Bertrada                                          Gräfin
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Tochter des Rudolf und der Ima-Imiza, der Enkelin des 927 von König Hugo von Italien hingerichteten Walpert iudex, dessen Tochter Rotrud Hugos Mätresse wurde; Schwester des Pfalzrichters und Grafen Cunibert von Lomello
 

Brunhofer, Ursula:  Seite 79,198,358,366,382
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"Arduin von Ivrea. Untersuchungen zum letzten italienischen Königtum des Mittelalters."

Außerdem waren die ostligurischen Markgrafen mit der Paveser Führungsschicht verschwägert [141
Vgl. Hlawitschka, Otbertinergenealogie passim und Tafel, Seite 472: Bertrada, die Gemahlin des Markgrafen Adalbert I., war aller wahrscheinlichkeit nach die Schwester des Richters und späteren Grafen Cunibert.].
Zu bedenken ist aber, daß Otto von Lomello einer Familie entstammte, die eng mit der Sache Arduins verbunden war: zu seinen Verwandten gehöret auf jeden Fall der von HEINRICH abgesetzte Erzkanzler Arduins, Bischof Petrus von Como, und mit einiger Wahrscheinlicheit auch der ebenfalls abgesetzte Bischof Petrus von Asti, über seine Tanten Bertrada und Waldrada war der Pfalzgraf zudem mit den OTBERTINERN und dem piemontesischen Grafen Richard verschwägert.
Vielleicht spielten bei diesem Zusammenwirken auch Familienbande eine Rolle: Huberts Frau Imiglia, eine Tochter Lanfranks von Piacenza, war über ihre Mutter Berta Enkelin des otbertinischen Markgrafen Adalbert I. Imiglia wird in der Literatur stets als Tochter Lanfranks II. bezeichnet, dies ist aber im Hinblick auf die Stammtafel völlig unmöglich: Betrachtet man den Grafen Hugo von Piacenza, den Vater Lanfranks II., als Sohn Lanfranks I. hätte Imiglia in Hubert, dem Sohn Hildebrands und Bruder des Grafen Richard, den Schwager ihrer Urgroßmutter geheiratet, denn wie Eduard Hlawitschka nachweisen konnte, war die Schwester von Richards Gattin Waldrada - also die Schwägerin Huberts von Pombia - mit dem Markgrafen Adalbert I. verheiratet. Die aus dieser Ehe stamende Tochter Berta wiederum heiratet den Grafen Lanfrank I. von Piacenza. Nimmt man an, daß dieses Paar die Eltern Imiglias waren, treten keine rechnerischen Probleme auf, außerdem ist es gut denkbar, daß Berta eine Ehe ihrer Tochter mit der Verwandtschaft ihrer Tante Waldrada vermittelte.
Waldrada, die Frau des Grafen Richard, konnte von Eduard Hlawitschka anhand einer in einem Gerichtsprotokoll des Jahres 1021 genannten Erbengemeinschaft als Schwester des Grafen Cunibert von Lomello und des Bischofs Petrus von Como identifiziert werden. Zu Waldradas naher Verwandtschaft zählten demnach auch Cuniberts Söhne, Otto von Lomello und ein weiterer Bischof Petrus, in dem vielleicht der Arduin sehr nahestehden Petrus von Asti (992-1005) zu sehen ist. Aus der 1021 abgegebenen Verzichtserklärung des Markgrafen Adalbert, des Sohnes des verstorbenen Markgrafen Otbert-Opizo, ergab sich zudem die Identifizierung der Gemahlin des otbertinischen Markgrafen Adalbert I.: sie hieß Bertrada und war eine Schwester Waldradas, Cuniberts und Petrus' [125 Hlawitschka, Otbertinergenealogie, Seite 469f.: Markgraf Adalbert ist der adalbertinischen Linie der OTBERTINER zuzuordnen, da sein Vater Otbert-Opizo mit dem früh verstorbenen Sohn Adalberts I. zu identifizieren ist, für den auch der Kosename Otbert-Opizo anderweitig bezeugt ist. Für Otbert II. hingegen, dem Begründer der otbertinischen Linie, der 1021 ebenfalls schon verstorben war, ist eine solche Koseform nicht sicher belegt, weshalb dessen Sohn Adalbert-Azzo I. kaum in Frage kommt. Außerdem verzichtet Markgraf Adalbert 1021 für sich suique vel heredes, Adalbert-Azzo I. hatte aber nur einen Sohn, Adalbert II. hingegen drei. Der Verzicht leistende Markgraf ist also eindeutig Adalbert II., er war auch, da sein Vater vor seinem Großvater verstorben war, der Erbe seines Großvaters. Bertrada war somit die Gemahlin Adalberts I.]. Erwähnensweet ist jedoch vielleicht das Testament des Bischofs Atto von Vercelli. Unter den reichen Besitzungen Attos finden sich palatium meum Stazone. Interessant ist auch die von Atto angegebene Ahnenreihe: als seine Großmutter nennt er eine Ferlinda comitissa, als seine proavia eine Rotlinda, zudem hatte er eine fratrua mit Namen Bertrada [202 Als Seelgerät für seine verstorbene Mutter domna Maria und für seine Schwester domna Imilda sowie für seine Großmutter Felinda cometissa und seine proavia Rodelinda stiftet er die curtis Deliciano. Sollten die hierfür angegebenen Bedingungen nicht erfüllt werden, sollte der gesamte Besitz an seine fratrua Bertrada, die Äbtissin von S. Maria Maggiore, gehen.]. Die Namen Bertrada und Rotlinda sind im Zusammenhang mit der Paveser Richtersippe bereits mehrmals erwähnt worden. Ferlinda hieß auch Ermengards Schwägerin [203 CMB I, Nr. 133: 975 verkaufen Graf Atto f.q. Wiberti und seine Frau Ferlinda f.q. Bertari de loco Bevulco, die ursprünglich nach langobardischem Recht gelebt hatte, mit Zustimmung von Ferlindas Bruder Bruning und ihres Neffen Wido ihren Besitz in Palosco, Ceredello, Cassenago, Cassenedello, Rudiiano, Malago, Adrevigo, Mapello, Cisiano, Brivio.], den Namen Atto trug Ermengards Bruder, ein einstiger treuer Anhänger Berengars II. Die curtis Barzano, welche HEINRICH II. von Berengar und Hugo konfiszierte, lag zudem unweit von Lecco.
 
 
 
 

  oo Adalbert II. Graf
                - vor März 1000
 
 
 
 

Kinder:

  Otbert III.
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  Adalbert VI.
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  Bertha
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  oo Lanfrank Graf von Piacenza
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  Gisela
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  oo Anselm I. (ALERAMIDE)
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Literatur:
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Brunhofer, Ursula: Arduin von Ivrea. Untersuchungen zum letzten italienischen Königtum des Mittelalters. Arethousa Verlag Augsburg 1999 Seite 79,198,213,263,358,366,370,371,378,382 -