Tochter des Grafen Roger II. von Turin aus dem
Hause der ARDUINE
Thiele, Andreas: Tafel 395
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und
Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa"
GUNTILDE
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+
1. oo MAGINFRED VON MOSEZZO, GRAF VON LOMELLO
+ um 955
2. oo AMADEUS VON IVREA, GRAF VON POMBIA
+
Aimos Sohn Manfred ist 988 nicht als Graf
bezeichnet. Daß ihm die Grafschaft seines Vaters - wahrscheinlich
Lomello - kaum von den OTTONEN
entzogen wordens ein dürfte, legt das durch OTTOS
Diplom dokumentierte herrscherliche Wohlwollen nahe. Möglich ist auch,
daß der Grafentitel Manfreds in dieser Urkunde nur vergessen
worden war, da auch sein verstorbener Vater Aimo ohne Titel genannt
wird. In diesem Falle könnte Manfred identisch sein mit jenem
976 in Cerano als Grundbesitzer bezeugten Manfred comes [198
BSSS 77,2, Nr. 7 (Juni 976). Vielleicht ließe sich über
Cerano auch eine Verbindung zu Manfred von Mosezzo/Lomello und den
Ingoniden von Bercleto herstellen. So hatte etwa Guntilda, die in
ihrer ersten Ehe mit Manfred von Lomello verheiratet gewesen war,
enge Verbindungen zu Cerano, wo auch Besitz Ingos von Bercleto nachgewiesen
ist.].
Vielleicht ist der "Onkel" Adalbert mit dem 963
in der Grafschaft Pombia amtierenden Grafen Adalbert zu identifizieren,
welcher bei der Übergabe eines Teils des väterlichen Erbes des
abgesetzten Grafen Egelrich in Mosezzo an dessen frühere Stiefmutter
Guntilda,
die Tochter Rogers II. von Auriate und der Gemahlin von Amadeus,
des Sohnes des Markgrafen
Ansgar II., beiwohnte [105 In Amadeus ist wohl der
Amadeus
miles nobilis
zu sehen, der Berengar
II. auf seiner Flucht nach Deutschland begleitete (Liutprand,
Antap. V, 18), vgl. Hlawitschka, Franken, Seite 131. Zu Roger von Auriate
vgl. ebd., Seite 254. Zum Geschäft von 963: MP, Nr. 147 = BSSS 28,
Nr. 55. Das von Sergi (movimento, Seite 163) aufgrund seiner Untersuchung
der Besitzverhältnisse in Mosezzo angeführte Argument,
Arduin,
der in Mosezzo nicht begütert gewesen sei, habe entweder nicht zum
ansgarischen
Haus gehört, oder man habe zwischen dem Zweig
Ansgars II.,
der in Mosezzo präsent gewesen sei, und dem Berengar
II., dem Arduin angehört
haben könnte, unterschieden (vgl. Sergi, movimento, Seite 166ff. und
Seite 185), erscheint mir nicht beweiskräftig, da Mosezzo ja nicht
eigentlich ansgarischer
Besitz war, sondern erst von der Frau von
Amadeus,
dem Sohn
Ansgars II., erworben wurde, was eventuelle Kinder Ansgars
II. ja nicht betreffen mußte.].
Entsprechende Eheverbindungen sind gegeben im Fall des
Markgrafen
Conrad-Cuno von Ivrea, der mit Richilda,
einer Tochter Arduin Glabrios, verheiratet war, und im Falle des
Ansgar-Sohnes Amadeus, der eine Nichte Arduin Glabrios,
die erwähnte Guntilda, Tochter Rogers II. von Auriate,
geheiratet hatte. Von Richilda und
Conrad-Cuno
sind aber keine Kinder bekannt, von Guntilda und Amadeus
nur ein Sohn Berengar. In Frage käme gegebenenfalls nur eine
Heirat Dados
mit einer sonst nicht belegten Tochter aus den obengenannten Eheverbindungen.
Eine Tochter des Amadeus kommt als Mutter Arduins,
der Ende des 10. Jahrhunderts einen erwachsenen Sohn hatte, nicht in Betracht,
da Guntilda und Amadeus erst zwischen 953 und 963 geheiratet
haben können [122 Guntildas früherer Mann Manfred von
Mosezzo ist jedenfalls zwischen 953 und 959 gestorben (BSSS 78, Nr. 47
und 53).]. Bliebe also - wenn überhaupt - eine früh geborene
Tochter Conrad-Cunos und Richildas.
Die oben erwogene Eheverbindung Arduins
mit einer Tochter des ANSGARIERS Amadeus wäre aufgrund des
Verwandtschaftsgrades (4:3) allerdings nicht ganz unproblematisch.
Hubert habe mit einem Sohn Arduins
und einem weiteren Hubert, welcher ein Verwandter Odelrich-Manfreds
sei [652 Sollte Graf Aimo von Vercelli, dessen Enkel ein
Hubert war, wirklich Sohn (oder wenigstens Schwiegersohn) Manfreds von
Mosezzo gewesen sein, könnte über Guntilda, die Tochter
Rogers von Auriate (falls sie Aimos Mutter oder Schwiegermutter
war) Hubert, der Sohn von Aimos Sohn Manfred, durchaus als Verwandter des
Turiner Markgrafen bezeichnet werden.], sowie mit zwei von Leos eigenen
milites einen Angriff auf Leos Leben unternommen.
Im April 959 kaufte der langobardische Priester Domenicus
f.q. Florenxi de vico Ceredano Besitzungen im Territorium von Mosezzo von
Guntilda, der Witwe Manfreds von Mosezzo und Tochter Rogers
von Auriate, und überließ sie dieser zur Nutznießung.
Domenicus könnte ein Bruder des Walpert von Cerano von 976, der ebenfalls
als Sohn des verstorbenen Floroni bezeichnet wird, gewesen sein. In jedem
Fall hatte Guntilda enge Beziehungen zu Leuten aus Cerano. Guntildas
Stiefsohn Egelrich wiederum verkaufte 970 die Hälfte seiner von seinem
Vater ererbten curtis Mosezzo an Bischof Hubert von Parma.
1. oo Maginfred von Mosezzo, Graf von Lomello
- um 955
2. oo Amadeus, Markgraf von Ivrea, Graf von Pombia
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Literatur:
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Brunhofer, Ursula: Arduin von Ivrea. Untersuchungen
zum letzten italienischen Königtum des Mittelalters. Arethousa Verlag
Augsburg 1999 Seite 113,166,169,170,211,268,298,320,335,338 - Hlawitschka,
Eduard: Franken, Alemannen, Bayern und Burgunder in Oberitalien (774-962),
in Forschungen zur Oberrheinischen Landesgeschichte Band VIII Eberhard
Albert Verlag Freiburg im Breisgau 1960 Seite 131,172,234,254 - Thiele,
Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und
Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer
Verlag 1994 Tafel 395 -