Begraben: St. Blasius zu Braunschweig
3. Sohn des Herzogs
Heinrich
XII. der Löwe von Bayern-Sachsen († 6.8.1195) aus dem Hause der WELFEN
aus
seiner 2. Ehe mit der Mathilde von England,
Tochter von König
Heinrich II. († 6.7.1189) und der Eleonore von Aquitanien
Bruder
von Pfalzgraf Heinrich I. bei
Rhein († 28.4.1227), Lothar von Sachsen († 15.10.1190), Graf Wilhelm von Lüneburg († 12.12. 1213),
Gräfin Mathilde von Perche († 13.1.1209/10),
Königin Richza von Dänemark († 1204), Stief-Bruder von Königin Gertrud von
Dänemark († 1.8.1196), Richenza von
Sachsen (†
14.2.1167), Heinrich von Sachsen (†
1.11.), Herzogin Mathilde von Mecklenburg
Neffe von Wilhelm von England (†
1156), König Heinrich
(III.) von
England († 11.6.1183), König Richard
I. Löwenherz von England († 6.4.1199), Herzog Gottfried
II. der Bretagne († 19.8.1186), Königin Eleonore von Kastilien († 21.10.1214), Königin Johanna von Sizilien († 24.9.1199), König Johann
Ohneland von
England († 19.10.1216), Graf Wilhelm
II. Longespee von
Salisbury († 7.3.1226), Erzbischof Gottfried Bischof von York († 1212)
Cousin von König Heinrich III. von England († 16.11.1272),
König Richard
von Deutschland († 2.4.1272), Königin Johanna von Schottland
(† 4.3.1238), Gräfin Eleonore von Pembroke († 1275), der Römischen
Kasiserin Isabella von
England (†
1.12.1241),
von
Graf Arthur I. von Bretagne († 3.4.1203),
Eleonore von Anjou-Bretagne († 1241),
Königin
Blanka von Frankreich († 30.11. 1252), Königin Urraca von Portugal († 3.11.1220), Königin Eleonore von Aragon († 1244), Äbtissin Konstanze von Las Huelgas († 1243), Erb-Infant Ferdinand von Kastilien (†
10.1211),
Königin Berengaria von Leon (†
8.11.1246), König
Heinrich I. von Kastilien (†
6.6.
1217)
Enkel von Herzog
Heinrich
X. dem
Stolzen von Bayern-Sachsen († 20.10.1139)
und der Gertrud von Supplinburg
Ur-Enkel vom Römischen Kaiser LOTHAR III.
VON SUPPLINBURG († 4.12.1137)
(Cousin seines Vaters) Verwandter
vom Römischen Kaiser FRIEDRICH
I. BARBAROSSA († 10.6.1190
ertrunken)
Lexikon des Mittelalters: Band VI
Spalte 1570
********************
OTTO IV., römisch-deutscher König und
Kaiser
--------------
* wahrscheinlich 1175 oder 1176, †
19. Mai 1218
Braunschweig
auf der Harzburg
Begraben: St. Blasius zu Braunschweig
3. Sohn Herzog Heinrichs des Löwen und der Mathilde, Tochter König Heinrichs II. von England
oo 22. Juli 1212 Beatrix, Tochter PHILIPPS VON SCHWABEN
Ehe kinderlos
Die Wahl des Namens könnte unter
Anknüpfung
an die ottonischen Kaiser des 10.
Jahrhunderts
ein Hinweis auf den Königsgedanken Heinrichs des Löwen
und das Selbstverständnis des welfischen
Hauses sein. Ursprünglich
wohl als Erbe des Herzogtums Bayern
ausersehen, wurde OTTO IV. nach dem
Sturz Heinrichs des Löwen
der Obhut seines Oheims Heinrich
II. [richtig: Großvaters] anvertraut. Seit 1182
wuchs er am englischen
Königshof beziehungsweise in der Normandie
auf, wo er Gunst und Freundschaft von Richard
Löwenherz erlangte. Richards Versuch,
OTTO
IV. 1190 mit der Grafschaft York auszustatten, scheiterten
ebenso
wie der Plan, ihm über eine Heirat die schottische
Krone zu
verschaffen.
1196 wurde OTTO mit der Grafschaft
Poitou belehnt, was ihm den Titel eines Herzogs von Aquitanien
einbrachte. Er bewährte sich im Krieg gegen Frankreich als
Heerführer
König
Richards. Als nach dem Tod
Kaiser HEINRICHS
VI. dessen Gemahlin
Konstanze
die
Verbindung Siziliens zum Imperium löste und ihren Sohn FRIEDRICH
ROGER der Vormundschaft des Papstes unterstellte,
wählten
die am staufischen Kaiser-Haus
festhaltenden
Fürsten den Bruder HEINRICHS, Herzog Philipp
von Schwaben, im März 1198 in Thüringen zum
König.
Die anti-staufische Opposition
beschloß
unter dem Einfluß der am England-Handel interessierten
Kölner
Bürgerschaft und auf Initiative von Richard
Löwenherz, dem STAUFER
einen WELFEN
entgegenzustellen. Obwohl
kein Reichsfürst, wurde OTTO IV. -
sein ursprünglich ins Auge gefaßter älterer Bruder Heinrich
befand sich noch auf dem Kreuzzug - am 9. Juni 1198 von den STAUFER-Gegnern
zum
König gewählt. OTTO IV. bemächtigte
sich im raschen Zugriff Aachens, wo er am 12. Juli 1198 von Erzbischof
Adolf von Köln
mit nachgebildeten Insignien gekrönt wurde. Er
versprach, die Rechte und Besitzungen der Kirche anzuerkennen und auf
das
Spolienrecht zu verzichten. In dieser Situation verstand es Innozenz III.,
eine Schiedsrichterrolle im deutschen Thronstreit zu banspruchen, um
letztlich
dem Kandidaten seine Zustimmung zu erteilen, der bereit war, auf die
päpstlichen
Forderungen einzugehen. Gleichzeitig geriet Deutschland in das
Fahrwasser
des englisch-französischen Gegensatzes, da König
PHILIPP VON SCHWABEN das staufisch-kapetingische
Bündnis erneuerte und Militärhilfe gegen England versprach,
das
OTTO
IV. großzügig mit Geld unterstützte.
Um die Jahreswende 1200/01 entschied sich Innozenz III.
öffentlich für
OTTO IV. ("Deliberatio
de tribus electis", "Venerabilem"). Während die staufische
Partei
die von Innozenz in
Italien ins Werk gesetzte territoriale Gestaltung nicht
anerkannte und gegen die kuriale Einmischung in die deutsche
Königswahl
protestierte, beschwor OTTO IV. am
1. März in Neuß unter anderem die päpstliche
Rekuperationen
anzuerkennen und den Papst in Sizilien zu unterstützen. Trotz der
päpstlichen Hilfe verschlechterte sich die Lage OTTOS
IV. zusehends, da er in Deutschland als Landfremder nicht
über
die materiellen und finanziellen Resourcen wie sein Gegenspieler
verfügte
und ihm nach dem Scheitern König
Johanns
Ohneland in Frankreich vollends die englische Unterstützung
fehlte. Viele seiner Parteigänger, unter anderem sein Bruder, der
rheinische
Pfalzgraf Heinrich
und Erzbischof Adolf von
Köln, liefen zu
PHILIPP
über. Nachdem OTTO IV. am 27.
Juli 1206 bei Wassenberg von PHILIPP
geschlagen worden war, ließ ihn auch Innozenz III. fallen. Als PHILIPP
sich
in Deutschland weitgehend durchgesetzt hatte, wurde er am 21. Juni 1208
von dem bayerischen
Pfalzgrafen, Otto von
Wittelsbach, in Bamberg ermordet.
OTTO
IV. verlobte sich mit PHILIPPS
Tochter und wurde mit Unterstützung der staufisch
gesinnten Reichsdienstmannen allgemein als König anerkannt. Nach
seiner
Nachwahl am 11. November 1208 setzte sich OTTO
erfolgreich
für die Wahrung des Landfriedens ein und erneuerte ohne
fürstliche
Zeugen den Neußer Eid. Innozenz
III. verlangte hingegen die reichsrechtliche
Sanktionierung dieser Versprechen durch die Fürsten. OTTO
IV. vertröstete ihn bis nach
der Kaiserkrönung, die Innozenz
nicht ohne Bedenken am 4. Oktober
1209 vollzog. OTTO IV. begriff
wahrscheinlich
das Kaisertum und das Imperium als transpersonale Größen,
deren
Interessen es zu wahren galt. Er setzte sich über den Neußer
Eid hinweg und betrieb, unter Anknüpfung an die Verhältnisse
unter HEINRICH VI., die Wiederherstellung
der Reichsgewalt in Italien, wobei er dem Papst die kaiserliche
plenitudo
potestatis entgegensetzte. Unter anderem ging er daran, Sizilien zu
erobern, und stand im Herbst 1212 in Kalabrien, wo er auf die Flotte
wartete,
die ihn auf die Insel übersetzen sollte. Auf Betreiben des französischen
Königs
Philipp August und mit den Einverständnis des
Papstes, der inzwischen
OTTO IV. gebannt
hatte, wählten in dieser Situation einige Fürsten den jungen
König von Sizilien,
FRIEDRICH ROGER,
zum zukünftigen Kaiser. Um den Aufstand niederzuwerfen, eilte OTTO
IV. nach Deutschland zurück. Als nach anfänglichen
Erfolgen OTTOS IV. im September 1212
FRIEDRICH
in Konstanz einzog und OTTOS IV. staufische Gemahlin
starb, fiel der alte staufische Anhang
reihenweise von ihm ab. Ein übriges taten das französische
Geld
und die vom Reichskanzler, Bischof Konrad von Speyer,
veröffentlichten
Reformpläne des Kaisers mit ihrer negativen Wirkung auf Kirche und
Fürsten. Während sich OTTO IV. zunächst
nach Köln, dann nach Sachsen zurückziehen mußte und er
sich schließlich nach Dänemark und England begab, wurde
FRIEDRICH
II. am 5. Dezember 1212 von der Mehrheit der Fürsten erneut
zum König gewählt und vier Tage später in Mainz
gekrönt.
Keiner der beiden rivalisierenden Könige konnte indes den anderen
militärisch niederringen. Die Entscheidung fiel im
französich-englischen
Krieg, in den sich OTTO IV. als
Verbündeter
Johanns
Ohneland eingeschaltet hatte. Am 27. Juli 1214 errang
Philipp August bei Bouvines einen überragenden Sieg, und
OTTO
IV. verlor mit seiner Niederlage auch den Kampf um Deutschland.
Meist zu negativ betrachtet, wurde OTTO
IV.
das Opfer einer staufisch gesinnten
Geschichtsschreibung; das von Burchard
von Ursberg über ihn gefällte
Urteil "superbus et stultus, sed fortis" ist sicher
unzutreffend.
Literatur:
------------
E. Winkelmann, Philipp v. Schwaben und O. IV. v.
Braunschweig,
2 Bde, 1873-1978 - B. U. Hucker, O. IV., 1990.
XIII.
353b. OTTO IV.
-----------------------------
* ca. 1177, †
1218 19.V.
GRAF von POITOU, DEUTSCHER KÖNIG 1198 29.III., KAISER 1209 4.X.
Gemahlinnen:
-----------------
a) 1212 22.VII.
BEATRIX, Tochter König
PHILIPPS
VON SCHWABEN (siehe XIV. 527.)
†
1241 28.III.
b) 1214 19.V.
MARIE, Tochter Herzog Heinrichs I. von
Brabant (siehe XIV. 596.)
† nach
1260 9. III., vor 12.X.
OTTO IV.
--------------
* (1176-1177) †
auf der Harzburg
19.V.1218
Begraben: Braunschweig
Aachen 12.VII.1198 als KÖNIG
gekrönt
Frankfurt 11.XI.1208 Nachwahl
Rom 4.X.1209 KAISER
Nordhausen
1. oo
BEATRIX VON STAUFEN
* (1198), † 11.VII.1212
Begraben: Braunschweig Dom
Tochter von König PHILIPP VON SCHWABEN
Maastricht 19.V.1214
2. oo
MARIA VON BRABANT
, test. 9. III 1260, 14.VI.1260 †
Begraben: Löwen St. Peter
Tochter von Herzog Heinrich I.
(oo II. VIII.1220 Wilhelm I. Graf von Holland † 4.II.1222)
KAISER OTTO IV.
--------------------------
* 1175/77 in Sachsen (?)
† 19.5.1218
auf der Harzburg
Grabstätte: Dom zu Braunschweig
Vater: Heinrich der Löwe, Sohn Heinrichs des
Stolzen, Herzog von Bayern und Sachsen († 1139),
und der Gertrud von Supplinburg
(† 1143),
Tochter Kaiser LOHARS III.
* 1132/33
† 6.8.1195
in Braunschweig
Grabstätte: Dom zu Braunschweig
Mutter: Mathilde († 1189),
Tochter König Heinrichs
II. von England († 1189),
und der Eleonore von Poitou († 1204),
Tochter
des Guillaume, Grafen
von Poitou, Herzogs von Aquitanien († 1137)
* 1156
† 28.6.1189
in Braunschweig
Grabstätte: Dom zu Braunschweig
24.5.1209 in Würzburg
(verlobt seit
Sommer 1207)
1. oo
BEATRIX VON SCHWABEN
* April/Juni 1198 in Worms
† 11.8.1212
in Nordhausen
Grabstätte: Dom zu Braunschweig
Eltern: König PHILIPP VON SCHWABEN und Irene, Tochter Kaiser Isaaks II. Angelos von Byzanz
19.5.1214 in Aachen
2. oo
MARIA VON BRABANT (mit ihr
schon 1198 verlobt)
* (1191), † (nach
9.3., vor 14.6.) 1260
Grabstätte: Löwen, St. Peter
Eltern: Heinrich I., Herzog von Brabant († 1235), und Mathilde († 1210/11), Tochter des Matthäus vom Elsaß, Grafen von Boulogne
9.6.1198: in Köln von
niederrheinisch-westfälischen
Fürsten zum RÖMISCHEN KÖNIG gewählt
12.7.1198: in Aachen zum RÖMISCHEN
KÖNIG gekrönt
11.11.1208: Neuwahl in Frankfurt
4.10.1209: in Rom von Papst Innozenz III. zum KAISER
gekrönt
Jordan Karl: Seite
214-216,230-232
**********
"Heinrich der Löwe"
Gegen Ende Juli des Jahres 1182 trat Heinrich der Löwe
von
Braunschweig aus die Fahrt in die Verbannung zu seinem Schwieger-Vater
Heinrich
II. von England
an. In seiner Begleitung befanden sich seine
Gemahlin Mathilde, ihre einzige Tochter
Richenza,
die an Stelle dieses im anglonormannischen Bereich ganz
ungewöhnlichen
Namen fortan den Namen ihrer Mutter Mathilde
annahm, ferner Heinrich
und Otto, der erste und der dritte
Sohn des Herzogspaares. Erst im Frühjahr 1185 setze
Heinrich
und Mathilde mit ihrem Gefolge nach
der Normandie über und kehrten im Herbst nach Braunschweig
zurück.
Auf jeden Fall kam ihr ältester Sohn Heinrich mit nach
Deutschland,
wo wir ihn in der Folgezeit wiederholt in der Umgebung seines Vaters
sehen.
Vielleicht kehrte auch Otto für
kurzer Zeit nach Sachsen zurück.
Schon vorher hatte Heinrich der Löwe in den
ersten Apriltagen des Jahres 1189 zur Zeit des Osterfestes zusammen mit
seinem Sohn Heinrich
Sachsen verlassen und die Reise nach England
angetreten. Von den übrigen Söhnen hielten sich Otto
und
Wilhelm
bereits
in England auf.
Dafür, dass Richard
Löwenherz
von England seine Verpflichtungen einhalten würde, stellte
er dem Kaiser die beiden jüngeren Söhne Heinrichs des Löwen,
Otto
und Wilhelm, die sich
damals in England aufhielten, als Geiseln.
Nach der Aussöhnung zwischen STAUFERN
und WELFEN
in der Pfalz Tilleda im
März 1194 hatte sein Onkel König Richard
für den damals etwa 17-jährigen Otto
die Erlaubnis erwirken wollen, dass er unter Aufhebung seiner
Geiselhaft
den Kaiser ebenfalls nach Italien begleiten dürfe. HEINRICH
VI. lehnte dies aus
Mißtrauen
gegenüber den WELFEN ab,
gewährte
aber Otto während dieser Geiselhaft
gewisse Erleichterungen. Gegen Ende des Jahres wurde
Otto
freigelassen und begab sich sofort zum englischen König, der ihn
bald
mit der Grafschaft Poitou belehnte.
Schneidmüller Bernd: Seite
266
******************
"Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung."
Krankheit und Tod
Im Angesicht des Todes zog OTTO
IV. im Mai 1218 auf die Harzburg. Aktiv bis zum Schluß,
regelte er die letzten Dinge und machte seinen Frieden mit der Kirche.
Darüber unterrichteten OTTOS
Testament,
das erste urkundlich erhaltene politische Testament eines
mittelalterlichen
Kaisers, und ein vermutlich vom Zisterzienser-Abt
Friedrich von Walkenried
niedergeschriebener Augenzeugenbericht (Narratio de morte Ottonis
IV,.
imperatoris). Unter einer ruhrartigen Durchfallerkrankung leidend,
rief der Kaiser den Abt von Walkenried und Propst Goswin von St. Burchard/Halberstadt
zu sich, außerdem den Bischof von Hildesheim. Eine Rückschau
auf seine politischen Leistungen verband OTTO
unter Bußübungen mit einem umfassenden
Schuldbekenntnisüber
seine Verfehlungen gegenüber der römischen Kirche. Am 15. Mai
erlangte er die Zusage der Sündenvergebung. Am 18. Mai errichtete
er sein Testament, in dem er sich an die letzten Getreuen wandte, an
seinen
Bruder Pfalzgraf Heinrich,
an seine
Ministerialen und an die Braunschweiger
Bürger. Seine kaiserlichen Herrschaftszeichen - das heilige Kreuz,
die Lanze die Krone, ein Zahn Johannes' des Täufers und die
übrigen
Insignien mit Ausnahme des nach St. Aegidien/Braunschweig gestifteten
Mantels
- übertrug er dem Bruder mit der Auflage, sie nach einer Wartezeit
dem einmütig von den Fürsten gewählten Herrscher
auszuhändigen,
auch FRIEDRICH II. als dem "jetzt
Gewählten,
wenn sich die Fürsten auf ihn einigen." Kein Geld solle der Bruder
dafür annehmen, es sei denn, er könne das Erbe des Hauses (patrimonium)
dafür zurückgewinnen. In Einzelbestimmungen erwies sich der
Sterbende
als freigebiger, schenkender Herrscher, der insbesondere den Besitz des
Braunschweiger Stifts St. Blasius wie den Kirchenschatz mit fast allen
seinen Reliquien mehrte. Tags darauf, am 19. Mai 1218, starb OTTO
IV. auf der Harzburg. Albert
von Stade wußte später,
daß der Kaiser von solch "unsagbarer Reue ergriffen wurde,
daß
er seinen Köchen befahl, ihm auf den Hals zu treten". Bischof Siegfried
von Hildesheim bestattete den reuigen und wieder in den
Schoß der
Kirche aufgenommenen Herrscher in St. Blasius/Braunschweig, an der
Seite
seiner Eltern und seiner ersten Gemahlin Beatrix.
Hier festigte sich dadurch die welfische
Grablegetradition.
22.1.1212
1. oo Beatrix die Ältere von
Schwaben, Tochter
des Königs PHILIPPS
x 1198 †
11.8.1212
19.5.1214
2. oo 1. Maria von Brabant, Tochter des
Herzogs
Heinrich I.
x
um 1191 † nach
9.3.1260
Literatur:
-----------
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Die Welfen. Landesgeschichtliche Aspekte ihrer Herrschaft.
Universitätsverlag
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bewegt die Geschichte. Keil Verlag Bonn 1978 Seite 240,331,374,378,381
- Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen
Verlag
Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Seite 45 - Csendes,
Peter: Heinrich VI., Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Wiesbaden 1993,
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Herrschaft und Repräsentation. Jan Thorbecke Verlag 2003 - Giese,
Wolfgang: Der Stamm der Sachsen und das Reich in ottonischer und
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Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter. dtv-Bibliothek 1978 Band II
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UND SEINE ZEIT. Herrschaft und Repräsentation der Welfen
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Band
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Bernd: Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung. W. Kohlhammer GmbH
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Ottonen und Salier. Siedler Verlag - Schwennicke Detlev:
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Friedrich II. Teil 1: Die Königsherrschaft in Sizilien und
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Wolfgang: Friedrich II. Teil 2 Der Kaiser 1220-1250 Primus Verlag
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2000 Seite 23,61,65,76,83,136 - Thorau, Peter: Jahrbücher
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Humblot Berlin 1998 A - Töpfer, Bernhard: Philipp von
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Kaiser Friedrich II. 1. Band, Wissenschaftliche Buchgesellschaft
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1963, Seite 3-544 - Winkelmann Eduard: Kaiser Friedrich II. 2.
Band,
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12,63,66,67,181,274,362,378,382
- Winkelmann, Eduard: Jahrbücher der Deutschen Geschichte,
Philipp von Schwaben und Otto IV. von Braunschweig 1. Buch Verlag von
Duncker
& Humblot Leipzig 1873, Seite 14-566 - Winkelmann, Eduard:
Jahrbücher
der Deutschen Geschichte, Philipp von Schwaben und Otto IV. von
Braunschweig
2. Buch Verlag von Duncker & Humblot Leipzig 1873, Seite I 507 II
3,12,84,91,95,99,519,520,527-535,537
-