG von SCHWABEN 1186,
erste Königskrönung Mainz 8.9.1198,
zweite Königskrönung Aachen 6.1.1205

 Bari (Dom oder san Nicola? 2./3.4.1195
  oo IRENE (in Deutschland auch MARIA) VON BYZANZ aus dem Hause ANGELOS
       * 1181 (oder schon Ende 118?), 27.8.1208
        Konstantinopel                          Burg Hohenstaufen

Begraben: Kloster Lorch

Tochter des Kaisers Isaak II. von Byzanz aus dem Hause ANGELOS (1155-1204), Kaiser 1185-1195, gestürzt und geblendet 1195, nochmals Kaiser 1203-1204, und seiner Gattin Irene, Prinzessin von Byzanz aus dem Hause der KOMNENEN (1166-1184), Tochter des nach seinem Sturz im Kerker ermordeten Kaisers Andronikos Komnenos

Kinder von PHILIPP und Irene:
80 (Maria)
81 (Kaiserin Beatrix)
82 (? Rainald)
83 (Kunigunde)
84 (Beatrix/Elisabeth/Isabella)
85 (? Friedrich)
86 (Beatrix posthuma)


Brandenburg Erich: Tafel 23 Seite 47
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"Die Nachkommen Karls des Großen"

XIII. 361. PHILIPP
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* vor 1178 26.VII. (ca. 1176), 1208 21.VI.

anfangs GEISTLICHER, zum BISCHOF von WÜRZBURG gewählt 1191, wird weltlich  HERZOG von SCHWABEN 1196, KÖNIG 1198

Gemahlin:
------------
1197
IRENE, Tochter des Kaisers Isaak von Byzanz

    1208 27.VIII.


Schwennicke Detlev: Tafel 15
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

PHILIPP VON SCHWABEN
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* (II./III.1177), ermordet durch Otto von Wittelsbach Bamberg 21.VI.1208

Begraben: Speyer Dom

1189/90 PROPST von ST. MARIEN zu AACHEN
1190/93 ELEKT von WÜRZBURG
1195 HERZOG (DUX) VON TUSCIEN
1196 HERZOG VON SCHWABEN
Ichterhausen 6. und Mühlhausen/Thüringen 8.III.1198 gewählt
Mainz 8. IX 1198 gekrönt KÖNIG

 25.V.1197
  oo EIRENE/MARIA VON BYZANZ
       * 1181, Burg Hohenstaufen 27.VIII.1208

Begraben: Kloster Lorch

Tochter von Kaiser Isaak II. Angelos


Höflinger Klaus: Seite 309
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"König Philipp von Schwaben (1198-1208) und Kaiser Otto IV. (1198-1218)", in: Mittelalterliche Herrscher in Lebensbildern

KÖNIG PHILIPP VON SCHWABEN
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* 1176 oder Sommer 1177 (in Ober-Italien)
21.6.1208 in Bamberg (ermordet durch Otto von Wittelsbach)

Grabstätte: Dom zu Bamberg, 1213 in den Dom zu Speyer überführt

Eltern: Kaiser FRIEDRICH I. und Beatrix

  oo Bari 2./3.4.1195
       IRENE/MARIA VON BYZANZ
       * 1181 in Konstantinopel
       27.8.1208 auf der Burg Hohenstaufen

Grabstätte: Benediktiner-Abtei Lorch

Eltern: Kaiser Isaak II. Angelos von Byzanz ( 1204) und Irene ( 1184), Tochter des Kaisers Andronikos Komnenos von Byzanz

1189: PROPST des AACHENER MARIENSTIFTS
1190: ELEKT von WÜRZBURG
1195: HERZOG von TUSZIEN
1196: HERZOG von SCHWABEN
6./8.3.1198: in Ichtershausen und Mühlhausen zum RÖMISCHEN KÖNIG gewählt
8.9.1198: in Mainz zum römischen König gekrönt
6.1.1205: in Aachen zum zweiten Mal zum RÖMISCHEN KÖNIG König gekrönt


PHILIPP wurde von seinem Vater für die kirchliche Laufbahn bestimmt; er wurde 1189 Propst von Aachen und Bischof von Würzburg. Seit 1195 Herzog von Tuszien, wurde er nach der Ermordung seines Bruders Konrad mit Schwaben belehnt. Nach dem Zusammenbruch der Herrschaft seines Bruders HEINRICH VI. brach in Mittel-Italien ein Aufstand aus, der PHILIPP hinderte, seinen zum König gewählten Neffen zur Krönung nach Deutschland zu holen. Um die Krone in der Familie zu behalten, wählte am 6.3.1198 die staufische Partei in Thüringen, um welfisch-englischen Absichten zuvorzukommen, PHILIPP, den Bruder HEINRICHS VI., zum deutschen König. Am 9. Juni 1198 wählte die welfische Partei mit Unterstützung des gedemütigten Richard Löwenherz OTTO, Sohn Heinrichs des Löwen, zum deutschen König. Am 29.6.1198 erneuerte PHILIPP das staufisch-kapetingische Bündnis gegen die welfisch-englische Allianz. Der deutsche Thronstreit verkoppelte sich mit den englisch-französischen Auseinandersetzungen. Die in Speyer versammelten Anhänger PHILIPPS protestierten am 28.5.1199 gegen die Einmischung des Papstes und kündigten einen Romzug des STAUFERS an. PHILIPP, im Juli 1201 mit dem Kirchenbann belegt, konnte sich trotz der welfischen und päpstlichen Gegenwehr im Reich durchsetzen. 1206/07 verhandelte die Kurie mit PHILIPP, der im deutschen Thronstreit die Oberhand behielt und sagte ihm die Anerkennung als König und die Kaiserkrönung zu. Am 2.2.1207 übergab PHILIPP Livland als Reichslehen an Bischof Albert und machte es damit zum Bestandteil des Deutschen Reiches. PHILIPP rüstete zu einem Feldzug gegen Braunschweig, um OTTO IV. zur Abdankung zu zwingen. In Bamberg wurde er durch Pfalzgraf Otto von Wittelsbach ermordet, weil er eine seiner Töchter nicht mit diesem verloben wollte. König PHILIPP war alles andere als der geborene Herrschertyp und ganz das Gegenteil seines brutalen und verschlagenen Bruders HEINRICH VI. In seiner Redlichkeit und Ritterlichkeit war er seinem Vater sehr ähnlich, ohne aber dessen Durchsetzungskraft zu besitzen. Große Taten vollbrachte König PHILIPP nicht, aber er hat durch seine harmlose Liebenswürdigkeit und durch seinen männlich jugendlichen Charme die Zuneigung des Volkes besessen, dessen Interessen er gerecht vertreten hat. PHILIPP war ein ehrenwerter Mann. Er ruht in der Königsgruft des Speyerer Doms.
 
 
 
 

 1197
  oo 2. Irene von Byzanz, Tochter des Kaisers Isaak II. Angelos
           1178 27.8.1208
 
 
 
 

Kinder:

  Beatrix die Ältere
  1198 11.8.1212

22.1.1212
  oo OTTO IV. König des Deutschen Reiches
       118219.5.1218

  Kunigunde
  1199 13.9.1248

 1216
  oo Wenzel I. König von Böhmen
       1205 22.9.1253

  Maria
  vor 1206 1235

 1215
  oo 1. Heinrich II. Herzog von Brabant
           1207 1.2.1248

  Beatrix die Jüngere
  1203 5.11.1235

30.11.1219
   oo Ferdinand III. König von Kastilien
       1199 30.5.1252
 
 
 
 

Literatur:
------------
Ahlers Jens: Die Welfen und die englischen Könige 1165-1235. Verlag August Lax Hildesheim 1987 Seite 10-258 - Akermann Manfred: Die Staufer. Ein europäisches Herrschergeschlecht. Konrad Theiß Verlag Stuttgart 2003 - Ay, Karl-Ludwig/Maier, Lorenz/Jahn Joachim: Die Welfen. Landesgeschichtliche Aspekte ihrer Herrschaft. Universitätsverlag Konstanz GmbH 1998 - Bedürftig Friedemann: Taschenlexikon Staufer. Piper Verlag GmbH München 2000 Seite 180 -
Berg Dieter: Die Anjou-Plantagenets. Die englischen Könige im Europa des Mittelalters. Verlag W. Kohlhammer 2003 Seite 88,101 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 23 Seite 47 - Csendes, Peter: Heinrich VI., Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Wiesbaden 1993, Seite 28,29,129,146,156,159,165,169,171,178,180,189,194,195,197,207,213,216,220 - Csendes Peter: Philipp von Schwaben. Ein Staufer im Kampf um die Macht. Primus Verlag 2003 - Decker-Hauf Hansmartin: Die Zeit der Staufer. Geschichte - Kunst - Kultur. Katalog der Ausstellung Stuttgart 1977 Band III Seite 356 - DIE ANDECHS-MERANIER IN FRANKEN. Europäisches Fürstentum im Hochmittelalter. Verlag Philipp von Zabern Mainz 1998 Seite 29-37,63,103,111-113,115-123-129,149,160,187,214,251, 283,285,295,307-310,364 - Die Salier und das Reich, hg. Stefan Weinfurter, Jan Thorbecke Verlag 1991, Band I Seite 175,224 - Die Staufer im Süden. Sizilien und das Reich, hg. von Theo Kölzer, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1996, Seite 25,105,110,154,169 A. 151,217,219,260, 261 - Engels, Odilo: Die Staufer. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln 1972, Seite 108,114,115,120-126,134, 149,158 - Engels, Odilo: Stauferstudien. Beiträge zur Geschichte der Staufer im 12. Jahrhundert, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1996, Seite 48 A,126,157,257 - Giese, Wolfgang: Der Stamm der Sachsen und das Reich in ottonischer und salischer Zeit. Franz Steiner Verlag Wiesbaden 1979, Seite 204,207-212,215,220 - Giesebrecht Wilhelm von: Geschichte der deutschen Kaiserzeit. Band 1- Band 6, Mundus Verlag 2000 - Horst, Eberhard: Friedrich der Staufer, Claassen Verlag Düsseldorf 1989, Seite 22,36,51 - Hucker Bernd Ulrich: Otto IV. Der wiederentdeckte Kaiser. insel taschenbuch 2557 2003 - Jaeckel, Gerhard: Die deutschen Kaiser. 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Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221, Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 1997, Seite 61,64,72,91,93,102,110,136,195,234,257,288,290,325,330 - Pleticha, Heinrich: Deutsche Geschichte in 12 Bänden. Verlagsgruppe Bertelsmann GmbH/Lexikothek Verlag GmbH, Gütersloh 1982 - Pohl Walter: Die Welt der Babenberger. Schleier, Kreuz und Schwert, hg. von Brigitta Vacha, Verlag Styria, Seite 188,218-225,245 - Schulze Hans K: Das Reich und die Deutschen. Hegemoniales Kaisertum. Ottonen und Salier. Siedler Verlag - Schwarzmaier, Hansmartin: Die Heimat der Staufer. Bilder und Dokumente aus einhundert Jahren staufischer Geschichte in Südwestdeutschland, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1976 Seite 10,17, 21,43,78,91 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 15 - Stälin, Paul Friedrich: Geschichte Württembergs, Gotha 1882 - Stürner, Wolfgang: Friedrich II. 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