Manfred I.                                     Graf von Bergamo
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Sohn des Grafen Giselbert II. von Bergamo und der Anselda von Turin, Tochter von Markgraf Arduin Glabrio
 

Brunhofer, Ursula: Seite 223
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"Arduin von Ivrea. Untersuchungen zum letzten italienischen Königtum des Mittelalters."

Allerdings könnte es um 1010 zu einem politischen Frontwechsel der GISELBERTINER gekommen sein, da am 2. Februar dieses Jahres ein Priester Gausmar dem Grafen Manfred f.b.m. Gisleberti itemque comes palacii eine große Besitzmasse - insgesamt 275 Joch - verkauft, die er von Manfreds Mutter, der verstorbenen Gräfin Anselda, erworben hatte [342 BSSS 128, Nr. 34 (2.2.1010).]. Vielleicht handelte es hierbei um den Rückkauf von Gütern, die einst zum Schein veräußert worden waren, deren Sicherung aufgrund des (vermuteten) Parteiwechsels nun nicht mehr nötig erschien. Sollte es sich um eine Darlehensaufnahme durch Anselda gehandelt haben, belegt der Rückerwerb der verpfändeten Besitzungen zumindest, daß sich die wirtschaftliche Situation der Familie verbessert hatte. Für eine Annäherung an die deutsche Partei spricht auch die Ehe zwischen Richilda, der Tochter des Pfalzgrafen Giselbert II., und dem Markgrafen Bonifaz von Canossa, der wie sein vor 1012 verstorbener Vater Tedald ein Verfechter der Sache HEINRICHS war. Es könnte sogar zu einer doppelten Verschwägerung der beiden Familien gekommen sein, da im Jahre 1019 als Ehefrau von Richildas Bruder Graf Arduin eine Willa f. Rodulfi comitis auftritt, die von Odazio als Cousine des Bonifaz von Canossa betrachtet worden ist.
 
 
 
 

Literatur:
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Brunhofer, Ursula: Arduin von Ivrea. Untersuchungen zum letzten italienischen Königtum des Mittelalters. Arethousa Verlag Augsburg 1999 Seite 203,222,223 -