Jüngerer Sohn des Königs
Berengar II. von Italien und der Willa
von Tuszien, Tochter von Markgraf Boso
Brandenburg Erich: Tafel 4 Seite 8
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"Die Nachkommen Karls des Großen"
VII. 38. Konrad, Markgraf
von Ivrea vor 987 1. X.
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* ..., + nach 989
Gemahlin: Ichilde
Anmerkungen: Seite 123
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VII. 38. Konrad (Kuno)
als Bruder Adalberts
968, Liudprand, Legatio c. 30.
Markgraf 987 30. IX. (mit seiner
Gemahlin Ichilde), Provana Studi critici sovra la storia d'Italia
331; cf. Ann. Gesta Mediol. 1, c. 8.
Über seine Nachkommen ist
nichts Sicheres bekannt. Manteyer, 498 meint, er habe wahrscheinlich keine
Kinder hinterlassen. Die früher gelegentlich auftauchenden Behauptungen,
Dado oder Dodo, des Gegen-Königs
Arduin von Ivrea Vater, sei sein Sohn
oder Bruder gewesen, entbehrt jeder ernsthaften Begründung. [VII 49]
VII. Generation
49
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Die Angaben von Brandenburg VII,
38 über Konrad ("Markgraf von
Ivrea von 987 X 1, + nach 989") waren
erheblich zu präzisieren, vgl. Mathilde Uhlirz, Jahrbücher des
Deutschen Reiches unter Otto II. und Otto III., Band 2, 1954, dort 649
oben, im Register, zu Konrad.
Im Register steht übrigens irrig ein Fragezeichen hinter der Angabe,
Konrad
sei ein Sohn König
Berengars II. gewesen. Diese Tatsache
wird von Uhlirz gar nicht angezweifelt, vgl. ebd. 76, Anmerkung 40: "Konrad
war der einzige Sohn Berengars,
der mit dem ottonischen
Haus Frieden geschlossen hatte."
Vgl. ferner Uhlirz 216f. (Konrad
erhält Spoleto und Camerino) und 355 (Konrad
ist noch 1001 im Amt, terminus post quem für seinen Tod).
CIV Markgraf KONRAD
der Sohn Berengars
II. und Willas,
wurde in den letzten Jahren der Herrschaft seines Vaters in Italien (ca.
957-961) als Verwalter der Grafschaft Mailand eingesetzt. Als OTTO
I. 961 in Italien erschienen war, wurden auch seine Besitzungen
- wie die seines Vaters und seiner Brüder, König
Adalbert und Markgraf
Wido konfisziert und am 12. September 963 dem Bischof Wido
von Modena übertragen. Obgleich er auch nach dem Willen des byzantinischen
Kaisers 968 noch ein Heer von 7.000-8.000 Panzerreitern aus S-Italien gegen
OTTO
DEN GROSSEN anführen sollte, damals also noch in oppositioneller
Haltung gegen OTTO gestanden haben
wird, so hat er sich doch später mit OTTO
ausgesöhnt. Als marchio schenkte er am 30. September 987 zusammen
mit seiner Gemahlin Richilda, der Tochter des Markgrafen Arduin
Glabrio, den Kanonikern der Kirche von Vercelli das Castell Caresana mit
Zubehör.
Als Sohn König
Berengars II. und Enkel Markgraf
Adalberts von Ivrea war er selbstverständlich fränkischer
Abstammung.
Uhlirz, Karl: Band 2 Seite 76
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"Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Otto II.
und Otto III."
Eine Abordnung der treu ergebenen Mönche des Klosters Bobbio war an dem Hoflager eingetroffen; sie dürfte nur einen Teil einer größeren Gesandtschaft gebildet haben, die auch Nachrichten von dem Markgrafen Hugo von Tuszien und Konrad, dem Sohn Berengars II. [Konrad war der einzige Sohn Berengars, der mit dem ottonischen Haus Frieden geschlossen hatte. Er hatte Ivrea zurückerhalten und wurde vor 996 von OTTO III. mit den Herzogtümern Spoleto und Camerino belehnt. Vgl Seite 216 und Arnulfi gersta archiepp. Mediol. I c. 8.] brachte.
Althoff Gerd: Seite 85
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"Otto III."
Zum Schutz und Trost lasse OTTO III. dem Papst den Markgrafen Hugo von Tuszien und den GrafenKonrad von Spoleto zurück; letzterer werde als sein Legat auch die strittigen acht Grafschaften (octo comitatus, qui sub lite sunt) leiten und dafür sorgen, daß dem Papst die schuldigen Abgaben entrichtet würden.
Görich Knut: Seite 229,233
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"Otto III. Romanus Saxonicus et Italicus."
Da keine Synodalakten erhalten sind, ist der von Gerbert
formulierte Brief OTTOS III. an Gregor
V. die einzige Quelle zu dieser Frage; der Kaiser läßt den Papst
wissen, daß er jene "acht Grafschaften, die strittig sind", dem Grafen
Konrad von Spoleto und Camerino unterstellt habe, der seinerseits
die Einrichtung der dem Papst schuldigen Abgaben gewährleisten werde.
OTTO III. muß
schon bei seinem ersten Romaufenthalt im Mai 996 die Lage als instabil
eingeschätzt haben. Dafür spricht jedenfalls die Verbannung des
Crescentius, die erst unter Einfluß Gregors V. rückgängig
gemacht wurde, als auch die Beauftragung der Markgrafen
Hugo von Tuszien und Konrad von Spoleto
mit dem Schutz des Papstes.
Pauler Roland: Seite 19
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"Das Regnum Italiae in ottonischer Zeit"
OTTO DER GROSSE schwächte,
soweit ersichtlich, die Macht der Markgrafen von Ivrea nicht wesentlich
und beließ die Herrschaft über diese Mark sogar in den Händen
Konrads,
Berengars
II. Sohn, obwohl er nach seinem vollständigen Sieg die Machtmittel
gehabt hätte, diesen Gefahrenherd für immer zu zerschlagen.
oo Richilde von Auriate, Tochter des Markgrafen
Arduin II. der Kahle von Turin
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Kinder:
Wibert Graf von Pombia
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Stammvater der Grafen di Canavese
Arduin Markgraf von Ivrea
um 955-14.12.1015
Literatur:
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Althoff Gerd: Otto III. Primus Verlag Darmstadt
1997 Seite 85 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen
Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Seite 8,122 - Görich
Knut: Otto III. Romanus Saxonicus et Italicus. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen
1995 Seite 229,233 - Hlawitschka, Eduard: Franken, Alemannen, Bayern
und Burgunder in Oberitalien (774-962), in Forschungen zur Oberrheinischen
Landesgeschichte Band VIII Eberhard Albert Verlag Freiburg im Breisgau
1960 Seite 138,216 - Holtzmann Robert: Geschichte der sächsischen
Kaiserzeit. Deutscher Taschenbuch Verlag München 1971 Seite 195 -
Pauler
Roland: Das Regnum Italiae in ottonischer Zeit. Max Niemeyer Verlag Tübingen
1982 Seite 19,25,66,167 - Uhlirz, Karl: Jahrbücher des Deutschen
Reiches unter Otto II. und Otto III. Verlag Duncker & Humblot Berlin
1967 Band 2, Seite 76,216 - Werner Karl Ferdinand: Die Nachkommen
Karls des Großen bis um das Jahr 1000 (1.-8. Generation) Band IV
in: Braunfels Wolfgang: Karl der Große Lebenswerk und Nachleben.
Verlag L. Schwann Düsseldorf Seite 468 -