Jüngere Tochter des Kaisers
Valentinian
III. und der Licinia
von Byzanz, Tochter von Kaiser
Theodosius
II.
Thiele, Andreas: Tafel 484
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und
Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa"
PLACIDIA
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† nach 462
oo 455
OLYBRIUS
AMICIUS, 472 Kaiser
† 472
In Geiserichs Gefolge
befanden sich auch Licinia Eudoxia und
ihre beiden Töchter Placidia die Jüngere
und Eudokia die Jüngere.
Und als Eudokias
Schwester, Placidia die Jüngere,
in Konstantinopel mit einem Adeligen namens Olybrius
verheiratet
wurde, war er es, den Geiserich als
Kandidaten für den Thron des Westreiches ausersah.
Nun war Ricimers Kandidat für den Westen
Olybrius,
der mit Placidia der Jüngeren,
der Tochter Valentinians III., verheiratet
war, und der - aus Konstantinopel kommend - in Italien eintraf.
Günther Rigobert: Seite 92,94-96
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"Römische Kaiserinnen. Zwischen Liebe, Macht und
Religion."
Im Jahre 454 verlobte Aetius seinen Sohn Gaudentius,
den ihm seine zweite Gattin Pelagia, die Witwe des
Bonifatius, geboren hatte, mit Placidia,
der jüngeren Kaiser-Tochter. Kaiser
Valentinian III. stimmte nur widerwillig
zu.
Geiserich ließ
die Stadt 14 Tage lang plündern, und als er abzog, führte er
die Kaiser-Witwe Licinia Eudoxia mit
ihren beiden Töchtern Eudocia und
Placidia und ihrem verlobten Gaudentius als Geiseln nach
Karthago mit.
In Karthago verbrachten sie die nächsten Jahre in
einem ehrenvollen Hausarrest. Zweimal sandte der oströmische Kaiser
Marcian
(450-457) Boten zu Geiserich,
um ihn zur Freigabe der Damen zu bewegen. Geiserich
lehnte ab. Eudocia heiratet nun seinen
Sohn Hunerich, der ihr früher aufgenötigte
Ehemann Palladius war in Rom mit seinem
Vater umgekommen. Die jüngere Tochter Placidia heiratete in Karthago
den hochadligen und führenden Senator Roms
Anicius
Olybrius, den Geiserich
ebenfalls
als Geisel mit nach Karthago gebracht hatte.
Durch diese Heiraten war Olybriusmit
Geiserich verwandt. Erst eine vom oströmischen
Kaiser Leo (457-474)
erneut bei Geiserich vorgetragene Bitte
um Freilassung der Damen hatte im Jahr 461 teilweisen Erfolg. Der Vandalen-König
sandte die Kaiserin-Witwe Licinia Eudoxia
mit ihrer Tochter Placidia nach
Konstantinopel. Eudocia dagegen mußte
noch im Vandalen-Reich bleiben. In Ostrom lagen die Güter, die Licinia
Eudoxia von Galla Placidia geerbt
hatte. Ihr Todesjahr ist nicht überliefert.
Placidia
gebar
ihrem Mann Olybrius im Jahr 462 in
Konstantinopel die Tochter Anicia Juliana.
Galla Placidia war
ihrer politischen Rolle in der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts gerecht
geworden. Schade, daß sie den fähigsten Heermeister ihrer Zeit,
Aetius,
nicht leiden mochte. Hätte sie ihn geheiratet, hätte
Gaudentius,
der Sohn des Aetius, die Kaiser-Tochter Placidia
geheiratet, er wäre der Nachfolger Valentinians
geworden, da dieser keinen Sohn besaß.
455
oo Olybrius Amicius Kaiser des Weströmischen
Reiches
† 2.11.472
Kinder:
Anicia Juliana
462 † 527/28
Flavius Amicius Olybrius
†
Literatur:
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Grant, Michael: Die römischen Kaiser. Von
Augustus bis zum Ende des Imperiums. Eine Chronik. Bechtermünz Verlag
Augsburg 1977 Seite 326,387,400,403 - Günther Rigobert: Römische
Kaiserinnen. Zwischen Liebe, Macht und Religion. Militzke Verlag Leipzig
2003 Seite 91,92,94-96, 104,146 - Thiele, Andreas: Erzählende
genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband
2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II
Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 484,488
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