Einzige Tochter des weströmischen Kaisers Anicius
Olybrius und der Placidia,
Tochter von Kaiser
Valentinian
III.
Thiele, Andreas: Tafel 488
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und
Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa"
JULIANE
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†
sollte nach oströmischen Willen die Frau König Theoderichs des Großen werden; sonst nicht greifbar
oo N.
ARIOVINDUS
†
Placidia gebar ihrem
Mann Olybrius im Jahr 462 in
Konstantinopel die Tochter Anicia Juliana.
Diese wäre im Jahr 478 beinahe Gattin des Ostgoten-Königs
Theoderich des Großen geworden;
aber Theoderich wollte nicht. 479 heiratete
sie dann den obersten Heermeister Ostroms Flavius Areobindus,
den die katholische orthodoxe Bevölkerung Konstantipoels im Jahr 512
als Gegen-Kaiser gegen Kaiser
Anastasius (491-518) forderte.
Sie trug den Titel einer Patrizia, - ein seltener Fall, denn ihr
Gatte besaß nicht den Patriziustitel. Sie starb um 527/28.
Im Jahre 512 kam es zum Aufstand in der Hauptstadt. Sie
zogen dann zum Wohnhaus der Juliana,
einer Patrizierin von höchstem Rang, und riefen nach ihrem Gatten,
Areobindus,
er solle Kaiser des Römischen Reiches werden [63
Johannes Malalas,
Chronographia 407 (ed. L. Dindorf, Corpus Scriptorum Historiae Byzantinae,
Bonn 1831).].
Juliana aber war
die Tochter des weströmischen Kaisers
Olybrius, die Enkelin des Kaisers
Valentinians III., die Urenkelin
der Kaiserin
Galla Placidia, die Ururenkelin des Kaisers
Theodosius I., den man auch den
Großen nennt.
Doch Flavius Areobindus Dagalaiphus, wie der vollständige
Name ihres Gatten lautet, wurde nicht neuer oströmischer Kaiser. Er
wollte es nicht werden; vor der heranrückenden Menge floh er und verbarg
sich, bis der Spuk vorüber war. Er war gewiß kein Feigling,
da er in den Jahren 503 und 504 als oströmischer Heermeister Mut bewiesen
hatte und Erfolge in Krigen gegen die Perser aufweisen konnte. Im Jahre
506 bekleidete er das Konsulat.
Grant, Michael: Seite 404
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"Die römischen Kaiser. Von Augustus bis zum Ende
des Imperiums. Eine Chronik."
Olybrius und Placidia
die Jünngere hatten eine Tochter namens Iuliana
Anicia. Sie heiratete den Offizier Areobindus,
der 512 nur einen Tag lang Kaiser in Konstantinopel war. Ihr Porträt
findet sich in einer Handschrift der "Arzneikunde" des Pedianus Dioskurides
aus Anazarba, der im 1. Jahrhundert n. Chr. lebte, dessen Werk aber im
6. Jahrhundert ins Lateinische übersetzt wurde.
oo Flavius Areobindus Dagalaiphus
† 546 ermordet
Literatur:
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Ensslin Wilhelm: Theoderich der Große. F.
Bruckmann KG München 1959 Seite 45 - Grant, Michael: Die römischen
Kaiser. Von Augustus bis zum Ende des Imperiums. Eine Chronik. Bechtermünz
Verlag Augsburg 1977 Seite 326,404 - Günther Rigobert: Römische
Kaiserinnen. Zwischen Liebe, Macht und Religion. Militzke Verlag Leipzig
2003 Seite 94,95,158 - Mann Golo: PROPYLÄEN WELTGESCHICHTE.
Eine Universalgeschichte. Vierter Band. Rom Die römische Welt. Verlag
Ullstein GmbH, Frankfurt am Main - Berlin, Propyläen Verlag 1986 Seite
531 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln
zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-,
Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa,
R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 488 -