Leontia                                           Byzantinische Gegen-Kaiserin
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457/58 nach 480
 

Älteste Tochter des Kaisers Leon I. von Byzanz und der Aelia Verina
 

Thiele, Andreas: Tafel 490
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

LEONTIA
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 469
  oo PATRICIUS, Sohn Aspars, 469 designiert und Caesar
             471 ermordet

 472
  oo FLAVIUS MARCIAN, Sohn des Kaisers Anthemius, Gegen-Kaiser
              nach 480



Norwich John Julius: Band I Seite 192,201
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"Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches."

Das änderte sich auch nicht, als er zwei Jahre später den Kaiser vermutlich durch Drohungen dahin brachte, der Verbindung seiner jüngeren Tochter Leontia mit seinem zweiten Sohn Patricios und dessen Ernennung zum Cäsar zuzustimmen. Womit er Leon unter Druck gesetzt hat, läßt sich nur vermuten. Doch angesichts der strengen Orthodoxie des Kaisers und seines Widerwillen gegen einen arianischen Nachfolger muß dieser Druck beträchtlich gewesen sein.
Auch in anderer Hinsicht gaben die Aktivitäten Aspars und seiner Söhne Anlaß zu Besorgnis. Schon 469 hatten sie Zenon zu ermorden versucht, und fast wäre es ihnen geglückt; gegen Ende des Jahres 471 wurde Ardabur, Aspars ältester Sohn, des Versuchs überführt, durch dunkle Machenschaften die isaurische Partei auf die Seite seines Vaters zu ziehen. Nun war für Leon das Maß voll. Eines Morgens zogen die Wachen im Kaiserpalast unvermutet die Schwerter und stachen Aspar und Ardabur nieder; Patricios wurde zwar schwer verwundet, doch soll er überlebt haben.
Im Verlauf der Zeit muß Zenon selbst oft den Wunsch verspürt haben, der Verantwortung entfliehen zu können. 479, nur zwei Jahre nachdem er die Macht wieder übernommen hatte, sah er sich erneut einen Aufstand gegenüber. Diesmal ging er von Markian aus, einem Enkel seines kaiserlichen Namenvetters und Sohn des Weströmischen Kaisers Anthemius, der mit Leontia, der jüngeren Tochter Leons des Großen - deren Verlobung mit Patricios natürlich nach dem Sturz Aspars gelöst worden war - verheiratet war. Bis zu einem gewissen Grad brach diese Revolte als Folge der Behandlung seiner Schwiegermutter Verina aus, die vor nicht allzu langer Zeit für ihre Teilnahme am Komplott zur Ermordung von Illos gefangengesetzt worden war. Markian hingegen rechtfertigte sich damit, dass Leontia, da sie in Purpur geboren sei, einen höheren Rang einnehme als ihre ältere Schwester Ariadne, Zenons Frau, die unter der vorherigen Regierung geboren war. Markian und seine Gefolgschaft stürmten den Palast und hätten vermutlich den Kaiser zum zweiten Mal zur Flucht gezwungen, hätte nicht Illos blitzschnell eingegriffen, indem er in stockfinsterer Nacht eine Abteilung Isaurier über den Bosporus führte und die Rebellen überraschte. Deren Anführer wurden ins Kloster verbannt, und zwar nach Cäsarea in Kappadokien. Er konnte entkommen, und versuchte es ein zweites Mal, hatte aber wieder keinen Erfolg. Auch jetzt ließ Zenon, vielleicht wegen seiner kaiserlichen Abstammung, einmal mehr Gnade walten: Markian wurde zum Presbyter geweiht, Leontia trat ins Kloster der Akoimetai ein, und dies ist das letzte, was man von den beiden hörte.

Grant, Michael: Seite 392,409
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"Die römischen Kaiser. Von Augustus bis zum Ende des Imperiums. Eine Chronik."

Leo verzögerte zum Beispiel die versprochene Erhebung eines anderen Aspar-Sohnes namens Patricius zum Caesar und gab ihm auch, entgegen Aspars Vorstellung, nicht Aelia Ariadne oder Leontia, eine seiner beiden Töchter zur Braut.
Da sicherte er endlich seinem Sohn Patricius die Ernennung zum Caesar und sorgte dafür, daß der junge Mann 470 die noch ledige Tochter des Kaisers, Leontia, heiratete.
Eine Enttäuschung war es für Zenon, als er erfuht, daß Leo nicht ihn, sondern Patricius, den jüngeren Sohn seines Rivalen Aspar, zum Caesar ernannt und ihm außerdem seine jüngere Tochter Leontia zur Frau gegeben hatte.
 
 
 
 

    469
  1. oo Patricius, Sohn von Aspar
               471 ermordet

    472
  2. oo Flavius Marcian, Sohn des Kaisers Anthemius
               nach 480
 
 
 
 

Literatur:
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Grant, Michael: Die römischen Kaiser. Von Augustus bis zum Ende des Imperiums. Eine Chronik. Bechtermünz Verlag Augsburg 1977 Seite 383,392,409 - Norwich John Julius: Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und München 1993Band I Seite 192,201 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel  487,489,490 -