Tochter des Thüringer-Königs Bisinus
und der Langobardin Menia
Thiele, Andreas: Tafel 223
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser
Ergänzungsband"
WACHO
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† 539/40
1. oo RANIGUNDE VON THÜRINGEN
†
Tochter des Königs Bisinus, Schwester König
Herminafrieds
In erster Ehe war Wacho
mit der Thüringerin Radegunde
verheiratet und nahm spätestens 512 in zweiter Ehe die Gepidin
Austrigusa
zur Frau [64 Paulus I, 21 Seite 60. Zur langobardischen
Heiratspolitik dieser Phase vgl. J. Werner, Die Herkunft der Bajuwaren,
in: Zur Geschichte der Bayern (Wege der Forschung 60), 1965 Seite 25ff.)].
Der außenpolitische Aspekt dieser Eheschließung erhellt blitzartig,
wenn man erfährt, daß die Tochter aus erster Ehe
Wisigarde,
mit dem Franken-König Theudebert
I. verheiratet wurde und Walderada,
Tochter
Wachos
und
Austrigusas,
des Franken-Königs
Theudebald,
vorübergehend dann Chlothars
I. und schließlich des Bayern-Herzogs Garibald
Frau wurde [65
Ebd.; Gregor von Tours IV, 9 Seite 140f.].
Aus vornehmen Geschlecht stammte Audoin
bestimmt, wenngleich nichts Näheres darüber bekannt ist. Es war
jedoch mit dem alten langobardischen Königshaus und dem der Thüringer
über Audoins
Mutter versippt.
Diese mit dem Namen Menia, war in erster
Ehe mit dem Thüringer-König Bisin
verheiratet,
so daß Wachos erste Gemahlin
Radegunde,
die aus dieser Ehe stammte,
Audoins
Halbschwester war.
Offergeld Thilo: Seite 139,145
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"Reges pueri. Das Königtum Minderjähriger im
frühen Mittelalter."
Der erste Thüringer-König ist mit Bisinus/Bisin
zwar
erst für dieZzeit um 500 zweifelsfrei bezeugt, doch erscheint dieser
bald als der Ausgangspunkt einer veritablen Königsdynastie mit weitgespannten
genealogischen Vebindungen zu den Herrscherhäusern der Nachbarreiche:
Bisins
Frau war die langobardische Adlige Menia,
die nach seinem Tode den
Vater des späteren Langobarden-Königs
Audoin
heiratete. Bisins
Tochter Radegunde
wurde
die Gemahlin des Langobarden-Königs Wacho,
sein ältester Sohn Herminafried
heiratete gar eine AMALERIN,
Theoderichs Nichte Amalaberga.
Audoin war nicht
nur ein mächtiger Adliger aus dem Geschlecht der GAUSEN,
sondern über seine Mutter, die ehemalige Thüringer-Königin
Menia,
auch Schwager Wachos und somit durch
verwandtschaftliche Nähe für den Regentenposten qualifiziert.
Allerdings deuten
oo 1. Wacho König der Langobarden
x um 510/15
† 540
Literatur:
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Offergeld Thilo: Reges pueri. Das Königtum
Minderjähriger im frühen Mittelalter. Hahnsche Buchhandlung Hannover
2001 Seite 139,145 - Schneider, Reinhard: Königswahl und Königserhebung
im Frümittelalter. Untersuchungen zur Herrschaftsnachfolge bei den
Langobarden und Merowingern, Anton Hiersemann Stuttgart 1972 Seite 16,18
- Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur
europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs-
und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994
Tafel 223 -