Jüngerer Sohn des Herzogs
Konrad I. von Zähringen und der Clementia
von Luxemburg-Namur, Tochter von Graf Gottfried
Thiele Andreas:
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"Erzählende genealogische
Stammtafeln"
Adalbert von Zähringen wurde 1187 Herzog zu Teck und der Stammvater dieser Linie, die nach und nach bedeutungsloser wurde, etliche kaiserliche Landvögte von Schwaben und Elsaß stellte und 1439 mit dem Patriarchen Ludwig II. von Aquileia erlosch; Nachkommen in weiblicher Linie sind unter anderem die Landgrafen und Großherzöge von Hessen-Darmstadt, die Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt, die Marschälle und Grafen von Pappenheim, die Fürsten von Castell, die Fürsten von Waldeck und die Grafen von Erbach.
Heyck Dr. Eduard: Seite 418 1891
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"Geschichte der Herzöge von Zähringen"
Adalbert
sind wir zu Bertolds
Lebzeiten öfter begegnet, doch nie unter einem anderen Titel als dem
eines Bruders des Herzogs. In seinem Namen mochte, wenn auch nicht ungetrübt,
eine Erinnerung an der älteren Familiengeschichte angehörigen
Namen Adalbero bewahrt werden sollen.
Seine und seiner Nachkommen Geschichte soll von dieser Arbeit ausgeschlossen
sein; seine neben Bertold
unselbständige
Stellung muß jedoch auch hier betont und noch ergänzend hinzugefügt
werden, dass er zum ersten Mal im Jahre 1187 als Herzog von Teck
auftritt, also erst nach seines Bruders Tode. Er hat diesen Namen mit etwa
eben so viel recht angenommen, als Bertold
II. und dessen Söhne im Anfang ihrer Regierungen oder als
man den Sohn Welfs IV. Herzog hieß, aber er und sein Geschlecht sind
darum nicht unter die Reichsfürsten gerechnet worden, sie behaupten
trotz ihres Titels nur den Rang angesehener Edelherren. Die Veranlassung
zur Annahme irgendeines Titels - und etwa den eines Grafen aufzunehmen
lag kein besseres Recht vor - wird es gegeben haben, dass nach Bertolds
IV. Tode oder noch in Folge letztwilliger Bestimmungen des Herzogs
dessen beide im weltlichen Stande gebliebenen Brüder sich mit ihrem
Neffen Bertold
V. über eine Teilung des Hausbesitzes vereinigen konnten.
Es entspricht dem allem, wenn in den Anfängen von Bertolds
IV. Regierungszeit die Güter um Teck, die später Adalbert
hatte,
noch zur Verfügung des regierenden Herzogs gefunden werden und auch
während dessen ganzer späterer Lebenszeit Adalbert
noch nirgends unter den selbständigen Landherren in Schwaben,
die noch sonst alle so häufig in erzählenden Quellen und Urkunden
begegnen, hervortritt. Welche Güter aber Adalbert
bei der Teilung von 1186 oder 1187 erhielt, sucht ein anderer Teil dieses
Buches auseinanderzulegen.
Literatur:
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Die Zähringer. Schweizer Vorträge und neue
Forschungen. Hg. von Karl Schmid; Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1990,
Seite 197, 217,224,260 -