Gebhard I.                                                Graf von Sulzbach
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1030- um 1071
 

Jüngerer Sohn des Herzogs Hermann IV. von Schwaben und der Adelheid von Turin, Tochter von Markgraf Manfred II. Odelrich
 

GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Dr. Wilhelm Wegener: Seite 196
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3. Gebhard I.

Benannt nach dem (seit 1027 wieder) Geistlichen Gebhard, KONRADS II. Halbbruder, Bischof von Regensburg 1036-1060. * c 1030; F.
Die Kastler Reimchronik des 14. Jh. gibt dem Herzog Ernst 2 Söhne, Gebhard und einen namenlosen, der Vater von 2 und 4 gewesen wäre (Reimchronik Vers 145 bis 166, 167 ff); ein wahrscheinlich älteres lateinisches Fragment berichtet, der namenlose Sohn sei der Vater von 12 gewesen (Moritz 2, 116 ff). Daraus ist zu erschließen, dass 2, 3 und 4 Geschwister waren. Deren Vater war aber nicht, wie die Reimchronik will und auch Moritz annahm, Ernst II., dessen Nachkommenschaft, falls überhaupt vorhanden, jedenfalls sehr geringfügig war (KONRADS II. Wort darüber: raro canes rabidi foeturam multiplicabunt, Wipo 47); auch fehlt bei der Nachkommenschaft zunächst der Name Ernst. Aber die Kastler Überlieferung, die mit ihrem Grundstock auf die Zeit um 1140 zurückgeht, stellt einhellig und mit Bestimmtheit die schwäbischen "BABENBERGER" als den Ursprung der Klostergründer hin. Angelus Rumpler behauptet Anfang des 16. Jh., wohl nach verlorener Quelle, die Herzoge von Zähringen hätten von den Söhnen Ernsts I. ihren Ausgang genommen (MB 16, 582). Der Name Hermann ist der beherrschende durch eine Anzahl Generationen der Nachkommenschaft. Das alles lässt sich einzig und allein durch die Annahme erklären, dass der gemeinsame Stammvater Hermann IV. von Schwaben war. - eV:
1043 28/11 siehe 2; IV.
1071 Gebehart comes de Sulzpach als Z. für die Gründung des Klosters Banz durch 11 von Guttenberg, Bamb. Reg. n 418 (Fälschung auf echter Grundlage).
Gemahlin
N. N., Tochter des (Grafen) Berengar von 1007 (DD 3, 194 n 164, 180 ff n 152, 189 n 159, 172 f n 144, 179 f n 151) von 1015 (DD 3, 426 n 335) und von 1043 14/4 (DD 5, 131 f n 104), wahrscheinlich Erbtochter, die vielleicht Sulzbach mitgebracht hat, da dieses im Gegensatz zu dem dreigeteilten Kastl allein Gebhard I. eignete, falls es nicht etwa eine besondere Zuwendung HEINRICHS III. an ihn war, als 1047 das Herzogtum Schwaben endgültig anderweitig vergeben wurde.
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Gebhard I. war der vermutliche Stammvater der SULZBACHER und erhielt nach der Zerschlagung des ausgedehnten Machtbereiches der SCHWEINFURTER im Nordgau durch HEINRICH II. aus deren Besitzungen und Lehen eine Grafschaft, in der er 1071 erstmals bezeugt wurde. Sein Bruder Hermann gründete die Kastler Linie des Geschlechts, die 1108 ausstarb. Er war der Mitbegründer von Banz.
 
 
 
 

  oo N.N., Tochter des Grafen Berengar
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Kinder:

  Adelheid
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  1. oo Heinrich II. Graf von Formbach
                 - um 1070

  2. oo Arnulf von Diessen Graf von Reichenhall
                 -8.2. um 1095
 
  Berengar I. Graf von Aibling
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  Gebhard II. Graf von Sulzbach
          - um 1085
 
  Hermann I. Graf von Poigen
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  Friederuna Äbtissin von Geisenfeld
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  Tochter
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  oo Markwart I. Graf von Leuchtenberg-Auerbach
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