Guntilde von Turin                         Gräfin von Lomello
------------------------                        Markgräfin von Ivrea
um 925/30- nach 955
 

Tochter des Grafen Roger II. von Turin aus dem Hause der ARDUINE
 

Thiele, Andreas: Tafel 395
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa"

GUNTILDE
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  1. oo MAGINFRED VON MOSEZZO, GRAF VON LOMELLO
                     + um 955

  2. oo AMADEUS VON IVREA, GRAF VON POMBIA
                     +



Brunhofer, Ursula: Seite 113,166,169,268,298,335
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"Arduin von Ivrea. Untersuchungen zum letzten italienischen Königtum des Mittelalters."

Aimos Sohn Manfred ist 988 nicht als Graf bezeichnet. Daß ihm die Grafschaft seines Vaters - wahrscheinlich Lomello - kaum von den OTTONEN entzogen wordens ein dürfte, legt das durch OTTOS Diplom dokumentierte herrscherliche Wohlwollen nahe. Möglich ist auch, daß der Grafentitel Manfreds in dieser Urkunde nur vergessen worden war, da auch sein verstorbener Vater Aimo ohne Titel genannt wird. In diesem Falle könnte Manfred identisch sein mit jenem 976 in Cerano als Grundbesitzer bezeugten Manfred comes [198 BSSS 77,2, Nr. 7 (Juni 976). Vielleicht ließe sich über Cerano auch eine Verbindung zu Manfred von Mosezzo/Lomello und den Ingoniden von Bercleto herstellen. So hatte etwa Guntilda, die in ihrer ersten Ehe mit Manfred von Lomello verheiratet gewesen war, enge Verbindungen zu Cerano, wo auch Besitz Ingos von Bercleto nachgewiesen ist.].
Vielleicht ist der "Onkel" Adalbert mit dem 963 in der Grafschaft Pombia amtierenden Grafen Adalbert zu identifizieren, welcher bei der Übergabe eines Teils des väterlichen Erbes des abgesetzten Grafen Egelrich in Mosezzo an dessen frühere Stiefmutter Guntilda, die Tochter Rogers II. von Auriate und der Gemahlin von Amadeus, des Sohnes des Markgrafen Ansgar II., beiwohnte [105 In Amadeus ist wohl der Amadeus miles nobilis zu sehen, der Berengar II. auf seiner Flucht nach Deutschland begleitete (Liutprand, Antap. V, 18), vgl. Hlawitschka, Franken, Seite 131. Zu Roger von Auriate vgl. ebd., Seite 254. Zum Geschäft von 963: MP, Nr. 147 = BSSS 28, Nr. 55. Das von Sergi (movimento, Seite 163) aufgrund seiner Untersuchung der Besitzverhältnisse in Mosezzo angeführte Argument, Arduin, der in Mosezzo nicht begütert gewesen sei, habe entweder nicht zum ansgarischen Haus gehört, oder man habe zwischen dem Zweig Ansgars II., der in Mosezzo präsent gewesen sei, und dem Berengar II., dem Arduin angehört haben könnte, unterschieden (vgl. Sergi, movimento, Seite 166ff. und Seite 185), erscheint mir nicht beweiskräftig, da Mosezzo ja nicht eigentlich ansgarischer Besitz war, sondern erst von der Frau von Amadeus, dem Sohn Ansgars II., erworben wurde, was eventuelle Kinder Ansgars II. ja nicht betreffen mußte.].
Entsprechende Eheverbindungen sind gegeben im Fall des Markgrafen Conrad-Cuno von Ivrea, der mit Richilda, einer Tochter Arduin Glabrios, verheiratet war, und im Falle des Ansgar-Sohnes Amadeus, der eine Nichte Arduin Glabrios, die erwähnte Guntilda, Tochter Rogers II. von Auriate, geheiratet hatte. Von Richilda und Conrad-Cuno sind aber keine Kinder bekannt, von Guntilda und Amadeus nur ein Sohn Berengar. In Frage käme gegebenenfalls nur eine Heirat Dados mit einer sonst nicht belegten Tochter aus den obengenannten Eheverbindungen. Eine Tochter des Amadeus kommt als Mutter Arduins, der Ende des 10. Jahrhunderts einen erwachsenen Sohn hatte, nicht in Betracht, da Guntilda und Amadeus erst zwischen 953 und 963 geheiratet haben können [122 Guntildas früherer Mann Manfred von Mosezzo ist jedenfalls zwischen 953 und 959 gestorben (BSSS 78, Nr. 47 und 53).]. Bliebe also - wenn überhaupt - eine früh geborene Tochter Conrad-Cunos und Richildas. Die oben erwogene Eheverbindung Arduins mit einer Tochter des ANSGARIERS Amadeus wäre aufgrund des Verwandtschaftsgrades (4:3) allerdings nicht ganz unproblematisch.
Hubert habe mit einem Sohn Arduins und einem weiteren Hubert, welcher ein Verwandter Odelrich-Manfreds sei [652 Sollte Graf Aimo von Vercelli, dessen Enkel ein Hubert war, wirklich Sohn (oder wenigstens Schwiegersohn) Manfreds von Mosezzo gewesen sein, könnte über Guntilda, die Tochter Rogers von Auriate (falls sie Aimos Mutter oder Schwiegermutter war) Hubert, der Sohn von Aimos Sohn Manfred, durchaus als Verwandter des Turiner Markgrafen bezeichnet werden.], sowie mit zwei von Leos eigenen milites einen Angriff auf Leos Leben unternommen.
Im April 959 kaufte der langobardische Priester Domenicus f.q. Florenxi de vico Ceredano Besitzungen im Territorium von Mosezzo von Guntilda, der Witwe Manfreds von Mosezzo und Tochter Rogers von Auriate, und überließ sie dieser zur Nutznießung. Domenicus könnte ein Bruder des Walpert von Cerano von 976, der ebenfalls als Sohn des verstorbenen Floroni bezeichnet wird, gewesen sein. In jedem Fall hatte Guntilda enge Beziehungen zu Leuten aus Cerano. Guntildas Stiefsohn Egelrich wiederum verkaufte 970 die Hälfte seiner von seinem Vater ererbten curtis Mosezzo an Bischof Hubert von Parma.
 
 
 
 

  1. oo Maginfred von Mosezzo, Graf von Lomello
                   - um 955

  2. oo Amadeus, Markgraf von Ivrea, Graf von Pombia
                  -
 
 
 
 

Literatur:
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Brunhofer, Ursula: Arduin von Ivrea. Untersuchungen zum letzten italienischen Königtum des Mittelalters. Arethousa Verlag Augsburg 1999 Seite 113,166,169,170,211,268,298,320,335,338 - Hlawitschka, Eduard: Franken, Alemannen, Bayern und Burgunder in Oberitalien (774-962), in Forschungen zur Oberrheinischen Landesgeschichte Band VIII Eberhard Albert Verlag Freiburg im Breisgau 1960 Seite 131,172,234,254 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 395 -