Tochter des Grafen
Adalbert II. aus dem Hause der OTBERTINER und der Bertrada,
Schwester von Pfalzgraf Cunibert
Brunhofer, Ursula: Seite 263,358
***************
"Arduin von Ivrea. Untersuchungen zum letzten italienischen
Königtum des Mittelalters."
Unter den Verfechtern der Sache Arduins
gab es vielfältige Familienbande: Walderada, die Frau des Grafen Richard,
war die Schwester der Gemahlin des otbertinischen Markgarfen Adalbert
I. [618 Vgl. Hlawitschka, Otbertinergenealogie, Tafel Seite
472.] und somit Großtante des in Giebichenstein inhaftierten Markgrafen
Adalbert II. Graf Hubert war mit Imiglia, der Tochter Lanfranks
I. von Piacenza [619 Aufgrund der von Hlawitschka ermittelten
Verbindung zwischen der Paveser Familie Waldradas und den OTBERTINERN
ist
es ganz unmöglich, daß Imiglia eine Tochter Lanfranks
II. gewesen ist. Vgl. zu dieser Frage Kapitel 6.3.] verheiratet, deren
Tante Railenda, die Mutter des Grafen Hugo und des Priesters Berengar,
in zweiter Ehe mit Otbert
II. vermählt war [620 In CdL 955 aus dem Jahr 999 verzichtet
Railenda,
Tochter des verstorbenen Grafen Riprand und in zweiter Ehe Frau Otberts
II. auf Besitzrechte im Gebiet von Monza, Railenda handelt mit
Zustimmung ihrer nächsten Verwandten, nämlich ihres Sohnes Berengar,
Subdiakon von Mailand, ihres laut CdL annessio Adelbert und eines
Wilhelm. Nach Manaresi, San Bartolomeo, Seite 307 mit Anm. 1, der sich
auf Muratori beruft, sei in der Originalurkunde im Archivo di Milano, zu
lesen "signum manus Adelberti comes filius suprascripte Ragilende".
Vielleicht ist die Lesung der ganzen Passage unsicher, so daß auch
Ugo comes hier gestanden haben könnte, vielleicht hatten Berengar
und Hugo aber auch noch einen dritten Bruder.]. Imiglia war über
ihre Mutter
Berta wiederum eine Enkelin des otbertinischen Markgrafen
Adalbert I.
Vielleicht spielten bei diesem Zusammenwirken auch Familienbande
eine Rolle: Huberts Frau Imiglia, eine Tochter Lanfranks von
Piacenza, war über ihre Mutter Berta Enkelin des otbertinischen
Markgrafen Adalbert I. Imiglia wird in der Literatur stets als Tochter
Lanfranks
II. bezeichnet, dies ist aber im Hinblick auf die Stammtafel völlig
unmöglich: Betrachtet man den Grafen Hugo von Piacenza,
den Vater Lanfranks II., als Sohn Lanfranks I. hätte
Imiglia
in Hubert, dem Sohn Hildebrands und Bruder des Grafen Richard, den Schwager
ihrer Urgroßmutter geheiratet, denn wie Eduard Hlawitschka nachweisen
konnte, war die Schwester von Richards Gattin Waldrada - also die Schwägerin
Huberts von Pombia - mit dem Markgrafen Adalbert I. verheiratet.
Die aus dieser Ehe stamende Tochter Berta wiederum heiratet den
Grafen
Lanfrank I. von Piacenza. Nimmt man an, daß dieses Paar die Eltern
Imiglias waren, treten keine rechnerischen Probleme auf, außerdem
ist es gut denkbar, daß Berta eine Ehe ihrer Tochter mit der
Verwandtschaft ihrer Tante Waldrada vermittelte. Auch die Tatsache, daß
Imiglias Vater 1025 verstorben war, weist auf Lanfrank I.
Imiglia wurde 1019 mit ihrem Mann Hubert und den
gemeinsamen Söhnen von Leo von Vercelli als "Jezabel" exkommuniziert.
oo Lanfrank I. Graf von Piacenza
- vor 1025
Kinder:
Imiglia
-
Literatur:
-----------
Brunhofer, Ursula: Arduin von Ivrea. Untersuchungen
zum letzten italienischen Königtum des Mittelalters. Arethousa Verlag
Augsburg 1999 Seite 213,263,358,370,371,378 -