Lexikon des Mittelalters: Band VIII Spalte 328
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Supponiden
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Nach salfränkischen Recht lebendes Adelsgeschlecht, dessen Angehörige im 9. und in der 1. Hälfte des 10. Jh. zeitweise die Grafschaften Brescia, Parma, Piacenza, Modena, Bergamo und das Herzogtum Spoleto verwalteten, vornehmlich im Gebiet um Parma reich begütert waren und engste Kontakte zu Königen und Kaisern unterhielten. Die Grundlagen hierfür legte Graf Suppo I. von Brescia, der 814 als Pfalzgraf fungierte, 817 die Konspiration König Bernhards gegen Kaiser LUDWIG DEN FROMMEN aufdeckte und 822-824 Herzog von Spoleto war. Über seine mutmaßlichen Söhne Graf Mauring von Brescia (+ 824 als designierter Herzog von Spoleto) und Graf Adalgis I. von Parma (+ nach 861) pflanzte sich das Geschlecht fort; einerseits im Pfalzgrafen Maurinus (+ um 850) und im archiminister und consalirius Kaiser LUDWIGS II. Suppo III. (+ 878/79) nach Verlust des Herzogtums Spoleto), der eine Schwester Markgraf Eberhards von Friaul geehelicht hatte, und andererseits in den in Oberitalien tätigen Grafen Suppo II., Egifred und Arding und ihrer Schwester, der Kaiserin Angilberga, wobei Suppo II. wiederum die als tapfere Helfer König BERENGARS I. im Kampf gegen seinen Rivalen WIDO gepriesenen Grafen Adalgis II.,Wifred und Boso, den Bischof und Kanzler BERENGARS I. Arding von Brescia sowie Bertilla (1. Gemahlin BERENGARS I.) zu Kindern hatte. Seit der Mitte des 10. Jh. verlieren sich die sicheren Spuren dieses Geschlechts. - Dass bereits Kunigunde, die Gemahlin König Bernhards von Italien (+ 818), den SUPPONIDEN zugehörte, wurde erwogen, bleibt aber ebenso unsicher wie eine frühe Verbindung mit den OTBERTINERN oder die Zuweisung Hildegards, Gemahlin Graf Adalberts/Attos von Canossa, zu dieser Familie.
Literatur:
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E. Hlawitschka, Franken, Alemannen, Bayern und Burgunder
in Oberitalien (774-962), 1960, bes. 299-309 - J. Fischer, Kgtm., Adel
und Kirche im Kgr. Italien (774-875) [Diss. Tübingen 1965], 205ff.