Begraben: Kloster auf dem Peterserg
Einzige Tochter des Grafen
Thimo I. von Wettin-Brehna aus dem Hause der WETTINER
und der Ida
von Northeim, Tochter von Graf
Otto
Schwennicke Detlev: Tafel 150
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"
MATHILDE
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* um 1100, + 21.I.1151
Begraben: Kloster Petersburg
I. oo GERO, Graf von Seeburg
+ 19.IX.1122
Begraben: Kloster Kaldenborn
II. oo LUDWIG II. VON WIPPRA
+ 1151
MATHILDE
-----------------
+
1. oo um 1115
GERO I. Graf von Seeburg
+ 1122
2. oo 1123
LUDWIG II. Graf von Wippra
+ 1151
28. MATHILDE
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+ 21. Januar
1. Gemahl:
-------------
Gero, Graf von Seeburg
* 12. Juli 1097, + 19. September 1122
2. Gemahl:
-------------
Ludwig II. von Wippra
+ 1151
28. Mathilde.
Beilage I, 2. - Mathildens Gemahl Gero ist ein Graf von Seeburg, der comes de Bavaria genannt wird, weil er auch im Herzogtum Baiern eine Grafschaft besaß, die österreichische Grafschaft Gleuss. Urkundlich kommt Gero nur im Jahre 1119 (von Heinemann, Albrecht der Bär, 460, vgl. 375, Anm. 10) und außerdem ohne Jahresangabe in den Urkunden des Klosters Seitenstetten (Schaukegl, Spicileg. Billung.) vor. Einen unerwarteten und genauen Aufschluß über Geros Lebensumstände erhalten wir durch eine Grabinschrift (Schöttgen und Kreysig, Diplom. 2, 690) des Klosters Kaltenborn. Sie lautet:
Epitaphium Geronis comitis.
Incarnato Christo si recte numerabis
Vndecies CXX pene duobus
Transactis (annis) quando September agebat
Iam decimum nonumque diem, lacrimabile dictu,
Gero obiit proh! pene pur, vir nobilitate
Clarus, statura nostro mirabilis evo.
Annos etatis XXV peregit
Adiectis VIII. LX que diebus,
Nam nomum cum morte diem divisit. Et iste
est,
Cui primum primus templi fundator in ipso
Wigmannus dominus tumuli providit
honorem.
Dis lector, vivant ambo feliciter.
Amen.
Aus dieser Inschrift ergibt sich, daß der hier beklagte
Graf Gero in einem Alter von 25 Jahren und 68 1/2 Tagen am 19. September
1122 gestorben (demnach am 12. Juli 1097 geboren) und in der von dem Gründer
des Klosters Kaltenborn, dem Grafen Wichmann, erbauten Klosterkirche
als erster Toter feierlich beigesetzt ist. Vgl. Mansfelder Blätter
3, 113. -
Die Vermählung mit dem damals 18-jährigen Gero
hat um 1115 stattgefunden, da Wichmann, der Sohn aus dieser Ehe,
frühestens 1116 geboren sein kann. Er war 1116 bereits am Leben, wenn
auch jedenfalls als Säugling, wie aus der von ihm ausgestellten Urkunde
19. Juni 1155 (Magdeb. Geschichtsbl. 5, 2, 260) hervorgeht. Ihr zufolge
bestätigte er in diesem Jahre (1155) eine Schenkung, welche seine
Mutter Mechthild dem Kloster St. Johannis in Halberstadt im Jahre
1116 gemacht hat: In quo eodem anno iam dictus cognatus meus et se sua
ad regularem vitam in eadem ecclesia II. nonas maii contulit. Ego autem,
quia tempore huius donacionis infra annos discrecionis fui ... Dieser
Ausdruck kann zwar in dem allgemeinen Sinne gefaßt werden, daß
Wichmann 1116 noch nicht mündig, aber auch in dem engeren,
daß er damals erst ein Säugling gewesen ist. Zu der letzteren
Auffassung nötigt der Umstand, daß die Ehe der Eltern erst 1115,
allerfrühestens 1114, geschlossen sein kann. (Vgl. Tafel 1, 37.) -
In zweiter Ehe heiratete Mathilde den Grafen
Ludwig II. von Wippra.
Geneal. Wettin. (Beilage I, 2): Illoque (Gerone)
defuncto avccepit eam Ludewicus comes de Bavaria, pater Ludwici
abbatis Merseburgensis et Ludewici comitis, patris Conradi prepositi.
Cohn (N. Mittheil. des Thür.-Sächs. Ver. 11,
146) nimmt einen Schreibfehler an und will kurzweg statt comes de Bavaria
lesen de Wippera, ein Schreibfehler, der in der Tat leicht
begreiflich ist, wenn man bedenkt, daß die Bezeichnung comes de
Bavaria unmittelbar vorhergeht. Die Hist. Reinhardsbr. (Wegele 7) lassen
sich hier ein grobes Versehen zu Schulden kommen, indem sie Ludwig II.
zum Sohne Ludwigs I. machen, während doch des ersteren Vater Cuno
II. ist. -
Ludewicum, qui Mechildam pie memorie sibi uxorem accipiens.
-
Ludwig II. + 1151.
Chron. Mont. Ser. (SS. 23, 149): Lodewicus de Wippera
obiit.
Auch Ann. Pegav. (SS. 16, 259), Ann. Magdeb. (SS. 16,
190). -
Mathildens Anniversar am 21. Januar nach
Chron. Mont. Ser. (Beilage I, 5): 1156 soror eius (Conradi)
Machtildis, mater archiepiscopi (Wichmanni), cuius
abbiversarius est 12. Kal. Febr., consepulte sunt. Das Todesjahr läßt
sich hieraus nicht bestimmen.
Generation E
(32) MATHILDE
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+ 1125
1. oo um 1115
GERO, Graf von Seeburg
* 12.7.1097, + 19.9.1122
Begraben: Kloster Kaltenborn
2. oo LUDWIG, Graf von Wippra
+ 1151
Söhne: (35) und (36)
Lange Karl-Heinz: Seite 145-147
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"Die Grafen von Northeim 950-1144" 1958
Seine Schwester Mathilde, von der sich nicht mit Bestimmtheit feststellen läßt, ob sie jünger oder älter als ihr Bruder war, heiratete um 1115 in 1. Ehe den jungen Grafen Gero von Seeburg, einen Sohn Wichmanns von Seeburg und Berthas. Nach dem frühen Tod Geros am 19. September 1122 schloß sie eine zweite Verbindung mit dem Grafen Ludwig II. von Wippra, einem Sohne Kunos II. und Kunigundes von Wippra, die aber zweifellos eine Verwandtenehe war, da Kunigunde wie ihre Stieftochter Mathilde aus dem Hause WETTIN stammte. Ludwig II. von Wippra starb 1151. Der Todestag Mathildes, die ihren beiden Gatten eine zahlreiche Nachkommenschaft gebar, ist der 21. Januar. Sie muß spätestens im Jahre 1157 gestorben sein, da ihr Bruder Konrad neben ihr und seiner Gemahlin Liutgard im Kloster auf dem Petersberge bestattet wurde.
Pätzold Stefan: Seite 279
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"Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung
bis 1221"
Von Dedos Bruder Thiemo berichtet der Genealoge, daß er mit Ida, der Tochter Herzog Ottos von Northeim, verheiratet war und neben den Söhnen Dedo und Konrad, denen der nächste Abschnitt gewidmet ist, eine Tochter namens Mathilde hatte. Diese war dem Genealogen zufolge in erster Ehe mit Graf Gero von Bayern, dem Vater von Erzbischof Wichmann von Magdeburg, und nach dessen Tod mit Graf Ludwig von Bayern verheiratet. Hingegen erweisen sich die Angaben des Genealogen über Mathildes Ehemänner als ungenau. Bei dem ersten, als Graf von Bayern bezeichneten, handelte er sich anscheinend um Gero von Seeburg, wie sich aus dem Hinweis auf Erzbischof Wichmann und seinen Bruder Konrad ergibt. Mathildes zweiter Ehemann war, wie sich ebenfalls aus den Nachrichten über seine Söhne, den Abt - eigentlich Propst - Ludwig von Merseburg und den gleichnamigen Grafen, erschließen läßt, wahrscheinlich Ludwig II. von Wippra.
Hoppe Willy: Seite 2
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"Erzbischof Wichmann von Magdeburg" in: Die Mark Brandenburg
Wettin und Magdeburg. Ausgewählte Aufsätze
Wichmann entstammte dem im Mansfelder Kreise begüterten
SEEBURGER
Geschlecht, einer Nebenlinie der Querfurter Grafen. Kurz vor 1116,
vielleicht an einem 17. September, ist er in der Ehe des Grafen Gero
mit Mathilde, einer Schwester Konrads des Großen von
Wettin, geboren [Annalista Saxo ad 1036 (M. G. SS. 6,680). Geneal.
Wettin. (ebd. 23, 227). Vgl. auch Schöppen-Chronik 117. Wenn Gero
in der Genael. comes de Bavaria und Wichmann in der Schöppen-Chronik
als van hogem slechte der Beieren bezeichnet wird, so zielt das
auf die an der Ybbs belegenen Güter des Geschlechtes.].
1115
1. oo Gero I. Graf von Seeburg
12.7.1097-19.9.1122
2. oo Ludwig II. Graf von Wippra
- 1151
Kinder:
1. Ehe
Wichmann von Seeburg Erzbischof von Magdeburg (1152-1192)
um 1116-25.8.1192
Literatur:
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Annalista Saxo:
Reichschronik - CHRONIK VOM PETERSBERG nebst der GENEALOGIE
DER WETTINER, fliegenkopf verlag Halle 1996 Seite 233 - Hoppe Willy:
Die Mark Brandenburg Wettin und Magdeburg. Ausgewählte Aufsätze,
Böhlau Verlag Köln Graz 1965 Seite 2 - Lange, Karl-Heinz:
Die Grafen von Northeim (950-1144). Politische Stellung, Genealogie und
Herrschaftsbereich. Beiträge zur Geschichte des sächsischen Adels
im Hochmittelalter Dissertation Kiel 1958 Seite 145-147 - Partenheimer
Lutz: Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg und des
Fürstentums Anhalt. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2001
Seite 263,308,337 - Pätzold Stefan: Die frühen Wettiner.
Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221, Böhlau Verlag Köln
Weimar Wien 1997, Seite 28,107,197,279 -
Posse, Otto: Die Markgrafen
von Meissen und das Haus Wettin bis zu Konrad dem Grossen. Giesecke&
Devrint Verlag Leipzig 1881 - Posse, Otto: DIE WETTINER. Genealogie
des Gesamthauses Wettin. Zentralantiquariat Leipzig GmbH 1994 Tafel
1 Seite 42 - Schwarz Hilmar: Die Wettiner des Mittelalters und ihre
Bedeutung für Thüringen, Kranichborn Verlag Leipzig 1994 Seite
162 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge
Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 150 -
Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993
Tafel 183 -