Ältester Sohn des Pfalzgrafen
Aribo I. von Bayern und der Adela
Cousine von Kaiser HEINRICH
II.
GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Wegener Dr. Wilhelm: Seite 58
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17. Hartwig IV.
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F. s. Nekrolog;
1025 Hartwic palatinus comes
(als Graf im unteren Salzburggau) mit Pilgrim comes (als Graf im Mattiggau)
Zeuge des Prekarien-Vertrags zwischen der Kaiserin-Witwe
Kunigunde und Bischof Egilbert von Freising wegen Überlassung
von Reichsgut im unteren Salzburggau und Mattiggau DD 3, 694 ff. n 2
c 1025 Tauschvertrag zwischen Erzbischof Tietmar von
Salzburg und dem
Pfalzgrafen Hartwig wobei
dieser gegen Hingabe von Eigengut am Flusse Lasnitz den Zehnten auf seinen
Eigengütern zu Straßgang (beides in der Steiermark) erwirbt
Salzb. UB 1, 213 n 3
(1017/27) Hartwicus aulicus
comes Inhaber von Tegernsee entfremdeten
Gütern nördlich Freising Arch. Zeitschr. nF. 20 (1940), 88 ff;
(1027 nach 5/7) Hartwicus comes
Zeuge
bei Guterwerb Passaus im Mattiggau nQ 6, 89 f. n 105
+ (1027) 24/12 Seeon:
Hartwicus filius Aribonis,
hic iacet Necr. 2, 235
Gemahlin:
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Es fällt auf, dass Hartwigs
Söhne
Aribo
und Boto so
spät geboren sind, Boto
erst nach des Vaters Tod, während ein Sohn von Hartwigs
Bruder
Kadalhoh
IV. (n 20),
Pilgrim,
schon 1021 Erzbischof von Köln wurde, also spätestens c 1000
geboren war; daher ist anzunehmen, dass Hartwig
schon mindestens zur gleichen Zeit eine 1. Ehe schloss, die kinderlos
blieb.
Im Seeoner Nekrolog sind die Namen mehrerer Gräfinnen
überliefert, die nicht identifiziert werden können: zum 22/4
Benedicta, tapetia dedit, zum 8/6 Richiza, zum 29/10 Alta, eine von ihnen
könnte Hartwigs
1. Gattin gewesen sein. Als Mutter seiner Söhne ist bei
Frutolf-Ekkehard (SS 6, 224, 226) Friderun,
die Tochter Retings und Enkelin Botos aus Sachsen, überliefert, die
sogleich nach dem Tode ihres Mannes anscheinend aus erbrechtlichen Gründen
ins Kloster gesteckt wurde, adhuc Arbone parvulo, Botone impregnata posthumo
+ 25/4 Millstatt: Friderun
comitissa Necr. 2, 459.
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HERKUNFT UND GESCHICHTE FÜHRENDER BAYERISCH-ÖSTERREICHISCHER
GESCHLECHTER IM HOCHMITTELALTER
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Gewin Dr. J.P.J.: Seite 58
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V. 14. Hartwig
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Pfalzgraf, 1025/41. schenkt ein Gut am Flusse Lasnitz
(im Sausal, nordwestlich Leibnitz, Steiermark): S. U. I. 213, 3.
Unter den benefactores des Klosters Seeon ist erwähnt:
Hartwicus comes, filius Aribonis: M. B. II. 121.
Gemahlin:
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Friderun
+ 25. April: M. G. Necrol. II. S. 459.
Note:
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Gewiss sehr spärlich sind die Berichte über
den Pfalzgrafen Hartwig II.
Zu der obenerwähnten Schenkung bemerkt Hauthaler,
dass er um 1026 in frühem Alter verstorben ist. Nach unserer
Meinung ist die Zeitangabe seines Todes zweifelhaft. Aus seiner angeblich
mit der Sächsin Frideruna
geschlossene Ehe sind zwei Söhne geboren: Aribo,
der 1102 und Poto,
der 1104 starb. Obwohl nicht undenkbar, ist ihre Geburt vor 1026 doch nicht
sehr wahrscheinlich.
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Diepolder G.: Seite 96
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"Die Herkunft der Aribonen"
Wir finden Pfalzgraf Hartwig II., den Sohn Pfalzgraf Aribos, nach der alten Tegernseer Entfremdungsliste im Lehensbesitz von Frickendorf, Ober- bzw. Niedermünchen und Süßbach. Welches Interesse konnte der Pfalzgraf und, da diese aus der Säkularisation Herzog Arnulfs stammenden Lehen, wie die jüngere Tegernseer Liste zeigt und wie man ohnehin annehmen dürfte, in der Regel erheblich waren, welches Interesse konnte die Pfalzgrafenfamilie an diesen Lehengütern haben, die von ihren Besitzungen im Isen-, Chiem- und Salzburggau so weit entfernt waren? Hier blitzt eine Erinnerung auf: 856/60 hatte Arbo, dessen Identität mit dem Grafen, der 908 für Moosburg zeugt wir für wahrscheinlich hielten und dessen Personengleichheit mit dem Markgrafen wir offen ließen, Besitz bei Thulbach getauscht, das halbwegs zwischen Moosburg und Ober- bzw. Nieder-München liegt. Thulbach ist allerdings einer jener alten Fiskalorte, an denen Pfalzgrafen, Grafen und Hochstiftsvögte in der Regel begütert erscheinen, nichtsdestoweniger weist Aribos Besitz in Thulbach darauf hin, dass auch er in der Gegend Interessen hatte.
Weinfurter Stefan: Seite 40,104,116
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"Heinrich II Herrscher am Ende der Zeiten"
1001 folgte der junge ARIBONE
Hartwig [gest. 1027] seinem Vater
im Pfalzgrafenamt nach. Über seine Mutter Adala,
Enkelin einer LUITPOLDINGERIN, war er mit Herzog
Heinrich IV. von Bayern verwandt und stand stest auf dessen
Seite.
Anfang Mai 1025 hielt KONRAD
II. in Regensburg einen Hoftag
ab, zu dem Herzog Heinrich V. von Bayern und der bayerische Adel erschienen.
Unter den Teilnehmern befanden sich die Grafen Altmann, Gerolt und Guntpold
aus dem Freisinger Raum, außerdem Graf Berthold, der Sohn des Grafen
Friedrich von Dießen, dann der Ebersberger Grafen Adalbero und Eberhard
sowie Pfalzgraf Hartwig
aus
der Familie der ARIBONEN, ebenso Graf
Thiemo aus der Familie der FOMBACHER und sein Sohn Heinrich und die der
PILGRIMIDEN-Sippe zugehörigen Grafen Poppo und Pilgrim.
Auf diese Familie sind wir schon mehrmals gestoßen.
Immer wieder sind Mitglieder der ARIBONEN-Familie
als Getreue HEINRICHS II.
hervvorgetreten, schon in dessen Herzogszeit und ebenso in der Königszeit.
Nicht unwichtig ist dabei die Ehe, die Pfalzgraf
Hartwig mit Friderun
einging. Sie kam aus der sächsischen Adelssippe der IMMERDINGER,
und diese wiederum gehörte zu den wichtigsten Helfern HEINRICHS
II. in Sachsen. Das personale Netz der Freunde und Verwandten
des Königs wurde also auch über die Grenzen der Herzogtümer
hinaus - und diese übergreifend - gespannt. Daß schließlich
eine Schwester Pfalzgraf Hartwigs
(und damit eine Tante
Pilgrims)
nach der Königin Kunigunde benannt
wurde - sie wurde 1020 Äbtissin von Göß -, unterstreicht
ein weiteres Mal die Nähe zum Königshaus.
1. oo N.N.
2. oo Friderun, Tochter des IMMEDINGERS Reding
-25.4.
Kinder:
Aribo II.
1024-18.3.1102
Botho Graf von Pottenstein
1027/28-1.3.1104
? Bilihild [Faußner] oder Tochter Friedrichs I.
von Andechs [Prinz von Isenburg]
-23.10.1075
oo Sighard/Sizo (SIEGHARDINGER)
um 1020-5.8.1044