Willa von Canossa                        Gräfin von Bergamo
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Tochter des Grafen Rudolf von Canossa (+ 21.7.973); Enkelin von Markgraf Adalbert Atto II.
 

Brunhofer, Ursula: Seite 60,223,230
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"Arduin von Ivrea. Untersuchungen zum letzten italienischen Königtum des Mittelalters."

Gegen die von Jarnut konstatierte Verkleinerung des Wirkungsbereiches der Bergamasker Grafen betont Pauler, daß aus dem nördlichen Teil der Grafschaft Bergamo Gerichtsurkunden überhaupt fehlen. Dem kann nichts entgegnet werden, doch sei darauf verwiesen, daß aufgrund von Verzichtserklärungen aus dem Jahre 1019 zumindest ein maßgeblicher Einfluß der GISELBERTINER auf Cremoneser Pieven belegt ist, was ein Indiz für die Schwerpunktverlagerung in den Süden der Grafschaft sein kann [100 FCC, Nr. 234: Graf Arduin, Sohn des Pfalzgrafen Giselbert, und seine Frau Willa entsagen zugunsten des Bischofs Landulf von Cremona verschiedenen Zehntrechten an Cremoneser Pieven sowie anderen rechten an diesen Pieven und ihren Pertinenzen. Im gleichen Jahr garantieren Arduins Schwester Richilda und ihr Mann Bonifaz von Canossa dem Bischof von Cremona die Zehntrechte an vier Cremondeser Pieven.].
Allerdings könnte es um 1010 zu einem politischen Frontwechsel der GISELBERTINER gekommen sein, da am 2. Februar dieses Jahres ein Priester Gausmar dem Grafen Manfred f.b.m. Gisleberti itemque comes palacii eine große Besitzmasse - insgesamt 275 Joch - verkauft, die er von Manfreds Mutter, der verstorbenen Gräfin Anselda, erworben hatte [342 BSSS 128, Nr. 34 (2.2.1010).]. Vielleicht handelte es hierbei um den Rückkauf von Gütern, die einst zum Schein veräußert worden waren, deren Sicherung aufgrund des (vermuteten) Parteiwechsels nun nicht mehr nötig erschien. Sollte es sich um eine Darlehensaufnahme durch Anselda gehandelt haben, belegt der Rückerwerb der verpfändeten Besitzungen zumindest, daß sich die wirtschaftliche Situation der Familie verbessert hatte. Für eine Annäherung an die deutsche Partei spricht auch die Ehe zwischen Richilda, der Tochter des Pfalzgrafen Giselbert II., und dem Markgrafen Bonifaz von Canossa, der wie sein vor 1012 verstorbener Vater Tedald ein Verfechter der Sache HEINRICHS war. Es könnte sogar zu einer doppelten Verschwägerung der beiden Familien gekommen sein, da im Jahre 1019 als Ehefrau von Richildas Bruder Graf Arduin eine Willa f. Rodulfi comitis auftritt, die von Odazio als Cousine des Bonifaz von Canossa betrachtet worden ist [345 FCC, Nr. 134. 973 erscheint Adelbert-Atto mit seinen Söhnen Teudald und Rudolf (CdB 307-308). Vgl. auch Odazio II, Seite 47 mit Anm. 1. Tanzi Montebello, Seite 56f.].
Hinzuweisen ist aber auf das ältere Gedenkbuch von S. Savino di Piacenza, in welchem - wenn auch nicht miteinander - Waldrada und zwei ihrer Verwandten, Angehörige der Familie der Grafen von Bergamo und der Grafen von Seprio erscheinen [402 Frank, Studien, Seite 188ff. (f. 42r. Kol A): Uualdrada comitissa (durch Umrandung hervorgehoben), Petrus eps, Otto comes - Ardoinus, Uuilia, Maginfredus comes, Berta, Ardoinus, Opizo, Ugo, Alexander. (Kol. B) - Rodulfus, Gisela comitissa, Uuifredus, Rodulfus, Nantebnus (42r53).].
 
 
 
 

  oo Arduin I. Graf von Bergamo
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Literatur:
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Brunhofer, Ursula: Arduin von Ivrea. Untersuchungen zum letzten italienischen Königtum des Mittelalters. Arethousa Verlag Augsburg 1999 Seite 60,222,223,230 -