Partenheimer Lutz: Seite 141,143,151,165,169,172,175,177,279,327,334,337
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"Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg und des Fürstentums Anhalt."

Dann begab sich der Herrscher nach Goslar, wo er am 1. Januar 1158 von Heinrich dem Löwen die Burg Badenweiler eintauschte. In Goslar sind unter anderem nachweisbar die Metropoliten Wichmann von Magdeburg, Hartwig von Brenmen, Bischof Bruno von Hildesheim, Markgraf Dietrich von der Lausitz und dessen Bruder Graf Heinrich von Wettin, Pfalzgraf Friedrich von Sachsen, Graf Poppo von Blankenburg sowie Ludolf von Dassel.
Als Vogt - diesmal des Liebfrauenstifts zu Magdeburg - weilte der ASKANIER auch am 13. September 1159 in Elbeu. Damals übernahm Albrecht mit dem Sohn Otto Grundbesitz beim Dorf Mose (nördlich von Wolmirstedt), den der WETTINER Graf Dedo von Groitzsch dem Konvent verkauft hatte. Dabei waren unter anderem auch Erzbischof Wichmann von Magdeburg, Dedos Bruder Markgraf Dietrich von der Lausitz sowie Albrechts Schwager Graf Werner von Veltheim.
Anläßlich der Gründung des Domkapitels im Februar 1161 sind in Magdeburg neben dem Metropoliten, dem Bischof sowie den drei ASKANIERN unter anderem noch zugegen: Abt Arnold von Berge und Nienburg, die Pröpste Balderam vom Kloster Unser Lieben Frauen, Reiner von Leitzkau und Eckehard vom Lauterberg, die Markgrafen Otto von Meißen und Dietrich von der Lausitz sowie ihre Brüder Heinrich von Wettin und Dedo von Groitzsch, Burggraf Burchard von Magdeburg sowie die Grafen Burchard von Falkenstein und Baderich.
Im November 1164 trafen die drei ASKANIER in Bamberg unter anderem die Bischöfe Gero von Halberstadt und Johannes von Merseburg, Landgraf Ludwig den Eisernen von Thüringen sowie die wettinischen Brüder Markgraf Otto den Reichen von Meißen (Albrechts Schwiegersohn), Markgraf Dietrich von der Lausitz, Graf Dedo von Groitzsch (Vogt des Naumburger Hochstifts) und Graf Friedrich von Brehna.
Tatsächlich finden wir den Markgrafen erst wieder am 26. Februar 1165 in Altenburg, wohin sich der Kaiser inzwischen begeben hatte. Hierher waren unter anderem auch König Wladislaw von Böhmen, dessen Bruder Diepold, der Magdeburger Metropolit Wichmann, die Bischöfe von Verden, Meißen und Merseburg, Landgraf Ludwig der Eiserne von Thüringen, und alle fünf WETTINER, nämlich die Brüder Markgraf Otto der Reiche von Meißen, Markgraf Dietrich von der Lausitz sowie die Grafen Dedo von Groitzsch, Heinrich von Wettin und Friedrich von Brehna gekommen.
Belegt ist Albrechts Anwesenheit aber erst wieder am 18. März 1165 zu Erfurt, wo FRIEDRICH BARBAROSSA den Zeitzer Schiedsspruch schriftlich niederlegen ließ. Dort sind unter anderem die Bischöfe Udo II. von Naumburg und Hermann von Verden, Ludwig der Eiserne sowie die beiden wettinischen Markgrafen und deren Bruder Dedo nachzuweisen.
Das erfahren wir aus einer auf der Boyneburg ausgestellten Urkunde BARBAROSSAS vom 20. August 1166. Darin wird ein Aufenthaltsort Albrechts des Bären in diesem Jahr zum ersten Mal gesichert. Er erscheint unter den Zeugen, außerdem sind aufgeführt die Bischöfe Hermann von Hildesheim und Udo II. von Naumburg, Abt Hermann von Fulda, Landgraf Ludwig der Eiserne von Thüringen, Albrechts Schwiegersöhne Diepold von Böhmen und Markgraf Otto der Reiche von Meißen, dazu dessen Brüder, die Grafen Dedo von Groitzsch sowie Friedrich von Brehna.
Abgesandte des Kölner Erzbistums beschworen im Auftrage ihres in Italien weilenden Metropoliten am 12. Juli 1167 bei Magdeburg nach vorangegangenen Absprachen zwischen beiden Kirchenfürsten ein Schutz- und Trutzbündnis mit Wichmann und dessen Verbündeten. Als solche werden genannt: Albrecht der Bär mit seinem ältesten Sohn Markgraf Otto von Brandenburg und dem Schwiegersohn Otto dem Reichen von Meißen, dazu dessen Bruder Graf Dedo von Groitzsch sowie Landgraf Ludwig der Eiserne von Thüringen.
Eine Urkunde vom 28. Juni 1168 zeigt, daß beide Parteien in der Bischofsstadt am Main (Würzburg) angekommen waren. Albrecht der Bär erscheint hier als Vogt des Goslarer Stiftes St. Simon und Judas und in Begleitung seiner Söhne Adalbert und Dietrich. Vor ihm wird in der Zeugenreihe Heinrich der Löwe genannt, an dritter Stelle steht Landgraf Ludwig der Eiserne von Thüringen. Dann folgt Albrechts Schwiegersohn Markgraf Otto der Reiche von Meißen mit seinen Brüdern Dietrich von der Lausitz, Dedo von Groitzsch und Heinrich von Wettin. Der WELFE der ASKANIER, der Landgraf und der Magdeburger Erzbischof scheinen bald darauf wieder abgereist zu sein, denn in dem am 10. Juli 1168 in Würzburg ausgestellten Herrscherdiplom findet man von den sächsischen Streithähnen bloß die WETTINER.
Anläßlich des am 2. Februar 1169 in der Pfalz Wallhausen (westlich von Sangerhausen) abgehaltenen Hoftages erscheinen dann Albrecht der Bär mit ungenannten Söhnen, Erzbischof Wichmann sowie die wettinischen Markgrafen Otto der Reiche von Meißen und Dietrich von der Lausitz mit ihrem Bruder Dedo von Groitzsch.
Wir erblicken Albrecht den Bären dann wieder auf dem Bamberger Reichstag, der im Juni 1169 stattfand. Von den sächsischen Fürsten waren auch Heinrich der Löwe, Erzbischof Wichmann von Magdeburg, die wettinischen Markgrafen Otto der Reiche von Meißen und Dietrich von der Lausitz mit ihrem Bruder Dedo von Groitzsch sowie Landgraf Ludwig der Eiserne von Thüringen erschienen. Hier erfolgte bekanntlich die Wahl des 1165 geborenen zweiten Kaiser-Sohnes HEINRICH zum deutschen König.
Die bald darauf vereinbarte Eheverbindung zwischen Albrechts Sohn Otto und der Schwester der PIASTEN scheint diese Überlegungen zu bestätigen, auch wenn wir nicht wissen, ob schon 1146 in dem Sinne Gespräche zwischen den jüngeren Herzögen von Polen und den ASKANIERN stattfanden [846 Siehe unten Seite 107 mit EN 910. - Auch Konrad von Wettin verheiratete seinen Sohn Dietrich spätestens in diesen Jahren mit Dobronega, einer weiteren Schwester der polnischen Herzöge, siehe W. Hoppe: Konrad von Meißen (wie EN 180), Seite 179; S. Pätzold: Wettiner (wie EN 40), Seite 51,290. - Siehe auch H.-D.. Kahl: Slawen (wie EN 2), Seite 373.].
1162 beginnen die Erwähnungen der ASKANIER mit der Nennung von Albrechts Sohn Adalbert am 26. Februar beim Kaiser in Lodi [1332 D F I., Nr. 350; R F I., Nr. 1021; KW, Nr. 314 (comes Albertus). Von den sächsischen Fürsten finden wir dort noch Markgraf Dietrich von der Lausitz. Es ist die Schenkung der 800 Hufen, die Dietrichs Bruder Otto von Meißen (Albrechts Schwiegersohn) vom Reich zu Lehen trug, an das durch diesen gestiftetet Kloster Altzella (bei Nossen).].
Da Erzbischof Wichmann einen Teil der Nienburger Güüter in der Lausitz der Abtei später wieder wegnahm und seinen wettinischen Vettern überließ [1455 Allerdings geschah das anscheinend im Tausch gegen das Land Dahme (östlich von Jüterbog), das heißt, offenbar frühestens 1171, also nach Albrechts Tod (Siehe S. Pätzold: Wettiner (wie EN 40), Seite 108 mit Anm. 173, Seite 130 mit Anm. 112; D. Claude: Magdeburg 2 (wie EN 26), Seite 100-103; vgl. aber H. Assing: Teltow und Barnim (wie EN 11), Seite 21 mit Anm. 109, der Dahme "wohl nicht vor 1184" an Erzbischof Wichmann gelangen läßt). Die aus dem 13. Jh. stammende Lauterbergchronik (MG SS 23), Seite 155, berichtet allerdings zu 1171, daß der Metropolit pro provincia que Dame dicitur Nienburger Besitzungen in der Lausitz gegeben habe - und zwar dem Kaiser -, doch die päpstlichen Bestätigungsurkunden für das Magdeburger Erzstift von 1182  und 1184 (UBM, Nr. 383, 393,395) erwähnten Dahme nicht. - Markgraf Dietrich von der Lausitz (1156-1185) und sein ihm in diesem Amte folgender Bruder Graf Dedo von Groitzsch (1185-1190) waren Söhne Konrads von Wettin, dessen Schwester Mathilde als Gemahlin des Grafen Gero von Seeburg bekanntlich Mutter Erzbischof Wichmanns von Magdeburg wurde.], könnte es fast scheinen, als sei Albrechts Strategie in der Angelegenheit einem magdeburgisch-staufisch-wettinischen Zusammenwirken unterlegen.