Anna von Byzanz                            Königin von Nieder-Burgund
----------------------                           römische Kaiserin
886/88-   914 oder 936
 

Einzige illegitime Tochter des Kaiser Leos VI. von Byzanz von der Zoe, Tochter von Stylianos Zautzes
 

Brandenburg Erich: Tafel 1 Seite 2
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"Die Nachkommen Karls des Großen."

IV. 26. BERENGAR I., Markgraf von Friaul vor 875, König von Italien 888
-----------------------------  Kaiser 915 XII.
* wohl zwischen 850 und 860, + 924 7. IV.

Gemahlinnen:
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a) vor 890 3. XI. (ca 880)
Bertila, Tochter des Markgrafen Suppo von Spoleto
      + vor 915 XII.

b) Anna,  oIo vor 915 XII., unbekannte Abstammung
             + nach 936 V.

Anmerkungen: Seite 113
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IV. 26. Berengar I.
Sein Geburtsdatum ist nicht überliefert und kann nur ungefähr aus den sonstigen Lebensdaten erschlossen werden. Im Testament seines Vaters erhielt er Annappes (bei Lille), Hildina (bei Lüttich) und alle Besitzungen im Condroz. Er wird III. 878 (Jaffe 3123) noch als juvenis bezeichnet. Für die übrigen Daten siehe Dümmler, Gesta Berengarii. Zum Kaiser gekrönt wurde er kurz vor dem 8. XII. 915, siehe Schiaparelli Dipl. di Bereng. I n 108. Über das Todesdatum J. Becker in der 3. Auflage von Liutprands Antapodosis 69, Anm. 3.

Gemahlinnen:
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1. Bertila

oo vor 3.XI. 890, Schiaparelli n. 10, wahrscheinlich einige Jahre früher wegen der mutmaßlichen Geburtszeit ihrer Tochter. Gestorben nach 27.VII.910, Schiaparello n. 72, aber einige Zeit vor ihres Gatten Kaiserkrönung, da dessen zweite Gemahlin Anna in einer undatierten Urkunde (Sciaparelli n. 107) als Königin erscheint, also noch vor der Krönung vermählt gewesen sein muß. Die Urkunde von 916, Schiaparelli n. 113, in der Birtila als Kaiserin erscheint, ist wahrscheinlich gefälscht. Über Abstammung siehe Dümmler, Gesta Bereng. 27 und 101.

2. Anna

vermutlich vor 915 vm. (siehe oben) urk. zuerst 8.IX.920, Schiaparelli n. 129, zuletzt 936, Böhmer 1398. Previte Orton, Hist. Review 32, 336 stellt die Hypothese auf, daß Anna eine Tochter des LUDWIG BOSONIDES (VI, 6) aus seiner angeblich ersten Ehe mit einer byzantinischen Prinzessin gewesen sei. Die Begründung ist ganz unzureichend.

Ergänzungen (Werner):
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* 840/45, 874 Herzog in Friaul. [IV 27]



Thiele, Andreas: Tafel 196
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

ANNA
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    +

  oo LUDWIG III. D' ARLES, König von Burgund, römischer Kaiser
                + 928



Norwich John Julius: Band II Seite 146
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"Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches."

Mit ungebührlicher Hast zog die Witwe im Palast ein, und zu Beginn des Jahres 898 wurden die beiden Liebenden einander vermählt. Ein Zeitlang lief alles bestens. Zoe kündigte bald Nachwuchs an, und Leon erwartete voller Spannung den Sohn, den die Astrologen ihm prophezeit hatten. Allein, es kam ein Mädchen zur Welt; sie erhielt den Namen Anna.

Ferdinandy Michael de: Seite 59
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"Der heilige Kaiser. Otto III. und seine Ahnen."

Boso freit Irmingard, die Tochter Kaiser LUDWIGS II., nachdem er freilich - um diese Ehe eingehen zu können - seine erste Frau vergiften ließ. Dasselbe tat übrigens auch BERENGAR I., um sich mit Anna, seiner zweiten Frau, vereinigen zu können, die vermutlich eine Tochter Kaisers Leons VI. von Byzanz war, wenn ihr auch der Titel Augusta - war sie doch aus vierter, unkanonischer Ehe ihres Vaters geboren - nicht zukam. [Persönlicher Einwurf: Ich halte eine Ehe zwischen Kaiser BERENGAR I., der um 850 geboren wurde, und der 903 geborenen Anna von Byzanz aus Leons VI. vierter Ehe für beinahe unmöglich.]

Erkens Franz-Reiner: Band II Seite 250
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"Frau als Herrscherin." in: Kaiserin Theophanu. Begegnung des Ostens und Westens um die Wende des ersten Jahrtausends. Gedenkschrift des Kölner Schnütgen-Museums zum 1000. Todesjahr der Kaiserin.

Man kann darüber streiten, ob der consors-regni-Titel damit einen offiziellen Charakter als Ausdruck für die institutionelle Stellung der Herrscherin als Mitregentin gewonnen hat oder ob er nicht doch eine eher spezifische Bezeichnung geblieben ist für de nicht genauer umrissene Teilhabe der Gemahlin des Kaisers an dessen Herrschaft für eine nicht exakt gefinierte Stellung also, deren Gewicht letztlich von der Persönlichkeit des Herrschers abhing. Wie die weitere Entwicklung zeigt, dürfte eher die zweite Ansicht zutreffen. Zunchst wurde die Titulierung der Herrscherinnen als consors regni in Italien zwar beibehalten, ja dioe Häufigkeit der Verwendung dieses Titels stieg sogar noch an: Ageltrude, die Gemahlin WIDOS VON SPOLETO, trug ihn fünfmal, Bertilla, die erste Frau BERENGARS VON FRIAUL, sogar fünfzehnmal; aber schon Anna, der zweiten Gemahlin BERENGARS, wurde er nur noch einmal, und zwar im Jahre 923, beigelegt. Für ihre Nachfolgerinnen findet er dann vor 962 insgesamt nur noch dreimal Verwendung: für Alda, die erste Frau Hugos von Arles, am 27. Juli 927, für Adelheid, die spätere Kaiserin, am 31. März 950 und für Willa, die Gemahlin Berengars II. von Ivrea, am 25. Oktober 960.

Hlawitschka Eduard: Seite 34
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"Kaiserin Adelheid und Kaiserin Theophanu" in: Schnith Karl: Frauen des Mittelalters in Lebensbildern.

Und der deutsche König HEINRICH I. wie danach auch sein Sohn OTTO I. hatten den hochburgundischen Rechtsanspruch unterstützt. Denn LUDWIGS DES BLINDEN zwei Söhne Karl Konstantin und Rudolf galten ja nach der Auflösung der Ehe ihres Vaters mit der byzantinischen Prinzessin Anna (um 906/12) und der Neuvermählung ihres Vaters mit einer Dame namens Adelheid nicht mehr als legitim, das heißt nicht mehr erbberechtigt am väterlichen niederburgundischen Reich.
 
 
 
 

     900
  1. oo 1. LUDWIG III. DER BLINDE Römischer Kaiser
               um 880-5.6.928

      915
  2. oo 2. BERENGAR I. VON FRIAUL Römischer Kaiser
              850/53-7.4.924
 
 
 
 

Kinder:

  Karl Konstantin Graf von Vienne
  901- nach 1.962

  Rudolf
         - nach 19.3.929
 
 
 
 

Literatur:
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Collenberg, Weyprecht Hugo Graf Rüdt von: Wer war Theophano? Seite 59 - Erkens Franz-Reiner: Frau als Herrscherin. in: Kaiserin Theophanu. Begegnung des Ostens und Westens um die Wende des ersten Jahrtausends. Gedenkschrift des Kölner Schnütgen-Museums zum 1000. Todesjahr der Kaiserin. Herausgegeben von Anton von Euw und Peter Schreiner Band I und II Köln 1991 Band II Seite 250 -
Ferdinandy Michael de: Der heilige Kaiser. Otto III. und seine Ahnen. Rainer Wunderlich Verlag Tübingen 1969 Seite 59 - Hlawitschka, Eduard: Die verwandtschaftlichen Verbindungen zwischen dem hochburgundischen und dem niederburgundischen Königshaus. Zugleich ein Beitrag zur Geschichte Burgunds in der 1. Hälfte des 10. Jahrhunderts, in: Schlögl, Waldemar und Peter Herde: Grundwissenschaften und Geschichte, Festschrift für Peter Acht; Kallmünz 1976 (Münchener historische Studien: Abteilung geschichtliche Hilfswissenschaften Band 15) Seite 28-57 - Hlawitschka Eduard: Stirps Regia. Forschungen zum Königtum und Führungsschichten im frühen Mittelalter. Ausgewählte Aufsätze. Festgabe zu seinem 60. Geburtstag. Verlag Peter Lang Frankfurt am Main - Bern - New York - Paris Seite 272-274,279,283,305,561 - Norwich John Julius: Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und München 1993 Band II Seite 146 - Schnith Karl: Frauen des Mittelalters in Lebensbildern. Verlag Styria Graz Wien Köln 1997 Seite 34 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 196 -