Antigonos I. Monophthalmos ("der Einäugige")   König (306 v.u.Z-301 v.u.Z.)
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um 384 v.u.Z. 301 v.u.Z. gefallen
                           bei Ipsos

Sohn des Philipp aus dem Fürstengeschlecht von Elymiontis
 

Illustriertes Lexikon des Altertums: Seite 43
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Antigonos I. Monophthalmos, Makedonischer Adliger
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* um 382 v. Chr.

Antigonos diente unter Philipp II., nahm an Alexanders Feldzug teil und wurde 333 v. Chr. zum Satrapen von Phrygien ernannt, was er bis Alexanders Tod blieb. Mit der Unterstützung des Antipater gewann er Pamphylien und Lykien. Er wollte als einziger Diadoche die Einheit des Alexander-Reiches bewahren. 319 v. Chr. schlug Antigonos den Alketas, den Bruder des Perdikkas, bei Pisidia. Bis 316 v. Chr. wandte sich Antigonos vor allem gegen Eumenes von Kardia, der nach der Schlacht von Gabiene hingerichtet wurde. Danach stand ein Großteil von Alexanders asiatischem Reich unter Antigonos Kontrolle. Antigonos I. gründete einen Bund der Inseln und wollte seinen Einfluß in Griechenland vergrößern; doch seine Gegner - vor allem Kassandros, Ptolemaios und Lysimachos - hielten aus. 312 v. Chr. wurde AntigonosSohn Demetrios I. bei Gaza geschlagen und im gleichen Jahr gewann Seleukos Babylonien zurück, das er 316 v. Chr. verloren hatte. Danach übernahm Seleukos die östlichen Satrapien. 311 v. Chr. wurde Frieden geschlossen, doch gab Antigonos die Hoffnung nicht auf, das Reich wieder zu vereinigen. 310 v. Chr. griff er Seleukos abermals an. 307 besetzte Demetrios Athen, und im folgenden Jahr schlug er die ptolemäische Flotte bei Salamis auf Cypern. Im gleichen Jahr nahmen Antigonos I. und sein Sohn den Königstitel an. 302 v. Chr. wurde bei Ipsos die Entscheidungsschlacht geschlagen, die Lysimachos und Seleukos gewannen. Antigonos I. Monophthalmos fiel, während er auf die Rückkehr seines Sohnes wartete, der ergebnislos den Feind verfolgt hatte.

Literatur:
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Diod. Sic., 18-20 - Plut. Eumenes, Demetrios - H. Breue, Das Alexanderreich 2, 1927, No. 87 -



Lexikon Alte Kulturen: Band I Seite 130
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Antigonos I. Monophthalmos [= der Einäugige], einer der Diadochen, König seit 306
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* um 384 v. Chr. 301 v. Chr.  gefallen
                              Ipsos (Inner-Anatolien)

War als Feldherr Alexanders des Großen nach dessen Tod Statthalter von Großphrygien, Lykien und Pamphylien und seit 321 Stratege von Asien. Er strebte nach Wiederherstellung der Einheit des Alexander-Reiches. Dies brachte ihn in Gegegnsatz zu anderen Diadochen, gegen die er, zusammen mit seinem Sohn Demetrios I. Poliorketes kämpfend, ein großes Reich in Vorderasien gewann: Es umfaßte 311 die Gebiete vom Hellespont bis zum Euphrat. 315 erließ Antigonos I. das Dekret von Tyros über die ‚Freiheit der Hellenen‘; gewann dadurch und durch die Gründung des Nesiotenbundes Einfluß in Griechenland. Nach einem Sieg über Ptolemaios I. auf Zypern nahmen Vater und Sohn 306 den Königstitel an, nachdem sie bereits 307 in Griechenland göttliche Ehren erhalten hatten; diesem Vorbild folgten die Diadochen Ptolemaios I., Kassander, Lysimachos und Seleukos I., womit die Auflösung des Alexander-Reiches in fünf Teilreiche besiegelt war. Gegen deren Koalition fiel Antigonos im Kampf. Seine Nachfolger hießen die ANTIGONIDEN, ihr Reich ANTIGONIDEN-Reich.

Literatur:
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Wehrli, C: Antigone et Demetrios. Genf 1968.



Lexikon früher Kulturen: Band I Seite 58
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Antigonos I. Monophthalmos [griech., Antigonos der Einäugige]
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* vor 380 v.u.Z. 301 v.u.Z. gefallen
                              in der Schlacht bei Ipsos (Phrygien)

Einer der Feldherren Alexanders der Großen

Er wurde 334/33 Satrap von Phrygien und führte nach der Teilung des Alexander-Reiches die Koalition der Diadochen gegen die Machtansprüche des sogenannten Reichsverwesers Perdikkas. Nach dessen Tode 321 wurde er mit der Strategie über das Reichsheer in Asien betraut. 306 hatte Antigonos die Königswürde angenommen. Da er nach der Alleinherrschaft über Asien strebte, bildeten die übrigen Diadochen unter Führung des Ptolemaios Lagos eine Koalition gegen ihn.



Lexikon der Antike: Seite 43
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Antigonos I. Monophthalmos („der Einäugige“)
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* vor 380 v.u.Z. 301 v.u.Z.

Feldhherr Alexanders des Großen, einer der Diadochen

Als Statthalter (Satrap) von Phrygien, Lykien und Pamphylien versuchte er, mit seinem Sohn Demetrios Poliorketes (307 Besetzung Athens, Vertreibung des Demetrios von Phaleron, 306 Annahme des Königstitels) ein kleinasiatisches Großreich zu begründen. 301 unterlag Antigonos I. in der Entscheidungsschlacht bei Ipsos gegen Lysimachos und Seleukos. Danach erfolgte die endgültige Aufteilung des Alexander-Reiches.



Thiele, Andreas: Tafel 240
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

ANTIGONOS I. MONOPHTHALMOS ("EINAUGE")
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um 382 v.u.Z.301 v.u.Z. gefallen

Antigonos I. diente sich unter Philipp II. hoch, machte den Persienfeldzug Alexanders mit und wurde 333 v.u.Z. Satrap von Phrygien. Er erhielt als General hohe Kommandos, nahm 323 v.u.Z. am Kronrat der Diadochen zu Babylon teil, erhielt Großphrygien und Pamphylien (weitgehend der Raum Kleinasien) zugestanden als Statthalter-Satrap, geriet hier gegen den Kanzler und Feldherr Eumenes, die einzige Stütze der Reichsverweser Perdikkas und Polyperchon und wurde zeitweilig von ihm verjagt. Antigonos I. war der Hauptpromotor des großen Diadochenbündnisses gegen Perdikkas und ließ ihn 321 v.u.Z. auf dessen Feldzug gegen Ägypten ermorden. Er wurde durch die Vereinbarung von Triparadeisos 321 v.u.Z. Reichsstratege für Asien unter dem Reichsverweser Antipatros I., geriet nach dem Tod des Antipatros gegen dessen Nachfolger Polyperchon und wurde von dessen Stütze Eumenes in Kleinasien bekriegt, ebenso vom Bruder und Schwager des Perdikkas, die er 319 v.u.Z. bei Kretopolis besiegte. Er besiegte 316 v.u.Z. Eumenes in der Schlacht bei Gabine entscheidend, ließ ihn hinrichten, nachdem ihn sein eigenes Heer ausgeliefert hatte, und wurde damit Herr von Kleinasien und Vorderasien. Antigonos I. wurde von seinem Heer zum Reichsregenten ausgerufen und versuchte im Namen der beiden Könige Philipp III. und Alexander IV., die er zeitweise in seinem Gewahrsam hatte, die Reichseinheit wiederherzustellen, womit er schroff gegen die anderen Diadochen geriet. Er konnte Seleukos I. aus Mesopotamien verjagen, scheiterte 312 v.u.Z. in der Schlacht bei Gaza gegen Ptolemaios I. und mußte 311 v.u.Z. Frieden schließen, der den Besitzstand bestätigte. Er scheiterete in der Folgezeit mit allen Versuchen, den nicht berücksichtigten Seleukos I., der sich wieder in Mesopotamien/Babylon festgesetzt hatte, zu verjagen und wendete sich daher verstärkt gegen Griechenland und Makedonien. Antigonos I. gewann in Griechenland große Sympathien durch den Erlaß von Tyros 315 v.u.Z. über die "Freiheit der Hellenen", gründete Antigoneia/Orontes als neue Residenz und nahm 306 v.u.Z. nach der Eroberung Griechanlands durch seinen Sohn als erster Diadoche den Titel "König" an. Er zielte als Senior der Diadochen immer offener auf die Wiederherstellung des Alexander-Reiches, geriet zuletzt gegen die große Koalition aller anderen Diadochen und unterlag ihr 301 v.u.Z. in der Schlacht bei Ipsos, womit die endgültige Fiktion des Gesamtreiches zusammenbrach. Antigonos I. war in der Schlacht gefallen.

  oo STRATONIKE
       um 355 v.u.Z. nach 295 v.u.Z.

Tochter des makedonischen Edelmannes Korrhagos
Geriet 295 v.u.Z. in Cypern in ägyptische Haft und wurde von König Ptolemäus I. ehrenvoll freigelassen.



Antigonos I. Monophthalmos erhielt die Statthalterschaft von Großphrygien, die um Lykien und Pamphylien vermehrt, ihm auch nach dem Tode Alexanders bestätigt wurde. Er versuchte in steten Kämpfen mit den anderen Diadochen ein asiatisches Großreich zu begründen. 321 v.u.Z. wurde er neben Kassandros Heeresbefehlshaber in Asien. 319 v.u.Z. erkannte er Polyperchon, den neuen Reichsverweser, nicht an und entfachte damit den 2. Diadochenkrieg. 316 v.u.Z. besiegte Antigonos den Eumenes von Kardia, den er, von seinen Truppen ausgeliefert, hinrichten ließ. Im gleichen Jahr befahl Antigonos die Ermordung des Satrapen von Medien, Peithon, und vereinigte nach der Flucht des babylonischen Satrapen Seleukos ganz Mesopotamien, Phrygien, Kappadokien, Phönikien und die östlichen Provinzen unter seiner Gewalt. 315 v.u.Z. ernannte er sich selbst zum Reichsverweser. Der 3. Diadochenkrieg von 315 v.u.Z.-311 v.u.Z. (Antigonos gegen die übrigen Diadochen) endete auf der Basis des Status quo. Nach dem Sieg seines Sohnes Demetrios I. Poliorketes in der Seeschlacht bei Salamis über Ptolemaios I. 306 v.u.Z. nahmen beide den Königstitel an. In der Entscheidungsschlacht bei Ipsos 301 v.u.Z. wurde Antigonos I. von einer Koalition seiner Gegner besiegt und fiel im Kampf, während sich sein Sohn mit der Flotte rettete. Danach erfolgte die endgültige Aufteilung des Alexander-Reiches. Antigonos galt als ehrenhaft, tapfer und großzügig.
 
 
 
 

 338 v.u.Z.
  oo Stratonike, Tochter des makedonischen Edelmannes Korrhagos
       um 360 v.u.Z. nach 295 v.u.Z.
 
 
 
 

Kinder:

  Demetrios I. Poliorketes
  337 v.u.Z. 283 v.u.Z.

  Philippos
  333 v.u.Z. 306 v.u.Z.

  Jolaos
      
 
 
 
 

Literatur:
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Bengtson Hermann: Die Diadochen. Die Nachfolger Alexanders des Großen. C.  H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung München 1987 Seite 12-203 - Bengtson Hermann: Herrschergestalten des Hellenismus. Verlag C.H. Beck München 1975 Seite 15,20,23,24,25,29,32,33,44,46,48,50,64,67,69, 70,73,75,80,82,86,143, 160,253 - Bengtson Hermann: Philipp und Alexander der Große. Die Begründer der hellenistischen Welt. Eugen Diederichs  Verlag München 1997 Seite 200,252,257,259 - Benoist-Mechin Jacques: Kleopatra oder der entschwundene Traum. Societäts-Verlag Frankfurt 1980 Seite 100,201 - Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band II Seite 16 -352/Band III Seite 39,55,478,484 - Errington Malcolm: Geschichte Makedoniens. C.H. Beck Verlag München 1986 Seite 113,114,116,117,121,123,124,127,130,133,138,153,198 - FISCHER WELTGESCHICHTE. Band 6 Der Hellenismus und der Aufstieg Roms. Die Mittelmeerwelt im Altertum II. Fischer Bücherei KG, Frankfurt am Main 1965 Seite 30,32,36,441,45,51,53,149,151,153, 159,176,245,273,292 - Fox Robin Lane: Die Suche nach Alexander. Georg Westermann Verlag GmbH Braunschweig 1990 Seite 72,127,136,284,301,308,309  - Geyer, Fritz: Alexander der Große und die Diadochen. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig 1925 Seite 50,96,116-118-121-140,144,147 - Grant, Michael: Von Alexander bis Kleopatra. Die hellenistische Welt. Gondrom Verlag GmbH & Co KG, Bindlach 1984 Seite 16,17,68,77,80,104,105,114,129,142,144,208,217,222 - Herm Gerhard: Die Welt der Diadochen. Alexanders Erben kämpfen um die Herrschaft. C. Bertelmann Verlages GmbH, München 1978 Seite  42,44,46,49,55,59,63,74,81,89,93,133,156,318 - Hölbl Günther: Geschichte des Ptolemäerreiches. Politik, Ideologie und religiöse Kultur von Alexander dem Großen bis zur römischen Eroberung. Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Darmstadt 1994 Seite 14-24 - KLEINES LEXIKON DES HELLENISMUS. Harrassowitz Verlag Wiesbaden 1993 Seite 17,45,51,56,58,62,87,93,97,101, 108,153,156,201,237,248,271-275,277,280,284,287,290,329,333, 340,369,405,411,420-423,431,472, 476,478,483,489,500,535,593-596,609,620,711,800,805,814,821 - Kreißig Heinz: Geschichte des Hellenismus. Akademie-Verlag Berlin 1982 Seite 48,50,67,79-90,93,96,156,165,177 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 240 -