Sohn des Pfalzgrafen
Otbert II. von Mailand und der Railenda, Tochter des Grafen
Riprand
Erkens, Franz-Reiner: Seite 178
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"Konrad II. Herrschaft und Reich des ersten Salierkaisers."
Als auf diesem Hoftag von Pavia Klagen gegen Aribert laut wurden, lieh KONRAD diesen nicht nur sein Ohr, sondern forderte den Erzbischof schließlich sogar zur Wiedergutmachung begangenen Unrechts auf. Zahlreiche Rechtsverletzungen wurden dem Metropoliten vorgeworfen, unter anderen vor allem von dem comes Hugo, wohl dem Mailänder Grafen aus der Familie der OTBERTINER.
Holtzmann Robert: Seite 364,422
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"Geschichte der sächsischen Kaiserzeit"
Die Anhänger Arduins
suchten daher eine Stütze beim französischen
König Robert und schickten eine Gesandtschaft an ihn, die
von Hugo, einem Sohn des Markgrafen
Otbert II. aus dem Hause ESTE,
geführt wurde.
Es versteht sich, daß auf diesem Wege mancherlei
Unruhen entstanden, und das benützten die drei Söhne des oberitalienischen
Markgrafen
Otbert II., der zu den Anhängern Arduins
gehörte, um in Verbindung mit den CRESCENTIERN einen Aufstand in Rom
zu erregen. Diese drei Brüder waren Hugo,
den wir schon 1002 im Auftrage Arduins
tätig fanden, Azzo
(Hezil) und Adalbert (Ezelin).
Es kam acht Tage nach der Kaiserkrönung zu einem blutigen Handgemenge
auf der Tiberbrücke. Die Kaiserlichen behielten zwar schließlich
die Oberhand, und die Römer unterwarfen sich am nächsten Tage.
Doch die CRESCENTIER hielten sich unbezwungen auf ihren Burgen, und die
drei OTBERTINER entkamen unangefochten
nach Hause, so daß HEINRICH Unruhen
in Oberitalien befürchten mußte. Er hat deshalb Rom bald verlassen
und sich durch Tuszien nach der Lombardei begeben.
Bald nach dem Abzug des Kaisers machte Arduin
nochmals einen Vorstoß. Er nahm Vercelli, wo Bischof Leo mit knapper
Not entkam, er drang in Novara und Como ein, seine Scharen hausten überall
sehr schlimm, und sogar einer der lombardischen Bischöfe, Hieronymus
von Vicenza, fiel zu ihm ab. Doch rasch rafften sich die anderen Bischöfe
mit den weltlichen Anhängern des Kaisers, unter denen der Markgraf
Bonifatius von Canossa, der Sohn Thiedolds, hervorragte, zum Gegenstoß
auf. Und sie trugen einen entscheidenden Erfolg davon. Die drei otbertinischen
Brüder Hugo, Azzo und Adalbert
mitsamt einem Markgrafen Obizo wurden gefangen genommen und über die
Alpen geschickt. Hugo und Obizo entkamen
freilich auf dem Weg; Azzo dagegen wurde im Kloster Fulda, Adalbert auf
dem Giebichenstein festgesetzt und beide erst nach mehreren Jahren
wieder freigegeben.
Bresslau Harry: Band I Seite 415-430
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"Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Konrad II."
Obwohl Otbert in dieser
Urkunde nach HEINRICHS Kaiserjahren
datiert, muß er, dessen Sohn Hugo
schon im Jahre 1002 als Gesandter wahrscheinlich König
Arduins nach Frankreich an den Hof König
Roberts gegangen war, bald nach der Rückkehr des Kaisers
nach Deutschland aufs Neue sich empört haben; in einem Diplom vom
Herbst 1014 (St. 1633) ächtet HEINRICH
u. A. Otbertum marchionem et filios
ejus et Albertum nepotem ejus. Darauf erfahren wir von Otbert
nichts mehr; ein sicheres Zeugnis für seinen Tod haben wir allerdings
erst aus dem Jahre 1021.
Von seiner Tochter Bertha,
der Gemahlin Olderich Manfreds II. von Turin, ist oben bei der Geschichte
dieses Hauses die Rede gewesen; zwei seiner Söhne Azzo
I. und Hugo haben wir soeben
kennengelernt. Von beiden liegen aus ihres Vaters Lebzeiten noch zwei andere
Zeugnisse vor: 1013 sind Adalberto marchio et
Ugone
germanis marchiones Beisitzer des Herzogs Adalbero von Kärnten
in einem Placitum zu Verona, ersterer unterschreibt als Adelbertus qui
Azo vocatur marchius; im selben Jahr sitzen ferner fünf Tage später
Albert
Azzo und Hugo selbst in der
Grafschaft Padua zu Gericht. Adela, die Gemahlin Albert
Azzos I., kommt noch in einer Urkunde von 1011 vor, durch welche
sie von jenem Diakonus Domninus die Güter erkaufte, die sie, wie wir
sahen, ein Jahr später an Conmona verschenkte. Außer Albert
Azzo und Hugo muß nun
aber Otbert II. noch einen dritten Sohn Adalbert
(III.) gehabt haben, wie schon Muratori, Gfrörer und andere
angenommen haben. Der Nachweis dafür läßt sich durch eine
Urkunde von 1033 erbringen, der zufolge
Adelbertus
marchio filius b. m. Otberti itemque marchionis et Adeleyda
jugalibus filia quondam Bosoni comitis ein Marienkloster zu Castiglione
gründen. Man könnte versucht sein, diesen Adalbert für Albert
Azzo I., seine Gemahlin Adelheid für die 1011 und 1012 erwähnte
Gemahlin Azzos
I. zu halten; doch ist das unmöglich; jene Adela bekennt sich
1011 zu salischem Recht, diese Adeleyda ist lege Alamannorum geboren, damit
steht ihre Verschiedenheit fest. Wie Otbert
I. hat also auch Otbert
II. zwei Söhne Adalbert gehabt, die wir als Albert
Azzo I. und Adalbert IV.
unterscheiden müssen. Alle drei sind 1014 in Gefangenschaft geraten:
es hat keine Schwierigkeiten sie in den marchiones
Ugo AzoAdelbertus,
von denen Arnulf I, 18 spricht (Hug, Hecil, Hecelin sagt Thietm. VII, 1)
wieder zu erkennen, die Thietmar ausdrücklich als germani bezeichnet,
damit die obige Annahme bestätigend. Hugo
ist wie der mit ihm gefangenen ALEDRAMIDE Otbert auf dem Transport nach
Deutschland entflohen;
Albert
Azzo und Adalbert wurden
in Fulda und Giebichenstein in Haft gehalten; erst im Januar 1018
ist der letzte von ihnen - wahrscheinlich
Adalbert
(Ecelinus, Thietm. VIII,1) - freigelassen.
Erst im Jahre 1021 erhalten wir nach dieser Katastrophe
wieder Kenntnis von den Brüdern. Hugo
hält im November dieses Jahres als marchio et comes comitatu
istius Mediolanensis eine Gerichtssitzung zu Mailand ab und ist
am 6. Dezember in Verona Beisitzer in einem Placitum HEINRICHS
II. (St. 1777); demnächst finden wir ihn im Mai 1027 in
einem Placitum KONRADS II. zu Verona
(St. 1948, siehe oben Seite 182). Aus dem Jahre 1029 besitzen wir zwei
Verträge von ihm mit einem Diakon Gerardus, durch welche Hugo
bedeutende Besitzungen erwarb; aus dem zweiten derselben erfahren wir,
daß er mit Gisela, einer Tochter des Pfalzgrafen Giselbert
II., Grafen von Bergamo, verheiratet, also wie wir sehen werden, ein Schwager
des Markgrafen Bonifaz von Canossa war; wir dürfen aus der Ausdrucksweise
der Urkunde zugleich schließen, daß diese Ehe ohne männliche
Nachkommen geblieben war. Über einen Teil der erworbenen Güter
verfügte Hugo noch im gleichen
Jahr zu Gunsten der Kirche von Piacenza; einen anderen soll er unter Mitwirkung
seiner Gemahlin - die Urkunde darüber liegt nicht vor - an Bischof
Rainald von Pavia geschenkt haben. Von einer Gerichtsurkunde des Königsboten
Tado aus dem Jahre 1034, in welcher der eine der beiden Verträge mit
Gerard von Hugo produziert und bestätigt
sein soll, wage ich, obwohl Ficker an derselben keinen Anstoß genommen
hat, vorläufig keinen Gebrauch zu machen, da in ihr die Gegenwart
von vassi Aikardi episcopi erwähnt wird, 1034 aber Peter Bischof von
Piacenza war, und Aikard erst seit 1038 vorkommt. Unanfechtbar ist dagegen
die oben erwähnte Dotationsurkunde von Kloster Castiglione von 1033;
Hugo
hat darin als Graf von Tortona die Verfügung seines Bruders anerkannt.
Als marchio et comes comitatus Terdonense hält Hugo
dann auch im Mai 1035 ein Placitum ab; er sitzt dabei in Sala Rodeadi,
einer der 1029 von Gerard erworbenen Burgen. Weiter hege ich keinen Zweifel
mehr, daß der Hugo comes, der
nach Wipo cap. 35 im Jahre 1037 auf dem Reichstage zu Pavia zu den Hauptanklägern
Ariberts von Mailand gehörte, unser Sohn
Otberts II. ist, dem
wir ja schon 1021 als Grafen von Mailand begegnet sind. Eine spätere
Erwähnung von ihm ist mir bis jetzt nicht vorgekommen. Der Todestag
Hugos
war der 26. Januar; das Jahr ist nicht zu ermitteln. Vielleicht
hat er eine Tochter Richilde hinterlassen; wenigstens urkundet im Jahre
1080 eine Richilda, filia quondam Ugoni marchio
et relicta quondam Gerardi Frogerii filius, die man am besten hierher bezieht;
sie würde nach ihrer Mutterschwester, der Gemahlin des CANOSSANERS
heißen. Sie lebt zwar nach römischen Recht, aber der Übergang
von der Lombarda zum römischen Recht ist bekanntlich nicht selten,
und ihre Tochter Agelburga bekennt sich ausdrücklich zum langobardischen
Gesetz.
Thietmar von Merseburg: Buch VII Seite 352, Buch VIII
Seite 438
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"Chronik"
Ach Tage später entstand zwischen den Römern
und den Unsrigen ein heftiges Handgemenge an der Tiberbrücke, in dem
auf beiden Seiten nicht wenige fielen; erst die Nacht trennte sie schließlich.
Diesen Kampf hatten drei Brüder herbeigeführt: Hugo,
Azzo
und Adalbert [Söhne des
Markgrafen Otbert II. von Este, Anhänger
König
Arduins, vgl. VIII, 1. - Bezieht sich wohl auf VII, 2 (Mai 1014).];
sie werden später festgenommen und in Haft behalten. Einer von ihnen
konnte dort im Lande entkommen, der zweite wurde nach Fulda gebracht, der
dritte wird schon lange in der Burg Giebichenstein verwahrt.
oo Gisela von Bergamo, Tochter des Grafen Giselbert
II.
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Literatur:
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Bresslau Harry: Jahrbücher des Deutschen
Reiches unter Konrad II. Verlag von Duncker&Humblot Leipzig 1879 Band
I Seite 415-430 - Erkens, Franz-Reiner: Konrad II. Herrschaft und
Reich des ersten Salierkaisers. Verlag Friedrich Puset Regensburg 1998,
Seite 178 - Holtzmann Robert: Geschichte der sächsischen Kaiserzeit.
Deutscher Taschenbuch Verlag München 1971 Seite 364,422 -