Illegitimer Sohn des Königs
Heinrichs
VIII. von England aus dem
Hause TUDOR von der Elisabeth
Blount
Thiele Andreas: Band
II/1 Tafel
211a
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HEINRICH
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1519 †
1536
(unehelich, Mutter = Elisabeth Bount)
Heinrich sollte wohl sogar Thronerbe werden, erhielt Titel und Ämter wie sie nur königliche Prinzen bekamen. Er wurde Herzog von Richmond und Somerset und Vize-König von Irland. Er war ein hübscher, aufgeweckter Junge, der eventuell durch die Intrigen der Anna Boleyn vergiftet wurde.
oo 1533
MARIE
HOWARD
†
9.XII.1557
Tochter des Herzogs Thomas
IV. von
Norfolk, Cousine von
Anna Boleyn
Am 16. Juni 1525
hatte er seinen
1519 geborenen, unehelichen Sohn Henry
Fitzroy in den Adelsstand erhoben und
ihn zum Grafen von Nottingham und zum Herzog
von Richmond
und
Somerset ernannt. Kurzzeitig erwog der König wohl, seinen
unehelichen
Sohn zum Nachfolger aufzubauen: der Titel des Herzogs von Richmond war
immerhin der Titel, mit dem Heinrich
VII.
in die Schlacht
von Bosworth (1485) gegen Richard
III. gezogen
war. Offenbar ließ
Heinrich VIII.
seine Pläne jedoch wieder fallen, vielleicht hatte er eingesehen,
daß die Thronfolge eines unehelichen Sohnes zu leicht anzufechten
war.
Der Kardinal Campeggio
entwickelte
sogar den abenteuerlichen Vorschlag, der Papst solle eine Dispens
gewähren,
damit Heinrichs
Tochter Maria
ihren unehelichen Halb-Bruder, den Herzog
von Richmond,
heiraten
könne: Richmond
sollte für ehelich erklärt werden und nach Heinrichs
Tod gemeinsam mit Maria
die Herrschaft übernehmen.
Bis dahin war der König
ermächtigt,
allein einen Nachfolger zu bestimmen. Allgemein war man überzeugt,
Heinrich würde seinen
unehelichen
Sohn, den Herzog von Richmond,
zum Nachfolger designieren,
aber
dieser starb am 22. Juli 1536, wenige Tage nachdem das Gesetz
verabschiedet
worden war.
Fraser Antonia: Seite
39,96,122-124,274,283,284
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"Die sechs Frauen Heinrichs VIII."
Im Alter von
vierzehn Jahren wurde
Henry Fitzroy,
Heinrichs VIII.
unehelicher Sohn, mit Lady Mary
Howard
verheiratet, doch war die Ehe bei seinem vorzeitigen Tod drei Jahre
später
(Ursache: Tuberkulose) noch immer nicht vollzogen.
Der kleine Junge kam Anfang
Juni 1519 zur Welt. Er erhielt den Vornamen seines Vaters
und
den traditionellen Zunamen unehelicher königlicher Kinder, der
stolz
auf seine Herkunft hindeutet: Fitzroy.
Daraufhin wurde der der hübsche, gesunde, lebhafte Junge "gut
erzogen,
eines Fürsten Kind". Der König liebte ihn abgöttisch,
doch
liebte er auch seine Tochter.
Das Fest sollte aus zwei
Teilen
bestehen. Bei der ersten Zeremonie am 7. Juni sollte das
sechsjährige
Kind zum Ritter des Hosenbandordens
geschlagen werden. In der
Sankt
Georgs-Kapelle zu Windsor erhielt Henry
den zweiten Chorstuhl an der Seite des Souveräns. Da Henry
Fitzroy schon am vorangegangenen Sankt
Georgstag, dem 23. April, gemäß dem Brauch des Ordens
aufgenommen
worden war, war diese Zeremonie weniger pompös als die folgende.
Zwei Wochen später wurde der kleine Junge feierlich zum Herzog
von Richmond ernannt. Hinzu kamen ebenso die königlichen
Titel
des Herzogs von Somerset und
des Grafen von Nottingham.
Die
Ernennungs-Urkunden gaben Richmond
Vorrang vor allen bereits ernannten und den zukünftig zu
ernennenden
Herzögen, außer denen, die legitim vom König oder
dessen
legitimen Nachkommen abstammten. Dem neuen Würdenträger
wurden
große Güter zugesprochen; zusätzlich wurde er zum
Großadmiral,
zum Präsidenten des Geheimen Staatsrates des Nordens sowie
zum Gouverneur aller schottischen Marken erhoben. Henry
Herzog von Richmond würde nun
nach
Norden ziehen, um in dem anspruchsvollen Luxus aufzuwachsen, den man
seiner
Stellung für angemessen erachtete.
Unter Trännen
erzählte
der König dem jungen Herzog von
Richmond, Anne
Boleyn sei "eine sich des Giftmordes
bedienende
Hure", die die Ermordung des Jungen und seiner Halb-Schwester Mary
geplant habe; wie glücklich seien die
beiden dem entronnen!
Ein Vorschlag geht dahin,
daß
der König beabsichtigte, Herzog
Henry
von Richmond zu
legitimieren und den etwa Siebzehnjährigen zu seinem Erben zu
erklären.
Aus zwei Gründen ist dies wenig wahrscheinlich. Zunächst gab
die Gesundheit des Jungen, den der König einst mehr als seine
eigene
Seele geliebt hatte, Anlaß zu ernster Sorge; er litt an
Tuberkulose
und würde in der Tat zwei Monate spätrer sterben. Noch
zwingender
erscheint das Argument, daß der König seinen Bastard sicher
nicht in dem Moment legitimieren würde, in dem er zuversichtlich
auf
einen neuen Erben von einer neuen Ehefrau hoffte.
1533
oo Marie Howard, Tochter des Herzogs Thomas
IV.
von Norfolk
um 1520
†
9.12.1557 Cousine von Anna
Boleyn
Literatur:
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Baumann Uwe: Heinrich VIII. mit
Selbstzeugnissen
und Bilddokumenten. Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH 1991 Seite
57,61,70,105 -
Fraser Antonia: Die sechs Frauen Heinrichs
VIII.
Claasen Verlag GmbH Hildesheim 1995 Seite
39,96,103,115,122-124,126,151,168,209,262,274,283, 284,286
- Grayeff Felix:
Heinrich VIII. Ein kraftvolles
Leben.
Wilhelm Heyne Verlag München 1961 Seite
95,115,233,257 - Hackett,
Francis: Heinrich der Achte. Rohwolt
Berlin
1936 Seite
152,198,199,210,331,336,342,359,418
- Mattigny, Garret:
Katharina von Aragon. W.
Kohlhammer
Verlag Stuttgart 1962
Seite 187,243,249-251 - Panzer
Marita A.: Englands Königinnen.
Von
den Tudors zu den Windsors. Verlag Friedrich Pustet Regensburg 2001
Seite 27,28,77,93 - Ridley Jasper:
Heinrich VIII. Eine
Biographie.
Weltbild Verlag GmbH Augsburg 1995 Seite
308 - Thiele,
Andreas: Erzählende
genealogische
Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1
Europäische
Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa, R.G.
Fischer
Verlag 1993 Tafel
211a -