Tochter des Grafen Riprand von Piacenza
Brunhofer, Ursula: Seite 208,224,237,257,262-265,364,376-378
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"Arduin von Ivrea. Untersuchungen zum letzten italienischen
Königtum des Mittelalters."
Pavoni vermutet die Hintergründe für die Spaltung
der ALEDRAMIDEN
weniger in politischen Konflikten als in der Notwendigkeit, sich gegen
mehrere Seiten abzusichern. Nicht völlig auszuschließen ist
eine besondere Affinität Wilhelms
III. zur italienischen Partei aufgrund möglicher verwandtschaftlicher
Bindungen zu Arduin
selbst oder zu den Grafen von Piacenza, aus deren Verwandtschaft
etliche Anhänger Arduins stammten,
wie etwa Graf Hugo und seine Bruder Berengar, die Söhne
Railendas und Enkel Riprands von Basilicadce.
Diese Übereinstimmungen könnten für eine
erste Ehe Richildas mit einem Nachkommen Riprands von Basilicaduce
sprechen. In Frage käme etwa einer der Söhne Gandulfs und Ermengards,
die beide in diesem Jahr bereits verstorben waren, da ihre Mutter eine
Seelgerätstiftung für sie tätigte. Vielleicht ist auch die
von HEINRICH
vorgenommene Vergabe der konfiszierten curtis Trecentual an Richilda
auf gandulfingische Rechte der Gräfin zurückzuführen.
Die Vorbesitzer, die Brüder Berengar und Hugo, waren
immerhin die Söhne der GANDULFINGERIN Railenda.
Während er Kämpfe nach HEINRICHS
zweitem Italienzug erscheint ein Albert von Parma mit seinen Söhnen
Wibert und Siegfried unter den aktiven Gegnern der deutschen Herrschaft.
Albert könnte mit Ermengard, die in der Gegend von Reggio begütert
war, verheiratet gewesen sein und einen weiteren Sohn namens Lanfrank gehabt
haben. Albert selbst, der sicher der Führungsschicht Parmas zuzuordnen
ist, gehörte wohl einer Seitenlinie des Hauses
CANOSSA an [449 Pensa, Seite 61, betrachtet Albert als Verwandten
des Grafen Siegfried, des Gemahls des Railenda und Vaters
von Berengar und Hugo. Dafür gibt es aber außer
dem Namen Siegfried keinerlei Anhaltspunkte.].
Die Frage, ob diese Gerichtsentscheidung den Anschluß
der Brüder Graf Hugo und Berengar presbiter an
die reichsfeindliche Partei provoziert hatte, oder ob umgekehrt HEINRICH
ein Urteil zuungunsten von Leuten gefällt hatte, deren Affinität
zu Arduin bekannt war, ist angesichts
der Familienverbindungen der Brüder zu den OTBERTINERN
und der Sippe der Gräfin Walderada [187 Ihre Mutter
Railenda, Tochter Riprands von Piacenza, war die zweite Frau
Otberts
II. Die Brüder hatten gemeinsame Besitzansprüche mit
Richard und Waldrada. Vgl. zu diesen Zusammenhängen Kapitel 8.3.],
wohl eher in Richtung der zweiten Möglichkeit zu beantworten.
Unter den Verfechtern der Sache Arduins
gab es vielfältige Familienbande: Walderada, die Frau des Grafen
Richard, war die Schwester der Gemahlin des otbertinischen Markgrafen
Adalbert I. [618 Vgl. Hlawitschka, Otbertinergenealogie,
Tafel Seite 472.] und somit Großtante des in Giebichenstein inhaftierten
Markgrafen
Adalbert II. Graf Hubert war mit Imiglia, der Tochter Lanfranks
I. von Piacenza [619 Aufgrund der von Hlawitschka ermittelten Verbindung
zwischen der Paveser Familie Waldradas und den OTBERTINERN
ist
es ganz unmöglich, daß Imiglia eine Tochter Lanfranks II. gewesen
ist. Vgl. zu dieser Frage Kapitel 6.3.] verheiratet, deren Tante Railenda,
die Mutter des Grafen Hugo und des Priesters Berengar, in
zweiter Ehe mit Otbert II. vermählt war [620 In CdL
955 aus dem Jahr 999 verzichtet
Railenda, Tochter des verstorbenen
Grafen Riprand und in zweiter Ehe Frau
Otberts II. auf Besitzrechte
im Gebiet von Monza, Railenda handelt mit Zustimmung ihrer nächsten
Verwandten, nämlich ihres Sohnes Berengar, Subdiakon von
Mailand, ihres laut CdL annessio Adelbert und eines Wilhelm.
Nach Manaresi, San Bartolomeo, Seite 307 mit Anm. 1, der sich auf Muratori
beruft, sei in der Originalurkunde im Archivo di Milano, zu lesen "signum
manus Adelberti comes filius suprascripte Ragilende". Vielleicht ist
die Lesung der ganzen Passage unsicher, so daß auch Ugo comes
hier gestanden haben könnte, vielleicht hatten Berengar und
Hugo aber auch noch einen dritten Bruder.].
Einige Jahre später wurden die Erbgüter Liutfreds
auch von den Brüdern Berengar presbiter und Hugo
comes beansprucht, den Söhnen des Grafen Siegfried
und der aus dem Hause der Grafen von Piacenza entstammenden Railenda,
die in zweiter Ehe mit Markgraf Otbert II. verheiratet war [115
MP, Nr. 283 (7.3.1014): Der Äbtissin des Klosters
S. Salvatore della Regina werden die Besitzungen bestätigt, die Liutfred
im gerichtlichen Zweikampf gegen Richard und Waldrada hatte behaupten
können, alle Ansprüche Berengars und Hugos werden
zurückgewiesen. In DH II 299 vom 7. Mai 1014 für das Paveser
Kloster entsagen nur mehr Hugo und Berengar ihren Ansprüchen
auf die Güter, die Schenkung Bischof Liutfreds ist nicht mehr erwähnt,
ebensowenig Ansprüche Richards und Waldradas. Zur Abstammung vom Grafen
Siegfried vgl. MP, Nr. 283: [...] Berengarius presbiter et
Ugo comes germanis, fili b.m. Sigefredi qui fuit similique
comes [...]. Vgl auch DH II 336 und 349. Zur Frage, welche Grafschaften
Siegfried und Hugo innehatten, vgl. Kapitel 8.3.3. Zu Railenda:
In CdL 955 aus dem Jahr 999 verzichtet Railenda, Tochter des verstorbenen
Grafen Riprand und in zweiter Ehe Frau Otberts II. auf Besitzrechte
im Gebiet von Monza. Railenda handelt mit Zustimmung ihrer nächsten
Verwandtren, nämlich ihres Sohnes Berengar, eines Subdiakons
in Mailand, ihres annessio Adelbert und eines Wilhelm.].
1. oo Siegfried Graf
- nach 999
2. oo Otbert II. Pfalzgraf von Italien, Markgraf
von Mailand, Tortona und Genua
- nach 1014/21
Kinder:
1. Ehe
Hugo Graf
- nach 1014
Berengar Subdiakon in Mailand
- nach
1014
2. Ehe
Hugo Markgraf von Mailand Graf von Genua
-26.1. nach 1037
Adalbert Azzo I.
um 970- vor 1018
Bertha
- nach
29.12.1037
1. oo Arduin Markgraf von Ivrea
um 955-14.12.1015
2. oo Manfred II. Odelrich Markgraf von Turin
- 1034/35
Adalbert IV.
-
1034
Guido
-
1037
Otbert-Opizzo III. Markgraf von Ostligurien
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Literatur:
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Brunhofer, Ursula: Arduin von Ivrea. Untersuchungen
zum letzten italienischen Königtum des Mittelalters. Arethousa Verlag
Augsburg 1999 Seite 208,213,224,237,257,262-265,370,371,376-378 -