Arsinoe II. Philadelphos                 Königin von Thrakien
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316 v.u.Z. † 9.7.270 v.u.Z.             Königin von Ägypten
 

Älteste Tochter des Königs Ptolemaios I. von Ägypten aus dem Hause der PTOLEMÄER aus seiner 3. Ehe mit der Berenike I., Tochter von Lagos
 

Illustriertes Lexikon des Altertums: Seite 68
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Arsinoe II.
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* um 316 v. Chr. †

Tochter des Ptolemaios I. und der Berenike I.

Um 299 v. Chr. heiratete sie Lysimachos. Nach dessen Tod (281) heiratete sie ihren Halbbruder Ptolemaiso Keraunos. Als der ihre Söhne tötete, floh sie 279 nach Ägypten und heiratete etwa zwei Jahre später ihren jüngeren Bruder Ptolemaios II. Sie wurde sehr mächtig, und zu ihrer Zeit dehnte sich das ptolemäische Reich auf Kosten der makedonischen und seleukidischen Königreiche aus.  Um 272 v. Chr. wurden Arsinoe II. und ihr Mann als theoi adelphoi göttlich verehrt; nach ihrem Tod wurde ihr ein Kult gewidmet. Das Faijum wurde nach ihr Arsinoiton genannt.



Lexikon Alte Kulturen: Band I Seite 198
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Arsinoe II. Philadelphos, ptolemäische Königin
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* um 316 v. Chr. † 9. Juli 270 v. Chr.

Tochter Ptolemaios‘ I. und Berenikes I.

Ging nach ihren Ehen mit Lysimachos von Thrakien (299-281); dessen Sohn aus 1. Ehe sie zugunsten ihrer eigenen Söhne beseitigen ließ, sowie ihrem Stiefbruder Ptolemaios Keraunos 279 in Ägypten eine Geschwisterehe mit Ptolemaios II. ein und erhielt, bereits zu Lebzeiten zusammen mit ihrem Gatten göttlich verehrt, nach dem Tod einen eigenen Kult. Arsinoe II. bestimmte die gegen Antiochos I. und Makedonien gerichtete ägyptische Politik entscheidend mit.

Literatur:
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Kornemann, E.: Große Frauen des Altertums, Bremen 1958 - Thierfelder, H.: Die Geschwisterehe in hellenist.-röm. Ägypten, Münster 1960 - Seibert, J.: Beiträge zu den dynastischen Verbindungen in hellenistischer Zeit, Wsb. 1967.



Lexikon der Antike: Seite 64
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Arsinoe II. Philadelphos
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* um 316 v.u.Z.

Tochter des Ptolemäus I. Soter von Ägypten, herrschsüchtige Gemahlin des thrakischen Königs Lysimachos, heiratete nach dessen Tod 281 ihren Stiefbruder Ptolemäus Keraunos, in 3. Ehe ihren Bruder Ptolemäus II. und beherrschte zeitweilig den makedonischen und ägyptischen Hof.



Thiele, Andreas: Tafel 245
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

ARSINOE II.
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* um 316 v.u.Z. † 270 v.u.Z.

  1. oo LYSIMACHOS, König von Thrakien-Makedonien
                 † 281 v.u.Z.

  2. oo PTOLEMÄUS, König von Makedonien, Halbbruder
                 † 279 v.u.Z. gefallen

  3. oo PTOLEMÄUS II., Bruder
                  † 246 .u.Z.



Thiele, Andreas: Tafel 238
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

LYSIMACHOS
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* 360 v.u.Z. † 281 v.u.Z. gefallen

  3. oo ARSINOE II. VON ÄGYPTEN
                 † 270 v.u.Z.

Tochter des Königs Ptolemäus

Arsinoe II. stachelte ihren ersten Gatten Lysimachos zur Verjagung und Hinrichtung seiner Söhne aus früheren Ehen an, um ihren eigenen Söhnen von ihm das Erbe zu sichern. Sie heiratete nach des Lysimachos Tod in der Schlacht bei Kurupedion ihren Halbbruder Ptolemaios Keraunos, der ihre Söhne Lysimachos und Philipp ermordete. Nach ihrer anschließenden Verbannung wurde sie an den Hof ihres Bruders Ptolemaios II.eingeladen. Hier gelang ihr durch Intrigen die Verdrängung von dessen Frau Arsinoe I., ihrer Stieftochter, heiratete in 3. Ehe ihren Bruder Ptolemaios II. Philadelphos, wurde dessen einflußreiche Mitherrscherin und wurde göttlich verehrt.



Die herrschsüchtige Arsinoe II. war zuerst mit Lysimachos vermählt, der ihr Herakleia nebst Gebiet als Witwensitz zuwies, zerfiel mit ihrem Stiefsohn Agathokles, der mit ihrer verhaßten Stiefschwester Lysandra vermählt war, und bewirkte dessen Ermordung. Nach der Niederlage des Lysimachos im Februar 281 bei Kurupedion gegen Seleukos I., floh sie in das befestigte Kassandreia in Makedonien und machte von hier aus ihre Ansprüche gegen ihren Halbbruder Ptolemaios Keraunos geltend, der sich nach der Ermordung des Seleukos I. Thrakiens und Makedoniens bemächtigt hatte. Nachdem Keraunos zum König von Makedonien ausgerufen worden war, versprach er Arsinoe die Ehe und verpflichtete sich, mit ihren Söhnen eine gemeinsame Regierung zu führen. Sie willigte ein, nachdem er bei allen Göttern geschworen hatte, er werde Arsinoe als rechtmäßige Gemahlin halten und allein ihre Söhne und Kinder als legitime Erben anerkennen. Nach der Hochzeit lud sie ihren Gemahl nach Kassandria ein. Nach Besetzung der Stadt und Burg wurden ihre Söhne Lysimachos und Philippos in ihren Armen ermordet. Mit zwei Dienerinnen verließ sie Kassandreia, um sich ins Exil nach Samothrake zu begeben. Von hier aus folgte sie einer Einladung ihres Bruders Ptolemaios II. an den Hof nach Alexandria. Sie gewann rasch Einfluß auf ihren Bruder, der seine Gemahlin Arsinoe I. in die Verbannung in den Süden Ägyptens nach Koptos schickte. Da sie ihrem Bruder an Energie überlegen war, hat sie in der Folgezeit der Politik des Landes den Stempel aufgedrückt.

Grant, Michael: Seite 40
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"Kleopatra."

Doch nun taten Ptolemaios und seine Gemahlin und Schwester Arsinoe II. Philadelphos den letzten Schritt und ließen sich zu Lebzeiten offiziell als Gottheiten verehren. Sie bezeichneten sich als die Theoi Adelphoi (die Geschwistergötter). Von dieser Zeit an gab es für alle PTOLEMÄER während ihrer Lebenszeit vier verschiedene Kultformen.

Grant, Michael: Seite 109,115
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"Von Alexander bis Kleopatra. Die hellenistische Welt."

Seine leibliche Schwester und Gemahlin Arsinoe II. († 270) erklärte er wahrscheinlich noch zu deren Lebzeiten zur Göttin und begründete einen gemeinsamen Kult der Geschwistergottheit.
Ptolemaios II., von Natur aus eher vorsichtig-zurückhaltend, brauchte bei wichtigen Entscheidungen den Rat und die Ermutigung seiner Frau Arsinoe II.
 
 
 
 

    300 v.u.Z.
  1. oo 4. Lysimachos König von Thrakien
               361 v.u.Z. † Februar 281 v.u.Z.

    281 v.u.Z.
  2. oo Ptolemaios Keraunos König von Makedonien
           320/15 v.u.Z. † Februar 279 v.u.Z.
 

    277 v.u.Z.
  3. oo 2. Ptolemaios II. Philadelphos
              308 v.u.Z. † 246 v.u.Z.
 
 
 
 

Kinder:
1. Ehe

  Ptolemaios
  298 v.u.Z. †

  Er entkam 281 v.u.Z. zu den Illyrern.

  Lysimachos
  297 v.u.Z. † 280 v.u.Z. ermordet
                      Kassandreia

  Philippos
  294 v.u.Z. † 280 v.u.Z. ermordet
                     Kassandreia
 
 
 
 

Literatur:
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Bengtson Hermann: Die Diadochen. Die Nachfolger Alexanders des Großen. C.  H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung München 1987 Seite 77,104,127,129,133,146,147,152,154,186,204 - Bengtson Hermann: Herrschergestalten des Hellenismus. Verlag C.H. Beck München 1975 Seite 58,112-138 - Brambach Joachim: Kleopatra. Herrscherin und Geliebte. Eugen Diederichs Verlag München 1995 Seite 24-27 - Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band II Seite 367,419,420-421,425-426,431-432/Band III Seite 171 - FISCHER WELTGESCHICHTE. Band 6 Der Hellenismus und der Aufstieg Roms. Die Mittelmeerwelt im Altertum II. Fischer Bücherei KG, Frankfurt am Main 1965 Seite 61,134,139,141,144,148,207 - Geyer, Fritz: Alexander der Große und die Diadochen. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig 1925 Seite 139 - Grant, Michael: Kleopatra. Gustav Lübbe Verlag GmbH Bergisch Gladbach 1988 Seite 40 - Grant, Michael: Von Alexander bis Kleopatra. Die hellenistische Welt. Gondrom Verlag GmbH & Co KG, Bindlach 1984 Seite 109,115 - Herm Gerhard: Die Welt der Diadochen. Alexanders Erben kämpfen um die Herrschaft. C. Bertelmann Verlages GmbH, München 1978 Seite 87,91,108,114,136,171,175,197,204,211,213,217, 251,296,371 - Hölbl Günther: Geschichte des Ptolemäerreiches. Politik, Ideologie und religiöse Kultur von Alexander dem Großen bis zur römischen Eroberung. Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Darmstadt 1994 - Brambach Joachim: Kleopatra. Herrscherin und Geliebte. Eugen Diederichs Verlag München 1995 Seite 24-27 - KLEINES LEXIKON DES HELLENISMUS. Harrassowitz Verlag Wiesbaden 1993 Seite 163,175,177,204,250,275,281,322,424,428,509,622,629,814 - Kornemann Ernst: Große Frauen des Altertums. Verlag Schibli-Doppler Birsfeld-Basel Seite 110,119,168,248,400, 414 - Kytzler, Bernhard: Frauen der Antike. Kleines Lexikon antiker Frauen von Aspasia bis Zenobia. Insel Verlag Frankfurt am Main und Leipzig 1997 Seite 33-34 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 238,245,246 -