Sohn des N.N. ; Neffe des Fürsten
Heinrich von Alt-Lübeck
Lexikon des Mittelalters: Band VII Seite 201
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Pribislav
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Fürst der abodritischen Teilstämme der Wagrier und Polaben (daneben bei den Abodriten Fürst Niklot) nach dem Tod des Knut Laward (1131), Neffe Heinrichs von Alt-Lübeck. Vergeltungszüge der Holsten 1138/39 gegen die heidnischen Slaven sowie die wagrische Konkurrenz (aus dem Geschlecht des Kruto) besiegelten Pribislavs raschen Niedergang. 1143 belehnte der sächsische Herzog Heinrich der Löwe Adolf II. von Schauenburg mit Segeberg und ganz Wagrien sowie Heinrich von Badwide mit Ratzeburg und dem Land der Polaben. Pribislavs Stellung nach 1143 bleibt im dunkeln. Nur zum Jahre 1156 erscheint er noch einmal in den Quellen: Als offenbar machtloser, wenn auch wohlhabender Mann nahm er an einem Gottesdienst im wagrischen Oldenburg teil, als Verkörperung von "Rückzug und Untergang des Slaventums" (Lammers) in Nordelbien.
Quellen:
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Helmhold v. Bosau, Chronica Slavorum, I/52f., 55, 83f,
ed. B. Schmeidler (MGH SRG [in us. schol.] 32, 1937
Literatur:
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W. H. Fritze, Probleme der abodrit. Stammes- und Reichsverfassung
(Siedlung und Verfassung der Slawen zw. Elbe, Saale und Oder, 1960), 169ff.
- W. Lammers, Die Zeit bis zu Heinrich dem Löwen (Gesch. Schleswig-Holstein,
IV/4, 1981), 244f, 276ff., 340ff.