Sohn des Grafen N.N.
Nach K. A. Eckhardt Sohn des Grafen
Siegfried von Merseburg aus der GERO-Sippe
Lexikon des Mittelalters: Band II Spalte 195
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Bilstein, Grafen von
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Ob ein ca. 800 als Tradent an Fulda auftretender Graf
Erpho zur Familie der späteren Grafen
von Bilstein gehörte, die sich seit Rucher
III. 1145 nach der westlichen Albungen (Hessen, Kreis Eschwege)
gelegenen Burg Bilstein nannten, ist umstritten. Aufgrund gleicher
Leitnamen und der Lage von Grafschaftsrechten und Besitz sind die mit Wigger
967 in Erscheinung tretenden Grafen eines Stammes mit den späteren
Grafen
von Bilstein. Im 10. Jh. verfügten sie über ausgedehnte
Grafschaftsrechte im Eichsfeld, bei Langensalza, Mühlhausen, Schlotheim,
Frieda, Eschwege und andernorts.
WIGGER I.
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+ 981
Wigger war Graf
in Thüringen (Germarmark, östlich von Mühlhausen), Graf
im Weitagau und Ducharingau (= Raum Zeitz-Naumburg), Vogt des Bistums
Zeitz und wurde 965 Markgraf
von Zeitz, eines kleinen Teilstücks der Riesenmark Geros
I. Er war zeitweise auch Markgraf
von Merseburg und wohl auch von
Meißen. Er galt als treue Stütze der OTTONEN,
nahm an den Kriegen gegen die Slawen teil und wurde auch Graf im Plisnagau
und Puonzowagau. Ihn beerbten die Markgrafen
Rikdag und Ekkehard
I. von Meißen. Er war der Stammvater der Grafen
von Bielstein
(+ um 1303, beerbt von Hessen, Hessen I).
Rupp Gabriele: Seite 44
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"Die Ekkehardiner"
Für Wigger ergibt die Prüfung der Quellen, dass er im Gebiet um Zeitz tätig war. Er ist als Graf in Thüringen und in mehreren Gauen Thüringens bezeugt. In allen Urkunden wird Wigger nur als Graf bezeichnet. Gisebrecht kommt zu dem Schluß, dass deshalb auch Wiggers Machtbereich weniger als Mark im engeren Sinn anzusehen sei.
Eckhardt Karl August: Seite 37-40
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"Eschwege als Brennpunkt thüringisch-hessicher Geschichte."
Graf
Dedi, der Vater Siegfrieds II. und mutmaßlicher Sohn
Siegfrieds, hatte einen Bruder Wigger, der mit ihm zusammen
als Gründer des Klosters Drübeck (Kreis Wernigerode) genannt
wird. In diesem Falsifikat werden als Gründer und Tradenten von Drübeck
Theti er Wikker nostri fidelis comites genannt; als erste
Äbtissin erscheint domna Adelbrin soror eorum. Wenn Adelbrin
die Schwester beider ist, müssen sie selbst Brüder sein.
Da dieser Wigger zuletzt am 8. September
980 (als Vogt von Drübeck) genannt wird, ist wohl auf ihn der
Sterbeeintrag der Annales necrologici Fuldenses zum Jahre 981 zu beziehen:
Obiit Wigger comes (Es starb Graf Wigger).
Nachkommen scheint er nicht gehabt zu haben.
Warum Graf Siegfried von Merseburg seine mutmmaßlichen
Söhne
Dedi und Wigger auf diese Namen taufen ließ,
läßt sich nicht mit Sicherheit klären.
Da wir nunmehr damit rechnen dürfen, daß Siegfrieds
Vater Dietmar
hieß, un da wir wissen, daß sein Schwiegervater
Otto
der Erlauchte war, ist anzunehmen, daß Siegfrieds
Sohn Wigger weder nach dem väterlichen noch nach dem mütterlichen
Großvater hieß. Sein Namensvorgänger ist also unter den
Seitenverwandten zu suchen. Auch hier müssen wir die Kurzform des
Namens mitberücksichtigen. Wigger ist durch Assimilationn aus
Witger entstanden (wie die Annales necrológici Fuldenses noch mehrfach
schreiben). Die einstämmige Kurzform dazu ist Wido, woraus
wieder die diminutive Erweiterungsform Widelo gebildete werden kann. Tatsächlich
finden wir einen Wido als mit Siegfried verschwägert.
Laut Widukinds Erzählung hatte das am 15. März 933 von
HEINRICH
I. bei Riade geschlagene Ungarnheer tags vorher eine Burg
zu stürmen versucht, in der eine illegitime Schwester des Königs
(soror regis ... ex concubina nata) wohnte, die den Thüringer
Wido geheiratet hatte. Wie Ottos des Erlauchten illegitimer Sproß
Graf Richwin von Verdun einen seiner Söhne nach dem väterlichen
Großvater Otto,
den zweiten aber nach seinem Halbschwager, dem Merseburger Grafen, Siegfried,
nannte [70
Vgl. Genealogische Funde, ²1963, Seite 61f.], so
kann Siegfried von Merseburg selbst seinen älteren Sohn Dedi
nach dem mußmaßlichen väterlichen Großvater
Dietmar und den jüngeren Sohn Wigger nach dem Halbschwager
seiner Frau
Wido genannt haben.
oo N.N.
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Literatur:
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Eckhardt Karl August: Eschwege als Brennpunkt
thüringisch-hessicher Geschichte. Verlag Trautvetter & Fischer
Nachfolger. Marburg/Lahn 1964 Seite 37-40,97 - Patze, Hans: Die
Entstehung der Landesherrschaft Thüringen, Böhlau Verlag Köln/Graz
1962 - Schölkopf Ruth: Die sächsischen Grafen 919-1024.
Studien und Vorarbeiten zum Historischen Atlas Niedersachsens 22. Göttingen
1957 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln
zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag
Frankfurt/Main 1993 Tafel 217 -