Dietrich                                        Graf von Werben
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um 1135/40-   1183
 

Jüngerer Sohn des Markgrafen Albrecht I. der Bär von Brandenburg und der Sophie von Winzenburg, Tochter von Graf Hermann I.
 

Brandenburg Erich: Tafel 26 Seite 53
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XIV. 621. DIETRICH, Graf von Werben
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           * ca. 1138, + nach 1183 5. IX.

Gemahlin:
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ca. 1150 Mathilde, Tochter Ludwigs I. Landgraf von Thüringen (siehe XIII 187)



Schwarz, Hilmar: Seite 90
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"Die Ludowinger Aufstieg und Fall des ersten thüringischen Landgrafengeschlechts."

IV. Generation

(29) MECHTHILD
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  oo
      DIETRICH (ASKANIER), Graf von Werben
             + 1183



Thiele Andreas: Tafel 158
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

DIETRICH
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    + um 1183

Graf von Burgwerben

um 1155
  oo Mechthild von Thüringen, Tochter des Landgrafen Ludwig I.



Assing Helmut: Seite 47-48,199-200
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"Brandenburg, Anhalt und Thüringen im Mittelalter. Askanier und Ludowinger beim Aufbau fürstlicher Territorialherrschaften."

Anfang der siebziger Jahre des 12. Jh., das heißt zur Zeit des genannten Baderich von Dornburg, erklärte Dietrich von Werben, ein Sohn Albrechts des Bären, daß die Dornburg sein Erbe sei, und er verfügte über dazugehörige Besitzungen. Auf der Burg selbst saß ein askanischer Ministeriale. Deshalb ist anzunehmen, daß die ASKANIER die wirklichen Herren der Dornburg waren und Baderich nur einen Anspruch erhob. Die obige Urkunde Dietrichs von Werben bezeugt aber der Burggraf Baderich I.
Nach dem Tode Dietrichs von Werben 1183 ging die Dornburg zunächst an den Bruder Bernhard, Herzog von Sachsen, über, denn Macharius von Dornburg, der Ministeriale Dietrichs begegnet 1194 in einer Urkunde Bernhards.
Noch deutlicher erklärte dann Albrechts Sohn Dietrich von Werben bald nach 1170 urkundlich, daß gemäß der Erbteilung seines Vaters ihm "Toorneburch cum omnibus bonis illuc pertinentibus" zugefallen sei.
Dem wäre auch dann nicht zu widersprechen, wenn die brandenburgischen ASKANIER möglicherweise Zweiterben nach Dietrich von Werben waren. Diesem gehörte ja bekanntlich die in der Nähe von Lindau gelegene Herrschaft Dornburg, und in einer seiner Urkunden zeugt kurz nach 1170 ein Evererus, der anscheinend einer der Ministerialen Dietrichs war. Aber die Annahme, daß eventuell erst Dietrich von Werben Lindau okkupierte, verbietet sich.

Assing Helmut: Seite 22
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"Die frühen Askanier und ihre Frauen"

Diese beiden Söhne Albrechts des Bären werden in einem gesonderten Kapitel behandelt, da Dietrich 1183 ohne Nachfolger verstarb und bei Bernhard sich noch keine auf ein Fürstentum zugeschnitte Genealogie bilsdete. Dietrich wird wahrscheinlich in den 13 Jahren nach 1170 nicht einmal zu einem einigermaßen geschlossenen Herrschaftsbereich, der als Fürstentum bezeichnet werden könnte, gebracht haben. Obwohl die Quellen Dietrich öfters erwähnen, lässt sich nichts darauf schließen. Von seinen Besitzungen gingen zumindest die, die in der Nähe der askanischen Stammgebiete lagen, an Bernhard über, wie wir es von Werben (bei Weißenfels) und Dornburg (südwestlich von Magdeburg wissen. Vermutlich war er der Haupterbe Dietrichs.
 
 
 
 

um 1155
  oo Mechthild von Thüringen, Tochter Ludwigs I.
              -
 
 
 

Kinder:

  Dietrich
        -
 
 
 
 

Literatur:
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Assing Helmut: Brandenburg, Anhalt und Thüringen im Mittelalter. Askanier und Ludowinger beim Aufbau fürstlicher Territorialherrschaften. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 1997 Seite 47-48,196, 199-200 - Assing Helmut: Die frühen Askanier und ihre Frauen. Kulturstiftung Bernburg 2002 Seite 22 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 26 Seite 53 - Partenheimer Lutz: Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg und des Fürstentums Anhalt. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2001 Seite 104,114,127,129,136,140,142,144, 149,155,158,174-176,178,180,182,185-188,230,281,303,305,315,317,324,329,342,347 - Schwarz, Hilmar: Die Ludowinger Aufstieg und Fall des ersten thüringischen Landgrafengeschlechts, Wartburg-Stiftung 1993 Seite 90 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 158 -