Sohn des Markgrafen
Fulco I. von Mailand
Bonifacio I. folgte mit den Brüdern als Graf zu Monfelice. Er erschien als Gönner der Kirche und Klöster, mischte im Streit der Brüder gegen Heinrich den Löwen mit und schloß sich der Erbeinung von 1154 an: Heinrich der Löwe verzichtete auf seinen Erbteil in Italien und überließ ihn als Lehen den italienischen Vettern. Er einigte sich 1160 mit Heinrichs Onkel Welf VI. von Spoleto und hinterließ zwei Töchter.
Jordan Karl: Seite 54
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"Heinrich der Löwe"
Gleich nach der Ankunft des Heeres in Italien traf Heinrich der Löwe in den letzten Oktobertagen des Jahres 1154 im Feldlager in der Nähe von Verona mit den Markgrafen Bonifaz und Fulco II. von Este, den Enkeln Azzos II. von Este aus dessen 2. Ehe, zusammen. Dabei kam es zu einer Einigung über die Besitzungen des Hauses ESTE, die Welf IV. nach dem Tode seines Vaters vergeblich für sich zu gewinnen versucht hatte. Die beiden Markgrafen erkannten für sich und ihre nicht anwesenden Brüder Albert und Opizo die Rechte des Herzogs auf Este und andere Orte in diesem Gebiet an und wurden von ihm mit diesen Besitzungen für sich und ihre Nachkommen in männlicher und weiblicher Linie belehnt. Außerdem leisteten sie eine Entschädigung von 400 Mark Silber. Welf VI., der am Italienzug nicht teilnahm, hat im Jahre 1160 mit den Markgrafen einen ähnlichen Vertrag abgeschlossen.
Schneidmüller Bernd: Seite 190
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"Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung."
Der rangbewußte WELFE
fand damals auch zu den Wurzeln seines Hauses. Er aktualisierte alte Ansprüche,
die sich aus der Zeit seines Urgroßvaters Welf
IV. erhalten hatten Sein Recht auf das väterliche Erbe der
OTBERTINER
hatte dieser nie aufgegeben.
Welfs Urenkel Heinrich der Löwe regelte
darum im Lager bei Povegliano (südlich des Gardasees, Diözese
Verona) am 27. Oktober 1154 das Verhältnis zu den italienischen Verwandten,
den Markgrafen Bonifaz und Fulco
von Este mit ihren Brüdern Albert
und Opizo. Ein
späterers Notariatsinstrument hielt deren Belehnung mit Este, Solesino,
Arqua (Petrarca) und Merendola (alles nahe Este, südlich Padua) durch
Heinrich den Löwen fest. Vielleicht sah der WELFE
damals das verlorene Löwenstandbild in der Burg Este, das als
Vorbild des Braunschweiger Burglöwen gedient haben könnte. Auf
jeden Fall beanspruchte er seinen lehnsrechtlichen Vorrang, den auch Welf
VI. 1160 erneuerte. Selbst nach dem Sturz Heinrichs des Löwen mußte
FRIEDRICH
BARBAROSSA 1184 dem Markgrafen Opizo von
Este zusichern, daß er den WELFEN
niemals wieder in die italienische Machtstellung seiner Vorväter einsetzen
würde. Erst jetzt erlosch die südalpine Verhaftung der otbertinischen
Nachfahren im Mannesstamm.
Literatur:
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Jordan, Karl: Heinrich der Löwe, Deutscher
Taschenbuch Verlag München, Seite 54 - Schneidmüller Bernd:
Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin
Köln 2000 Seite 190 -