Tochter des Grafen Heribert von der Wetterau aus
dem Hause der KONRADINER und der Irmintrud,
Tochter von Graf Megingoz
Brandenburg Erich: Tafel 3 Seite 6
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"Die Nachkommen Karls des Großen"
VIII. 16. N. (Tochter)
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Gemahl:
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vor 995
Friedrich, Graf von Luxemburg (siehe VIII 45)
+ 1019
Anmerkungen: Seite 125
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VIII. 16. Tochter.
Vermählung zu erschließen aus dem Alter der
Tochter (siehe IX 22). [VIII 20]
VIII. Generation
18-20
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Zu den Söhnen Heriberts vgl. auch Renn 114f.,
u. ö.
Zu Gebhard kann dem Todesjahr
1016 (Druckfehler "1916" auf der Tafel Brandenburg VIII, 14, in
der Neuauflage 1964 berichtigt) der Todestag XI 8 aus dem Merseburger Nekrolog
hinzugefügt werden, vgl. W. Trillmich in seiner Ausgabe der Chronik
Thietmars, 1957, 407, Anmerkung 174 ("Ausgewählte Quellen zur deutschen
Geschichte").
Zu Otto "von Hammerstein", berühmt durch den Streit
um seine Ehe mit der ihm naheverwandten Ermengard/Irmgard (die bei Brandenburg
IX, 87 zu Unrecht unter den wahrscheinlichen Nachkommen steht), ist gegenüber
Brandenburg nachzutragen, daß Otto 1035 als Graf in der Wetterau
nachweisbar ist, vgl. Gensicke, Landesgeschichte des Westerwaldes 1958,
49 (Hinweis meines Assistenten Hartmut Atsma)
Zur Ehe einer Tochter Heriberts mit Friedrich
von Lützelburg siehe Renn 44ff.
Mit Fragezeichen bringt Brandenburg VIII, 17 eine Tochter
Gerberga, deren Nachkommen aus der Ehe mit Heinrich, Markgraf von Schweinfurt,
bei Brandenburg unter den wahrscheinlichen Nachkommen Karls des Großen
erscheinen (Brandenburg IX, 74-76; X, 91-106, Seite 65, vgl. ferner Seite
72 bis 77). Zu dieser Nachkommenschaft Heinrichs von Schweinfurt, des Gegners
Kaiser
HEINRICHS II., und seiner namentlich beglaubigten Gattin
Gerberga (Thietmar V, 34) gehören unter anderem die Herzöge von
Sachsen, die Herzöge von Böhmen und Mähren, die Herzöge
und Könige von Polen. Die Hypothese, der Brandenburg sich, wenn auch
mit dem erwähnten Vorbehalt, angeschlossen hat, beruht auf der Identifizierung
eines bei Thietmar V, 35 genannten Bruders der Gerberga, Gattin Heinrichs
von Schweinfurt, mit Namen Otto, mit Otto "von Hammerstein". Das Namensgut
der Nachkommenschaft, von Brandenburg zur Klärung der Frage nicht
herangezogen, ist außerordentlich aufschlußreich. Auf der einen
Seite scheint es die Hypothese zu bestätigen, auf der anderen Seite
führt es zu anderen Annahmen. Neben eindeutig
konradinischen
Namen (Hermann, Ida, Otto und Konrad) und KAROLINGER-Frauennamen
(Judith, Gisela), vor allem aber dem HERIBERTINER-Frauennamen
Beatrix, Namengut also, das sämtlich genau der von Brandenburg vermuteten
Abkunft entspräche - begegnet der eindeutig bestimmbare Name Alberada,
der auf eine andere Verbindung der Namengruppe Otto-Gerberga mit HERIBERTINERN
hinweist! Denn Gerberga,
die Schwester
OTTOS
DES GROSSEN, heiratete in erster Ehe Giselbert
von Lothringen, dessen Mutter Alberada hieß. Eine von
Gerbergas
Töchtern hieß wiederum Alberada, eine andere Gerberga,
und diese letztere heiratete den HERIBERTINER
Albert von Vermandois. Aus einer Verbindung dieses Hauses mit KONRADINERN
müßte
das Geschwisterpaar Otto-Gerberga, Schwager und Gattin also Heinrichs von
Schweinfurt, hervorgegangen sein. An der Abkunft aus dem Kreise der fränkischen
Hochadelsfamilien, die zur karolingischen
Deszendenz in weiblicher (und im Falle des Hauses der HERIBERTINER
in männlicher) Linie gehören, kann kein Zweifel bestehen. Da
uns die Aszendenz von Otto und Gerberga im einzelnen unbekannt ist, führe
ich sie am Ende der 8. Generation auf.
Trillmich Werner:
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"Kaiser Konrad II. und seine Zeit"
Friedrichs Gemahlin erbte von ihrer Mutter aus dem Hause BRABANT die Vogtei von St. Truiden. Ihr Sohn Friedrich errichtete zwischen Eupen und Lüttich 1064 die Burg Limburg.
Renn, Heinz: Seite 106,114
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"Das erste Luxemburger Grafenhaus"
Den Namen von Friedrichs Gemahlin kennen wir nicht.
Depoin glaubt sie Gisela nennen zu dürfen. Doch das Vorkommen einer
Gräfin Geila im Nekrolog von Echternach allein rechtfertigt diese
Annahme nicht. Wichtiger als den Namen zu kennen, ist zu wissen, aus welchem
Geschlecht die Ahnfrau der späteren Grafen von Luxemburg stammt.
Ihre Vorfahren mütterlicherseits teilt uns die Klosterschwester Berta,
die Schwester des Abtes Wolfhelm von Brauweiler, mit, in der von ihr um
1057 verfaßten Lebensbeschreibung der Äbtissin Adelheid von
Vilich (das gegenüber von Bonn am rechten Rheinufer liegt). Die Schreiberin
fußt auf Mitteilungen der Engilrada, Adelheids Kammerfrau, und auf
den Nachrichten von Klosterschwestern, welche Adelheid, die ungefähr
40 Jahre vor der Abfassung der Vita aus dem Leben geschieden ist, wohl
noch gekannt haben.
Der Vater Ottos von Hammerstein, der Graf Heribert
von der Wetterau, stammt nämlich aus rheinfränkischem Geschlecht
und hat zahlreiche Besitzungen an der Lahn. Den Gleiberg konnte also seine
Tochter, die Gemahlin des LUXEMBURGERS,
als väterlichen Erbbesitz mitbringen. Wir haben sogar einen urkundlichen
Beleg dafür, daß
Friedrichs Gemahlin aus dem salischen
Geschlecht herstammt; ihre Tochter Imiza
wird ausdrücklich bezeichnet als "de gente Salica". Auch die Namen
Imiza, Hermann und Gisela, die wir jetzt in der luxemburgischen
Familie
vorfinden, weisen auf das konradinische
Geschlecht
hin. Heribert stammt mütterlicherseits in direkter Linie von
KARL
DEM GROSSEN ab. So sind die Nachkommen
Friedrichs vom
Moselgau nicht nur väterlicherseits, sondern auch durch ihre Mutter
aus Gleiberg Nachkommen des großen
KAROLINGERS.
Wir sehen also, daß die Gräfin von Luxemburg
durch ihre Mutter Irmintrud und durch ihren Vater Heribert
im dritten bzw. zweiten und dritten Grade mit Kaiser
KONRAD und seiner Gemahlin Gisela
blutsverwandt ist.
Graf Friedrich muß seine Gattin bereits
um 985-990 heimgeführt haben; denn ihre Tochter Otgiva
hat einen Sohn, der bereits 1028 in Paris die Hochzeit feiert mit Adelheid,
der Tochter Roberts II. von Frankreich
und seiner dritten Gemahlin Konstanze.
985/90
oo Friedrich Graf von Luxemburg
965- 1019
Kinder:
Heinrich II. Graf von Luxemburg
ca 1005-14.10.1047
Friedrich II. Herzog von Nieder-Lothringen
ca 1005-18.5.1065
Adalbero III. Bischof von Metz (1047-1072)
ca 1010-13.11.1072
Giselbert Graf von Luxemburg
ca 1005-14.8.1056/59
Otgiva
ca. 995-21.2.1030
ca 1015
oo Balduin IV. Graf von Flandern
980-30.5.1035
Dietrich Graf von Luxemburg 1036 und 1045 erwähnt
ca 1015-
Hermann I. Graf von Gleiberg
ca 1015- nach 1075
Irmtrud (Imiza)
ca 990-2.3. nach 1055
1005
oo Welf II. Graf von Altdorf
960/70-10.3.1030
Oda Äbtissin von Luneville
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Gisela
-21.5. nach
1058
oo Rudolf von Gent Herr zu Alost
- vor 1056
Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen
Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 3, Seite 6,125
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Renn, Heinz: Das erste Luxemburger Grafenhaus Seite 106,114 -
Trillmich Werner: Kaiser Konrad II. und seine Zeit. Europa Union
Verlag Bonn 1991 - Werner Karl Ferdinand: Die Nachkommen Karls des
Großen bis um das Jahr 1000 (1.-8. Generation) Band IV in: Braunfels
Wolfgang: Karl der Große Lebenswerk und Nachleben. Verlag L. Schwann
Düsseldorf Seite 476 -