Sohn des Pfalzgrafen
Otbert II. von Mailand und der Railenda, Tochter von Graf
Riprand
Adalbert Azzo I. folgte zu Genua und Tortona, wurde Markgraf von Mailand, Graf von Luni und Gavello. Er unterstützte den königlichen Schwager Arduin von Ivrea und geriet 1014 mit seinem Bruder Hugo in die Gefangenschaft Kaiser HEINRICHS II. und starb auf Burg Giebichenstein, während seinem Bruder die Flucht gelang.
Holtzmann Robert: Seite 364,422
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"Geschichte der sächsischen Kaiserzeit"
Es versteht sich, daß auf diesem Wege mancherlei
Unruhen entstanden, und das benützten die drei Söhne des oberitalienischen
Markgrafen
Otbert II., der zu den Anhängern Arduins
gehörte, um in Verbindung mit den CRESCENTIERN einen Aufstand in Rom
zu erregen. Diese drei Brüder waren Hugo, den wir schon 1002 im Auftrage
Arduins tätig fanden,
Azzo (Hezil)
und
Adalbert (Ezelin). Es kam
acht Tage nach der Kaiserkrönung zu einem blutigen Handgemenge auf
der Tiberbrücke. Die Kaiserlichen behielten zwar schließlich
die Oberhand, und die Römer unterwarfen sich am nächsten Tage.
Doch die CRESCENTIER hielten sich unbezwungen auf ihren Burgen, und die
drei
OTBERTINER entkamen unangefochten
nach Hause, so daß HEINRICH Unruhen
in Oberitalien befürchten mußte. Er hat deshalb Rom bald verlassen
und sich durch Tuszien nach der Lombardei begeben.
Bald nach dem Abzug des Kaisers machte Arduin
nochmals einen Vorstoß. Er nahm Vercelli, wo Bischof Leo mit knapper
Not entkam, er drang in Novara und Como ein, seine Scharen hausten überall
sehr schlimm, und sogar einer der lombardischen Bischöfe, Hieronymus
von Vicenza, fiel zu ihm ab. Doch rasch rafften sich die anderen Bischöfe
mit den weltlichen Anhängern des Kaisers, unter denen der Markgraf
Bonifatius von Canossa, der Sohn Thiedolds, hervorragte, zum Gegenstoß
auf. Und sie trugen einen entscheidenden Erfolg davon. Die drei otbertinischen
Brüder Hugo,
Azzo und Adalbert
mitsamt einem Markgrafen Obizo wurden gefangengenommen und über die
Alpen geschickt. Hugo und Obizo entkamen freilich auf dem Weg; Azzo
dagegen wurde im Kloster Fulda, Adalbert auf dem Giebichenstein
festgesetzt und beide erst nach mehreren Jahren wieder freigegeben.
Bresslau Harry: Band I Seite 415-430
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"Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Konrad II."
Von seiner Tochter Bertha,
der Gemahlin Olderich Manfreds II. von Turin, ist oben bei der Geschichte
dieses Hauses die Rede gewesen; zwei seiner Söhne Azzo I. und
Hugo
haben wir soeben kennengelernt. Von beiden liegen aus ihres Vaters Lebzeiten
noch zwei andere Zeugnisse vor: 1013 sind Adalberto
marchio et
Ugone germanis marchiones Beisitzer des Herzogs Adalbero
von Kärnten in einem Placitum zu Verona, ersterer unterschreibt als
Adelbertus qui Azo vocatur marchius; im selben Jahr sitzen ferner
fünf Tage später
Albert Azzo
und Hugo selbst in der Grafschaft Padua zu Gericht.
Adela, die Gemahlin
Albert Azzos I., kommt noch in einer
Urkunde von 1011 vor, durch welche sie von jenem Diakonus Domninus die
Güter erkaufte, die sie, wie wir sahen, ein Jahr später an Conmona
verschenkte. Außer Albert Azzo
und Hugo muß nun aber Otbert II. noch einen dritten Sohn Adalbert
(III.) gehabt haben, wie schon Muratori, Gfrörer und andere
angenommen haben. Der Nachweis dafür läßt sich durch eine
Urkunde von 1033 erbringen, der zufolge
Adelbertus marchio filius b. m.
Otberti itemque marchionis et Adeleyda jugalibus filia quondam Bosoni
comitis ein Marienkloster zu Castiglione gründen. Man könnte
versucht sein, diesen Adalbert für Albert
Azzo I., seine Gemahlin Adelheid für die 1011 und
1012 erwähnte Gemahlin Azzos I.
zu halten; doch ist das unmöglich; jene Adela bekennt sich
1011 zu salischem Recht, diese Adeleyda ist lege Alamannorum geboren, damit
steht ihre Verschiedenheit fest. Wie Otbert
I. hat also auch Otbert II. zwei Söhne Adalbert
gehabt, die wir als Albert Azzo I.
und Adalbert IV. unterscheiden
müssen. Alle drei sind 1014 in Gefangenschaft geraten: es hat keine
Schwierigkeiten sie in den marchiones Ugo, Azo,
Adelbertus,
von denen Arnulf I, 18 spricht (Hug, Hecil, Hecelin sagt Thietm. VII, 1)
wieder zu erkennen, die Thietmar ausdrücklich als germani bezeichnet,
damit die obige Annahme bestätigend. Hugo ist wie der mit ihm gefangenen
ALEDRAMIDE Otbert auf dem Transport nach Deutschland entflohen;
Albert
Azzo und Adalbert wurden in Fulda und Giebichenstein
in Haft gehalten; erst im Januar 1018 ist der letzte von ihnen - wahrscheinlich
Adalbert
(Ecelinus, Thietm. VIII,1) - freigelassen.
Fast unüberwindliche Schwierigkeiten begegnen wir
nun aber, wenn wir uns den Brüdern Hugos zuwenden:
Adalbert IV. und
Albert
Azzo I., die beide als Adalbertus
oder Albertus auftreten können, auseinanderzuhalten, besitzen wir
keine ausreichenden Kriterien. So entbehren die folgenden Darlegungen,
wie ich mir nicht verhehle, der genügenden Sicherheit; doch muß
der Versuch gemacht werden, wenigstens zu wahrscheinlichen Ergebnissen
zu gelangen.
In einer Urkunde von 1021, durch welche Bertha von Turin,
Otberts II. Tochter, Güter veräußert, bezieht sie
sich auf die Zustimmung von Adalbertus marchio germanus meus et item Albertus
infantulo, pater et filio, nepoto mio: es folgt das Zeichen Alberti marchioni
et item Alberti pater et filio. Ist hier Albert
Azzo I. oder Adalbert IV.
zu verstehen? Wenn ich mich für das letztere entscheide, so veranlaßt
mich dazu die Rücksicht auf die bekannte Stelle Bernolds SS. V, 465,
derzufolge Albert
Azzo II., Azzos I.
Sohn,
1097 major centenario ut ajunt starb. Wäre der in unserer Urkunde
genannte Bruder Berthas Albert Azzo I.,
so müßte sein Sohn Albert mit Albert Azzo II. identisch sein.
Da dieser aber nach Bernold vor 997 geboren sein muß, so könnte
er 1021 nicht mehr infantulo genannt werden. Demnach haben wir den 1021
in Turin anwesenden Adalbertus marchio für Adalbert IV. zu halten
und diesem einen Sohn Adalbert V. zu geben. Adalbert IV. treffen wir dann
noch 1033 wie oben bemerkt ist; von Albert Azzo
I. aber hören wir nach seiner Abführung nach Deutschland
überhaupt nichts mehr. Vielleicht ist er im Exil gestorben; wenigstens
berichtet Thietmar die Freilassung seines Hecil nicht, während er
VIII, 1 die des Hecilin, offenbar des jüngeren der drei gefangenen
Brüder, also Adalbert IV. erzählt.
Thietmar von Merseburg: Buch VII Seite 352, Buch
VIII Seite 438
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"Chronik"
Ach Tage später entstand zwischen den Römern
und den Unsrigen ein heftiges Handgemenge an der Tiberbrücke, in dem
auf beiden Seiten nicht wenige fielen; erst die Nacht trennte sie schließlich.
Diesen Kampf hatten drei Brüder herbeigeführt: Hugo,
Azzo
und Adalbert [Söhne des Markgrafen Otbert II. von Este, Anhänger
König
Arduins, vgl. VIII, 1. - Bezieht sich wohl auf VII, 2 (Mai 1014).];
sie werden später festgenommen und in Haft behalten. Einer von ihnen
konnte dort im Lande entkommen, der zweite wurde nach Fulda gebracht, der
dritte wird schon lange in der Burg Giebichenstein verwahrt.
oo Adele
-
Kinder:
Adele
-
oo Aledram II. Markgraf von Saluzzo
- vor 1055
Adalbert Azzo II.
997- 1096
Literatur:
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Bresslau Harry: Jahrbücher des Deutschen
Reiches unter Konrad II. Verlag von Duncker&Humblot Leipzig 1879 Band
I Seite 415-430 - Holtzmann Robert: Geschichte der sächsischen
Kaiserzeit. Deutscher Taschenbuch Verlag München 1971 Seite 364,422
- Pauler Roland: Das Regnum Italiae in ottonischer Zeit. Max Niemeyer
Verlag Tübingen 1982 Seite 177 - Thietmar von Merseburg: Chronik Wissenschaftliche
Buchgemeinschaft Darmstadt 1992 Seite 352,438 -