Opizo                                             Graf von Bergamo (1033-1048)
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    -   1048
 

Sohn des Grafen Lanfranc II. von Bergamo
 

Brunhofer, Ursula: Seite 225,230
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"Arduin von Ivrea. Untersuchungen zum letzten italienischen Königtum des Mittelalters."

Aber auch diese Urkunde könnte ein Dokument für ein nicht ganz spannungsfreies Verhältnis Richildas zu ihrer Familie sein: Gemeinsam mit Bonifaz vermacht die Gräfin die ihr 1016 von HEINRICH II. übertragenen Güter der Abtei Nonantola und zwar mit Vorbehalt der markgräflichen Verfügungsgewalt. Dazu Elke Goez: "Es hat den Anschein, als ob Bonifaz den Besitz Richildas, den Kaiser HEINRICH II. dieser mittels eines für die Zeit geradezu singulären Privilegs verliehen hatte, durch die nominelle Übertragung an Nonantola vor zu befürchtenden Zugriffen ihrer Brüder hatte sichern wollen."
Hinzuweisen ist aber auf das ältere Gedenkbuch von S. Savino di Piacenza, in welchem - wenn auch nicht miteinander - Waldrada und zwei ihrer Verwandten, Angehörige der Familie der Grafen von Bergamo und der Grafen von Seprio erscheinen [402 Frank, Studien, Seite 188ff. (f. 42r. Kol A): Uualdrada comitissa (durch Umrandung hervorgehoben), Petrus eps, Otto comes - Ardoinus, Uuilia, Maginfredus comes, Berta, Ardoinus, Opizo, Ugo, Alexander. (Kol. B) - Rodulfus, Gisela comitissa, Uuifredus, Rodulfus, Nantebnus (42r53).].

SCHWABEN UND ITALIEN IM HOCHMITTELALTER: Seite 136
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Vorträge und Forschungen Band LII

Im Gedenkbuch von San Savino sind auch Angehörige der GISELBERTINER verzeichnet. Die Namen Lanfrank und Opizzo existierten auch in dieser Familie [186 Graf Lanfrank II. (1012-1019, + 1023) hatte einen Sohn Opizzo (1033-1048). Vgl. J. Jarnut, Bergamo 568-10´98. Verfassungs-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte einer lombardischen Stadt im Mittelalter (VSWG Beiheft 67), Wiesbaden 1979, Seite 257f., 264; F. Menant, les Giselbertins, comtes du comte de Bergamo et comes palatins, in: Formazione e strutture (wie ANm. 180), Tafel 1.]. Zu welchem der Verwandtenkreise der Kanzler Opizzo gehörte, läßt sich beim gegenwärtigen Stand der Forschung nicht bestimmen.
 
 
 
 

Literatur:
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Brunhofer, Ursula: Arduin von Ivrea. Untersuchungen zum letzten italienischen Königtum des Mittelalters. Arethousa Verlag Augsburg 1999 Seite 225,230 - SCHWABEN UND ITALIEN IM HOCHMITTELALTER. Vorträge und Forschungen Band LII Jan Thorbecke Verlag Stuttgart 2001 Seite 136 -