Sohn des Grafen
Suppo II. von Parma aus dem Hause der SUPPONIDEN
und der Berta
von Piacenza, Tochter von Graf
Wifred
Hlawitschka, Eduard: Seite 162
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"Franken, Alemannen, Bayern und Burgunder in Oberitalien
(774-962)"
L. BOSO III.
ein Sohn des Grafen Suppo II. von Parma, ergriff
im Kampf zwischen WIDO
und BERENGAR
888/89 für den letzteren Partei, mit dem er durch die Ehe seiner Schwester
Bertilla
verwandtschaftlich verbunden war. Sein und seiner Brüder - Graf
Adelgis II. und Graf
Wifred II. - Aufgebot von zusammen 1.500 gepanzerten Reitern hatte
eine große Bedeutung für BERENGARS
Streitmacht.
- Obwohl er demnach ein angesehener Mann gewesen sein muß, sind doch
die weiteren Nachrichten über ihn sehr knapp. So erwähnt ihn
eine Urkunde vom Januar 925, laut welcher eine ehemals von seiner Mutter
Berta, seinen Brüdern Adelgis II., Wifred II.,
Arding clericus und ihm vorgenommene Freilassung eines Hörigen
durch Graf
Suppo IV. bestätigt und erneuert wird; so zeigt ihn auch die
Schenkungsurkunde seiner Mutter Berta vom Juli 902 für die
S. Antoniuskirche von Piacenza, die nach dem Handzeichen des Bischofs
Arding von Brescia, des eben noch als clericus erwähnten
Bruders, das + ego Boso m.m. ss. wiedergibt.
Wenn im August 910 zwei uasallj Bosoni marchione
ex genere francorum als Zeugen bei einem Gütertausch in Asti auftreten,
dann ist man geneigt, auich diese Nennung noch auf Boso III. zu
beziehen. In einer Urkunde König BERENGARS
vom 19. September 913 ist dann von einem fideli nostro Bosonete
die Rede. Da in dieser Zeit gerade der Giftmord König
BERENGARS an seiner Gemahlin Bertilla,
Bosos
Schwester,
fällt und dazu um diese Zeit auch Nachrichten über seinen Bruder
Wifred II. aufhören, steht - bezieht man diese Quelle auf den
gleichen Boso - zu vermuten, daß die SUPPONIDEN
den
Mord an ihrer Schwester nicht unbeachtet hinnahmen, sondern mit einer Auflehnung
beantworteten, dabei aber erfolglos blieben.
Als Sohn Suppos II. war Boso fränkischer
Abstammung.