Robin Lane Fox: Seite 127,136,284,308
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"Die Suche nach Alexander"

Im Winter nach der Schlacht bei Issos gab es in Kleinasien drei wichtige Schlachten. Alle drei waren Versuche der Perser, in Kappadokien, nach Westen ins besetzte Kleinasien einzudringen und vielleicht sogar die Küste zu erreichen. Da sich die Geschichtsschreiber auf Alexander konzentrierten, sind die drei makedonischen Siege nicht in ihren Einzelheiten bekannt. Jeder war ein Erfolg für das Standvermögen von Philipps ehemaligem General Antigonos, dem einzigen Offizier, der während der gesamten Herrschaft Alexanders ein und derselben asiatischen Provinz vorstand. Diese Ereignisse sollten nicht unterschätzt werden, nur weil sie so kurz erwähnt werden.
Als etwa zehn Jahre nach Alexanders Tod der Diadochen-König Antigonos wegen der hohen Abgaben, die er forderte, angegriffen wurde, da sie nicht Alexanders Stil entsprächen, soll Antigonos geantwortet haben: "Natürlich, weil er Asien ausgeraubt hat, kann ich nur noch das Stroh sammeln."
Vier Jahre nach Alexanders Tod führte Antigonos, ein kampferprobter Offizier Philipps, nicht weniger als 40.000 Infanteristen, 7.000 Reiter und viele Elefanten durch ein vergleichbares, vielleicht sogar schwierigeres Gelände in Kleinasien. Seine Marschgeschwindigkeit betrug an sieben aufeinanderfolgenden Tagen jeweils fast 65 Kilometer.
Für ein Zeugnis der ersten Diadochenkriege müssen wir weiter nach Osten gehen, bis zu den Bergen hinter Isfahan im Iran, über eine weite und kahle Ebene im alten Distrikt von Gabine hinweg. Dort fochten nur sechs Jahre nach Alexanders Tod der Sekretär Eumenes und Antigonos der Einäugige eine furchtbare Schlacht: Auf jeder Seite töteten Makedonen andere Makedonen. Als die Dunkelheit hereinbrach, stellten die Überlebenden ihre Reihen für eine zweite Runde beim Licht des Mondes auf: "Der Wunsch zu siegen erfüllte nicht nur die Generäle, sondern auch die Masse der Kämpfenden." Bei Khurreh, außerhalb Isfahans, überblicken die Säulen eines griechischen Tempels das vermutliche Schlachtfeld, einen Platz, der für seine vielen Knochenfunde bekannt ist. Hier liegt vielleicht das Grab für die Toten einer der erbittersten Schlachten der Geschichte.