Einziger Sohn des Langobarden-Königs Rothari
und der Gundeperga,
Tochter von König
Agilulf
Lexikon des Mittelalters: Band VII Spalte 935
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Rodwald (Rodoald), König der Langobarden
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†
653
Sohn König Rotharis, gehörte zur Sippe der HARUDEN
Über ihn ist sehr wenig bekannt. Am 4. November 652 stellte er ein Diplom für das Kloster Columnbanus in Bobbio aus. Rodwald herrschte wahrscheinlich nur sechs Monate, von 652 bis Anfang 653, als er von einem Langobarden, dessen Frau er vergewaltigt hatte, ermordet wurde. Paulus Diaconus nennt seine Gattin Gumperga (Gundeperga), die Tochter des Agilulf und der Theodolinde, verwechselt ihn aber mit seinem Vater Rothari oder mit dessen Vorgänger Ariwald (Arioald), die beide mit Gumperga verheiratet waren; auch deren Schicksal, die des Ehebruchs angeklagt wurde, wird von Paulus Diaconus in die Regierungszeit Rodwalds gesetzt, muß jedoch in die Zeit eines seiner Vorgänger datiert werden, wie es der fränkische Chronist Fredegar tut. Dies ist der Beweis dafür, daß in der historischen Tradition die kurze Regierungszeit Rodwalds mit derjenigen seiner beiden Vorgänger Ariwald und Rothari verwechselt wurde, nicht zuletzt da die Regierungszeit dieser drei Könige eine zusammenhängende arianische Periode zwischen der Regierung der beiden Zweige der bayerischen katholischen Dynastie darstellte (Adalwald, Aripert I.).
S. Gasparri
RODWALD
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†652/53
ermordet
Herzog von Brescia
Rodwald folgte 652
als König; bald erschlagen von einem langobardischen
Ehemann, dessen Ehefrau er geschändet hatte.
Literatur:
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Jarnut Jörg: Agilolfingerstudien. Anton Hiersemann
Stuttgart 1986 Seite 118,128 - Paulus Diakonus und die Geschichtsschreiber
der Langobarden: Geschichte der Langobarden. Phaidon Verlag Kettwig 1992
Buch IV Kapitel 47 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische
Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische
Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband,
R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 225 -