Wigger I.                                          Graf von Thüringen (Germaramark) 967-987
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    -   987
 

Sohn des Grafen N.N.
Nach K. A. Eckhardt jüngerer Sohn des Grafen Wilhelm I. von Weimar und Neffe von Markgraf Wigger von Zeitz
 

Lexikon des Mittelalters: Band II Spalte 195
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Bilstein, Grafen von
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Ob ein ca. 800 als Tradent an Fulda auftretender Graf Erpho zur Familie der späteren Grafen von Bilstein gehörte, die sich seit Rucher III. 1145 nach der westlichen Albungen (Hessen, Kreis Eschwege) gelegenen Burg Bilstein nannten, ist umstritten. Aufgrund gleicher Leitnamen und der Lage von Grafschaftsrechten und Besitz sind die mit Wigger 967 in Erscheinung tretenden Grafen eines Stammes mit den späteren Grafen von Bilstein. Im 10. Jh. verfügten sie über ausgedehnte Grafschaftsrechte im Eichsfeld, bei Langensalza, Mühlhausen, Schlotheim, Frieda, Eschwege und andernorts.



Eckhardt Karl August: Seite 40-44,51
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"Eschwege als Brennpunkt thüringisch-hessicher Geschichte."

Zugleich hat sich ergeben, daß zwar die markgräflichen Funktionen Siegfrieds an den Markgrafen Gero übergingen, daß jedoch die Grafschaft im Hessegau an Dedi, die Vogtei über Drübeck an Wigger (der nach Geros Tod auch einen Teil der väterlichen Markgrafschaft, die Mark Zeitz, erhielt). Wenn wir also den Südteil der einst von Siegfried von Merseburg verwalteten ottonischen Grafschaft in Thüringen seit 949 in den Händen des Grafen Wilhelm I. von Weimar finden, so liegt auf der Hand, daß auch er ein Allodialerbe Siegfrieds war. Und diese Annahme wird aufs trefflichste dadurch bestätigt, daß nach Wilhelms I. Tod seine Grafschaft viergeteilt wurde und von den vier Grafen, die ihm folgten, offenbar seine Söhne, drei die Namen Wilhelm II., Siegfried III. und Wigger II. trugen und der vierte den alten Grafennamen Erpo erneuerte. Daß wir es hier mit Nachkommen des Grafen Siegfried I. von Merseburg und Neffen seines Sohnes Wigger I. zu tun haben, bedarf bei zweien von ihnen keines weiteren Wortes.
Am 18. Januar 967 schenkte OTTO II. auf Interventionn seines Halbbruders, des Erzbischofs Wilhelms von Mainz und seines getreuen Grafen Wigger an Fulda seinen Besitz in Cul ... und im Dorf Urbach und in Berthelrode in den Grafschaften der Grafen Wigger und Wilhelm.
Während sich aber der Übergang im Altgau sofort vollzog, ist im Helmegau zunächst ein Graf Erpo gefolgt, der nur einmal, nämlich am 31. Januar 983, urkundlich genannt wird. Offensichtlich handelt es sich hier ebenfalls um einen Sohn Wilhelms I., der nach einem Vorfahren Wilhelms genannt wird; er dürfte bald nach 983 verstorben und seine Grafschaft an die Brüder gefallen sein. Bei der Neuverteilung erhielt offenbar Wilhelm II. das Gebiet um Nordhausen, Wigger das Gebiet um Bleicherode; und der jüngste der Brüder, Siegfried, wurde von Wigger durch Abtretung des Gebietes um Eschwege entschädigt.
Graf Wigger II. ist allem Anschein nach im Jahre 987 gestorben. Denn Marianus Scottus hat uns die Nachricht aufbewahrt: Erzbischof Willigis von Mainz hat 987 die Kirche zu (Ober-)Dorlla (Turnilann) südlich Mühlhausen, den kirchlichen Mittelpunkt des gleichnamigen Archidiakonats bis zur Verlegung des Propsteisitzes nach Langensalza im Jahre 1472, auf Bitte des Grafen Wigger geweiht, der sie erbaut, mit seinem Besitz in der Dorlaer Gemarkung ausgestattet und testamentarisch an St. Martin in Mainz vermacht habe.
 
 
 
 

  oo N.N.
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Kinder:

  Wigger II. (III.)
          -   1034/35
 
 
 
 

Literatur:
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Eckhardt Karl August: Eschwege als Brennpunkt thüringisch-hessicher Geschichte. Verlag Trautvetter & Fischer Nachfolger. Marburg/Lahn 1964 Seite 40-45,51,97 -