Jüngerer Sohn des Markgrafen
Fulco I. d'Este
Albert war Mitregent seiner Brüder, wurde 1154/60 in den Erbeinungen genannt und vermittelte 1177 den Frieden von Venedig zwischen Papst und Kaiser und erhielt dafür kaiserliche Vergünstigungen. Er ist bis zuletzt in kaiserlicher Nähe greifbar und hinterließ zwei Kinder.
Schneidmüller Bernd: Seite 190
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"Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung."
Der rangbewußte WELFE fand
damals auch zu den Wurzeln seines Hauses. Er aktualisierte alte Ansprüche,
die sich aus der Zeit seines Urgroßvaters Welf
IV. erhalten hatten. Sein Recht auf das väterliche Erbe der
OTBERTINER
hatte dieser nie aufgegeben.
Welfs Urenkel Heinrich der Löwe regelte
darum im Lager bei Povegliano (südlich des Gardasees, Diözese
Verona) am 27. Oktober 1154 das Verhältnis zu den italienischen Verwandten,
den Markgrafen Bonifaz
und Fulco von Este
mit ihren Brüdern Albert
und Opizo. Ein
späterers Notariatsinstrument hielt deren Belehnung mit Este, Solesino,
Arqua (Petrarca) und Merendola (alles nahe Este, südlich Padua) durch
Heinrich den Löwen fest. Vielleicht sah der WELFE
damals das verlorene Löwenstandbild in der
Burg Este,
das als Vorbild des Braunschweiger Burglöwen gedient haben könnte.
Auf jeden Fall beanspruchte er seinen lehnsrechtlichen Vorrang, den auch
Welf VI. 1160 erneuerte. Selbst nach de Sturz Heinrichs des Löwen
mußte FRIEDRICH BARBAROSSA
1184
dem Markgrafen Opizo von Este zusichern, daß er den WELFEN
niemals wieder in die italienische Machtstellung seiner Vorväter einsetzen
würde. Erst jetzt erlosch die südalpine Verhaftung der otbertinischen
Nachfahren im Mannesstamm.
oo N.N.
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Literatur:
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Jordan, Karl: Heinrich der Löwe, Deutscher
Taschenbuch Verlag München, Seite 54 - Schneidmüller Bernd:
Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin
Köln 2000 Seite 190 -