Euphrosyne von Byzanz                Kaiserin von Byzanz
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795 nach 829
 

Tochter des Kaisers Konstantin VI. von Byzanz aus seiner 1. Ehe mit der Maria von Amnia
 

Thiele, Andreas: Tafel 195
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

MICHAEL II. "DER STAMMLER"
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     829

  1. oo THEKLA N.
                

 823
  2. oo EUPHROSYNE VON BYZANZ, Tochter des Kaisers Konstantin VI. von Byznz
                 



Norwich John Julius: Band II Seite 58
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"Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches."

Die einzigen ernsthaften Differenzen, die er mit der Kirche hatte, betrafen nicht die Ikonenverehrung, sondern seine zweite Ehe, die er vermutlich 824 nach dem Tod seiner ersten Frau Thekla schloß. Den Moralaposteln der strengsten orthodoxen Theologie zufolge war eine zweite Heirat, insbesondere eines Kaisers, nicht tolerierbar. Die Dinge wurden noch komplizierter, weil die fragliche Dame - es handelte sich um Euphrosyne, die Tochter Konstantins VI. und Enkelin von Irene - während vieler Jahre Nonne auf einer Insel im Marmarameer gewesen war. Wie er es bewerkstelligte, dass sie von ihrem Gelübde befreit wurde, werden wir nie erfahren. Es gelang ihm jedenfalls, und soviel wir wissen, war seine zweite Ehe genauso glücklich wie die erste. Euphrosyne hielt während seiner letzten Krankheit (einer Nierenerkrankung) Wache an seinem Bett und schloß ihm, als er im Oktober 829 starb, schließlich die Augen. Er war seit einem halben Jahrhundert der erste Kaiser, der als regierender Monarch in seinem Bett starb, und auch der erste, der einen starken und gesunden Sohn in der Blüte seiner Jahre zurückließ, um seine Nachfolge anzutreten.

Ferdinandy Michael de: Seite 285
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"Der heilige Kaiser. Otto III. und seine Ahnen."

Auch diese Frau, die "selige" Theodora, ist Mitglied - ebenso wie die "sehr fromme" Eirene es war - einer vornehmen Beamtenfamilie, gehört also wie sie dem Großbürgertum an. Sie wird von Theophilos, dem jungen Kaiser selbst, aus einer Gruppe vornehmer und schöner Mädchen zur Kaiserin gewählt, die seine Stiefmutter Euphrosine für ihn aus allen Teilen des Reiches zusammenkommen ließ. Euphrosyne war die einzige Tochter des unglücklichen Konstantin und also Enkelin der Eirene. "In der letzten Enkelin lebt die Mutter fort, durch die Mutter die erste Urmutter": so ist sie die Leib gewordene Idee der rechts- und traditionsgemäßen Herrschaft über Byzanz. Michael II., der Stammler, Begründer der phrygischen Dynastie, holte sie - um seine frischgebackene Herrschaft zu legitimieren - aus einem Kloster und nahm sie zur Frau, ebenso wie anderthalb Jahrhunderte später Johannes Tzimiskes es mit einer Tochter des Konstantinos Porphyrogenetos tun sollte.
Auch Euphrosynes Ehe mit Michael II. blieb kinderlos. Sie hatte mit dem bloßen Titel der "Mutter des Theophilus" vorliebzunehmen. Durch ihre Ehe und diesen Ehrentitel wurde sie aber zum ersten Bindeglied in einer fiktiven, richtiger: symbolischen "Dynastie", die sich zuletzt von Leon III. ( 741) bis zu der Kaiserin Theodora († 1056) erstreckte und der sich auch in Zukunft noch sämtliche Kronräuber durch Einheirat anschlossen, um dadurch ihre Usurpation als legitime Herrschaften hinstellen zu können [40 Der erste MAKEDONIER, Basilios I., heiratete die Geliebte des letzten PHRYGIERS, Michaels III. Sein Erbe, Leon VI., ist wahrscheinlich nicht von ihm, sondern noch von Michael III. gezeugt worden. Der Kronräuber Romanos I. gab seine Tochter dem legitimen Kaiser Konstantin VII. zur Frau. Nikephoros II. heiratete die Kaiserin Theophano; Johannes Tzimiskes eine Tochter Konstantins VII., Theodora. Zoe vermählte sich nacheinander mit Romanos III., Michael IV. und Konstantin IX. und adoptierte Michael V.].
 
 
 
 

  823
   oo 2. Michael II. der Stammler Kaiser von Byzanz
   x       um 780 1.10.829
 
 
 
 

Literatur:
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Ferdinandy Michael de: Der heilige Kaiser. Otto III. und seine Ahnen. Rainer Wunderlich Verlag Tübingen 1969 Seite 285 - Norwich John Julius: Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und München 1993 Band II Seite 58 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 195 -