Imma abb
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    -21.12.
 

Tochter des Grafen N.N.
 

Althoff Gerd: Seite 361
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"Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung"

                                               A 89

Lü:   21.12.  Imme abb.

Wedekind, Noten 3, Seite 337 schlägt vor: Herford?
Zur Diskussion um die BILLUNGERIN Imma, die angeblich mit der Äbtissin von Herford (vgl. D O III., Nr. 168) identisch ist und Tochter Hermann Billungs gewesen sei, vgl. Freytag, Billunger, S. 48; anders Bork, Billunger, S. 146.
Für die angestellten Vermutungen gibt es keine zureichenden Quellenbelege, jedoch hat auch das Vredener Memorienbuch (vgl. dazu Althoff, Das Necrolog von Borghorst, S. 262 f.) zum 21.12. den Namen Ymme, was erneut auf die Beziehungen dieser Äbtissin zur billungischen Familie weist.
Am 21.12. erscheint im Essener Necrolog ebenfalls Imma abb, die Ribbeck, Ein Essener Necrolog, S. 134 wohl fälschlich als Essener Äbtissin des 12. Jahrhunderts identifiziert.



Freytag, Hans-Joachim: Seite 48
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"Die Herrschaft der Billunger in Sachsen"

In der Nachbarschaft der Klöster Möllenbeck, Fischbeck und Kemnade lag in dem angrenzenden Wehsigau die Reichsabtei Herford. Zwischen ihr und dem Geschlecht der BILLUNGER bestanden enge Beziehungen. Im Jahre 995 war Imma, eine Schwester Bernhards I., Äbtissin zu Herford und in demselben Jahre die gleichnamige Tochter des zweiten BILLUNGERS Nonne daselbst. Wenige Jahre später waltete dort um 1002 bis 1040 ihre Schwester Godesti, die seit 993 der Abtei Metelen vorstand, als Äbtissin. Letztere gründete am 13. Juni 1011 das Damenstift "ad S. Mariam" auf dem Berge bei Herford und begabte es mit Eigengütern in insgesamt 64 Orten. In beiden wird der BILLUNGER als einziger weltlicher Intervenient namentlich aufgeführt.

Bork Ruth: Seite 146
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"Die Billunger. Mit Beiträgen zur Geschichte des deutsch-wendischen Grenzraumes im 10. und 11. Jahrhundert."

18. Die Nonne Imma (Herford 995)
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Über die Nonne Imma liegen außer einer Urkunde vom 26. Oktober 995, in der sie als Nonne des Klosters Herford und als Tochter Bernhards I. bezeichnet wird [3 DO. III. 67 Seite 85.] und - vielleicht - einem Todesvermerk im Necr. S. Mich. Lun. zum 25. März oder zum 28. Juni [4 Wedekind, Not. III, Seite 23 und 47, beidemale heißt es "Imma sanctimon." ] keinerlei Nachrichten oder Hinweise, die uns dienlich sein könnten, vor. In dieser Urkunde schenkt ihr OTTO III. auf Wunsch seiner Vaterschwester, der Äbtissin Mathilde von Quedlinburg, und seiner Schwester Sophia, Nonne zu Gandersheim, das Gut Redum im Gau Redergo in der Grafschaft des Grafen Heico [5 DO. III. 179 "..ob petitionem et interventum dilecte amitae nostrae Mathildis sancti Quitiliniburgensis monasterii venerabilis abbatissae nec non sororis nostrae Sophiae sanctimonialis dedimus quoddam nostre proprietatis predium Hedun dictum in pago Redergo dicto in comitatu Hoiconis comitis situm Imme sanctimoniali, filiae scilicet Bernhardi ducis, atque id ipsum praedium cum omnibus pertinentis suis et in proprium tradidimus, ea videlicet racione ut eadem iam dicta Imma sanctimonialis liberam dehino faciendi quod valit potestates habeat."].
 
 
 
 

Literatur:
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Althoff, Gerd: Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung. Wilhelm Fink Verlag München 1984 Seite 361 - Bork Ruth: Die Billunger. Mit Beiträgen zur Geschichte des deutsch-wendischen Grenzraumes im 10. und 11. Jahrhundert. Dissertation Greifswald 1951 Seite 146 - Freytag, Hans-Joachim: Die Herrschaft der Billunger in Sachsen, Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 1951 Seite 48 -