Sohn des Grafen
Suppo II. von Parma aus dem Hause der SUPPONIDEN
und der Berta
von Piacenza, Tochter von Graf
Wifred I.
Hlawitschka, Eduard: Seite 112-113
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"Franken, Alemannen, Bayern und Burgunder in Oberitalien
(774-962)"
IX. ADELGISIUS II.
ist vornehmlich dadurch bekannt, daß er nun mit
seinen beiden Brüdern Wifred
II. und Boso
III. nach dem Sturze Kaiser
KARLS III. beim Kampf um die italienische Krone zwischen
BERENGAR
und WIDO(888-889)
entschlossen auf die Seite der ersteren trat; 1.500 gepanzerte Reiter vermochten
nach den Angaben der Gesta Berengarii diese Brüder, die tria fulmina
belli Supponide, welche durch die Verheiratung ihrer Schwester
Bertilla
mit BERENGAR engstens mit ihrem Prätendenten
verbunden waren, für den Kampf zu stellen.
Adelgisus war ein Sohn Suppos II. Seine
Mutter war Berta, die Tochter des Grafen Wifred von Piacenza;
mit ihr und seinen Brüdern Wifred, Boso und Bischof
Arding (von Brescia) hatte er dereinst einem Hörigen Gisembert
die Freiheit gegeben, wie wir aus einer Urkunde vom Januar 925 erfahren.
Da Adelgis bereits im August 880 (oder 885) als comes istius
ciutatis Placencia in Piacenza zu Gericht saß, so ist es zunächst
klar, daß er dem Grafen
Richard in dieser Grafschaft schon unter KARL
III. nachgefolgt war; dann scheinen es aber auch die Verbindungen
seiner Mutter mit Piacenza gewesen zu sein, die ihm die Grafschaft einbrachten.
Die Beziehungen, die dabei zu seinem Herkunftsort Parma bestehen blieben,
lassen sich deutlich an den verschiedenen in dieser Urkunde genannten,
aus Parma stammenden vassi eidem comes und scavini aufzeigen.
Seine Grafschaft Piacenza verlor er beim Einsatz
gegen WIDO, welcher seinen Einfluß
bis zur Adria ausdehnen konnte und in Piacenza den Grafen Siegfried, einen
seiner treuesten Parteigänger, einsetzte. Deshalb finden wir Adelgis
auch am 20. Oktober 890 am Hofe seines Schwagers König
BERENGARS in Verona; er bittet dort mit Bischof Adalard von
Verona als illustris comes und dilectus fidelis den
König, dieser möge seinem Vassus Ropert sortes sex samt
Zubehör in vico qui dicitur Rovereto ... in comitatu Regiensi
überassen. Welche weiteren Beziehungen Adelgis zu Reggio unterhielt,
läßt sich nicht mehr erkennen [6 Man beachte in diesem
Zusammenhang auch den Streit Wifreds II., seines Bruders (und Nachfolgers
ab 906 in Picanza), mit dem Bischof von Reggio sowie die sich in der Besitzlage
äußernde merkwürdige Doppelstellung in Piacanza und Reggio
beim Vizegrafen Wifreds II., Framsit. Vgl. dazu auch Skizze Suppo
IV.].
Adelgis II. scheint bereits vor 902 verstorben
zu sein. Er war Franke, denn Bischof Arding von Brescia, sein Bruder,
und Berta, seine Tochter, bezeugen dieses Herkommen für sich
am 16. Mai 919 und im August 903 in klarer Weise.
oo N.N.
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Kinder:
Berta
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Literatur:
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Hlawitschka, Eduard: Franken, Alemannen, Bayern
und Burgunder in Oberitalien (774-962), in Forschungen zur Oberrheinischen
Landesgeschichte Band VIII Eberhard Albert Verlag Freiburg im Breisgau
1960 Seite 77,105,111,112-113,162,241,247,253,265,271,273,288,299,308 -