Boso III.                                         Graf von Parma
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    - nach 913
 

Sohn des Grafen Suppo II. von Parma aus dem Hause der SUPPONIDEN und der Berta von Piacenza, Tochter von Graf Wifred
 

Hlawitschka, Eduard: Seite 162
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"Franken, Alemannen, Bayern und Burgunder in Oberitalien (774-962)"

L.                                      BOSO III.

ein Sohn des Grafen Suppo II. von Parma, ergriff im Kampf zwischen WIDO und BERENGAR 888/89 für den letzteren Partei, mit dem er durch die Ehe seiner Schwester Bertilla verwandtschaftlich verbunden war. Sein und seiner Brüder - Graf Adelgis II. und Graf Wifred II. - Aufgebot von zusammen 1.500 gepanzerten Reitern hatte eine große Bedeutung für BERENGARS Streitmacht. - Obwohl er demnach ein angesehener Mann gewesen sein muß, sind doch die weiteren Nachrichten über ihn sehr knapp. So erwähnt ihn eine Urkunde vom Januar 925, laut welcher eine ehemals von seiner Mutter Berta, seinen Brüdern Adelgis II., Wifred II., Arding clericus und ihm vorgenommene Freilassung eines Hörigen durch Graf Suppo IV. bestätigt und erneuert wird; so zeigt ihn auch die Schenkungsurkunde seiner Mutter Berta vom Juli 902 für die S. Antoniuskirche von Piacenza, die nach dem Handzeichen des Bischofs Arding von Brescia, des eben noch als clericus erwähnten Bruders, das + ego Boso m.m. ss. wiedergibt.
Wenn im August 910 zwei uasallj Bosoni marchione ex genere francorum als Zeugen bei einem Gütertausch in Asti auftreten, dann ist man geneigt, auich diese Nennung noch auf Boso III. zu beziehen. In einer Urkunde König BERENGARS vom 19. September 913 ist dann von einem fideli nostro Bosonete die Rede. Da in dieser Zeit gerade der Giftmord König BERENGARS an seiner Gemahlin Bertilla, Bosos Schwester, fällt und dazu um diese Zeit auch Nachrichten über seinen Bruder Wifred II. aufhören, steht - bezieht man diese Quelle auf den gleichen Boso - zu vermuten, daß die SUPPONIDEN den Mord an ihrer Schwester nicht unbeachtet hinnahmen, sondern mit einer Auflehnung beantworteten, dabei aber erfolglos blieben.
Als Sohn Suppos II. war Boso fränkischer Abstammung.



Literatur:
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Hlawitschka, Eduard: Franken, Alemannen, Bayern und Burgunder in Oberitalien (774-962), in Forschungen zur Oberrheinischen Landesgeschichte Band VIII Eberhard Albert Verlag Freiburg im Breisgau 1960 Seite 77,82,105,112,162-163,190,247,271,273,288,299,308 -