Jüngerer Sohn des Königs
Berengar II. von Italien und der Willa
von Tuszien, Tochter von Markgraf Boso
Brandenburg Erich: Tafel 4 Seite 8
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"Die Nachkommen Karls des Großen"
VII. 37. Guido, Markgraf
959
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* 940, + 965 25. VI.
Anmerkungen: Seite 123
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VII. 37. Guido,
Joh. Chron. Venet. S. S. 7, 24 (959)
Tod Cont. Reg. 965, S. S. 1, 627; cd. Dümmler, Otto
379; Poupardin, Bourgogne 226, n. 5. [VII 48]
K 23
Me: 25.6. Uuido filius Berengari regis + 965 Sohn Berengars von Italien
(Es.) Wido fiel 965
im
Kampf gegen ein kaiserliches Heer unter Führung Herzog Burkhards II.
von Schwaben, nachdem er sich zusammen mit seinem Bruder Adalbert
gegen die Herrschaft OTTOS DES GROSSEN
erhoben hatte; vgl. Köpke-Dümmler, Otto der Große, Seite
381f.
Widos Eintragung
ins Mereseburger Necrolog ist vielleicht dadurch zu erklären, daß
sich zur Zeit seines Todes seine Schwestern bei der Kaiserin
Adelheid aufhielten. Auch sein Vater Berengar
(K 29) könnte aus diesem Grunde verzeichnet sein; siehe
dazu oben Seite 163f.
Vielleicht stammen die Einträge jedoch aus der bayerischen
Tradition, die HEINRICH II. bei der
Neustiftung des ottonischen Gedenkens
nach Merseburg transferieren ließ, siehe dazu oben Seite 200.
CLXXI Markgraf WIDO
der am 25. Oktober 960 bei König
Berengar II. in Pavia für eine Güterschenkung
an die
Königin
Willa intervenierte, der dem Einmarsch OTTOS
DES GROSSEN in Italien (961) einigen Widerstand entgegengesetzt
zu haben scheint und dessen Güter konfisziert und am 12. September
963 an Bischof Wido von Modena weitergegeben wurden, war ein Sohn König
Berengars II. und Willas.
Wie der Continuator Reginonis und andere bezeugen, nahm
er am Aufstand einiger italienischer Großen gegen die Herrschaft
OTTOS
I. im Jahre 965 teil, fiel jedoch im Kampfe gegen ein Aufgebot
Herzog Burchards II. von Schwaben, das OTTO
zur Niederwerfung des Aufstandes nach Italien gesandt hatte. Als Sohn Berengars
II. und Enkel Adalberts
von Ivrea war Wido selbstverständlich
fränkischer Abstammung.
Holtzmann Robert: Seite 195,202
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"Geschichte der sächsischen Kaiserzeit"
Die drei Söhne Berengars,
König
Adalbert,
Markgraf Wido und
Konrad,
waren in der Fremde.
Früher als er gedacht, riefen die italienischen
Angelegenheiten den Kaiser wieder nach dem Süden. In Italien hatte
etwa zwei Monate nach OTTOS Weggang
eine Anzahl langobardischer Herrn, darunter Graf Bernhard von Pavia, sich
gegen die deutsche Herrschaft erhoben und den flüchtigen König
Adalbert zurückgerufen. Sogar zwei Bischöfe waren im
Einvernehmen: Wido von Modena, den OTTO 962
das Erzkanzleramt für Italien, das er unter Berengar
innegehabt, belassen und Sigolf von Piacenza. Der Kaiser schickte den Herzog
Burchard von Schwaben gegen die Aufständischen, Burchard errang am
25. Juni 965 einen Sieg, Adalbert
floh wieder ins Gebirge, sein Bruder, Markgraf
Wido ist gefallen.
Literatur:
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Althoff Gerd: Adels- und Königsfamilien im
Spiegel ihrer Memorialüberlieferung. Studien zum Totengedenken der
Billunger und Ottonen. Wilhelm Fink Verlag München 1984, Seite 200,367
K 23 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen
Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Seite 8,123 -
Hlawitschka,
Eduard: Franken, Alemannen, Bayern und Burgunder in Oberitalien (774-962),
in Forschungen zur Oberrheinischen Landesgeschichte Band VIII Eberhard
Albert Verlag Freiburg im Breisgau 1960 Seite 95,216,287
- Holtzmann Robert: Geschichte der sächsischen
Kaiserzeit. Deutscher Taschenbuch Verlag München 1971 Seite 195,202
- Pauler Roland: Das Regnum Italiae in ottonischer Zeit. Max Niemeyer
Verlag Tübingen 1982 Seite 66 -