Begraben: Michaelskloster Lüneburg
Einziger Sohn des Abodriten-Fürsten
Gottschalk aus seiner 2. Ehe mit der Sigrid von Dänemark,
Tochter von König Svend II.
Lexikon des Mittelalters: Band IV Seite 2062
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Heinrich von Alt-Lübeck, Fürst der Abodriten
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+ 22. März 1127
Eltern: Gottschalk und Sigrid, Tochter des dänischen Königs Sven Estridsen
oo Slawina
Söhne: u.a. Knud, Swentipolk
Heinrich kehrte 1090 aus seinem
dänischen Exil zurück, ließ den heidnischen
Fürsten Kruto umbringen und konnte bis 1093 mit dänischer
und sächsischer Unterstützung das Abodriten-Reich
wiedererlangen. In mehreren Kämpfen gelang es ihm, seine Herrschaft
auf die meisten Stämme zwischen Elbe und Oder nördlich der Havel
auszudehnen und 1123/24 sogar bis Rügen vorzudringen.
Heinrich, der in zeitgenössischen Quellen als "rex Slavorum"
tituliert wird, erhob Alt-Lübeck zu seiner Residenz, ließ eigene
Münzen prägen, förderte den Burgenbau und die Wirtschaft
seines Landes, duldete das Christentum und unterstützte die Mission
Vizelins. Doch blieb die heidnische Opposition mächtig. Seine Ermordung
führte das Ende des Abodriten-Reiches
herbei, da auch seine Söhne und Enkel nacheinander Mordanschlägen
zum Opfer fielen.
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Gert Althoff: Seite 364
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"Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung"
K 7
Lü: 22.3. Heinricus rex Slauorum + 1127 König der Wenden
Heinrich, dem Sohn des Gottschalk,
gelang es im Zusammenwirken mit Herzog Magnus Billung (H 29), mit dem er
nach Helmhold I, 34 verwandt war (vgl. Bork, Billunger, Seite 157), die
Slawenstämme zwischen Elbe und baltischem Meer zinspflichtig zu machen.
Auch eine Urkunde KONRADS III. vom
5. Janaur 1139 (D Konrad III. Nr. 17) dokumentiert seine Stellung als rex
Slavorum. Heinrich wurde
im Michaelskloster in Lüneburg begraben; vgl. Bork, Seite 185ff.;
Jordan; heinrich der Löwe, Seite 18f.
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Andreas Thiele: Band I Teilband 2 Tafel 369
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"Erzählende genealogische Stammtafeln"
Heinrich setzte sich in Wagrien/O-Holstein
fest und bekriegte ständig den Wagrierfürst
Kruto, den heidnischen Nachfolger in Mecklenburg. Er eroberte nach
dessen Ermordung 1093 das väterliche Erbe mit Hilfe der sächsischen
BILLUNGER in der Schlacht bei Schmilau zurück, sicherte mit deren
Hilfe die Herrschaft, wurde Vasall und gründete als Residenz Alt-Lübeck.
Er beherrschte Wagrien/O-Holstein, Teile von Stormarn und Mecklenburg,
die Ostseeküste bis Rügen und besiegte 1110 Markgraf Gottfried
von Holstein, der fiel und dehnte zeitweise die Herrschaft bis Dithmarschen
aus, ebenso über W-Pommern. Er scheiterte auch gegen die Liutuzen,
ging eng mit den SCHAUENBURGERN in Holstein zusammen und schlug etliche
dänische Angriffe zurück (1113 Schlacht bei Lütjenburg).
Heinrich förderte die Christianisierung,
entfremdete sich mit seinem Volk und eroberte 1123 Rügen dazu. Unterstützt
vo Bischof Otto von Bamberg, konnte er in seinem großen Herrschaftsbereich
eine labile Ordnung bewahren.
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Beim Aufstand der Obodriten, der
seinem Vater das Leben kostete, floh Heinrich
mit seiner Mutter nach Dänemark. Er setzte sich später in Wagrien/Ostholstein
fest und bekriegte ständig den Wagrier-Fürsten
Kruto, den heidnischen Nachfolger in Mecklenburg. Er eroberte nach
dessen Ermordung 1093 das väterliche Erbe mit Hilfe der sächsischen
BILLUNGER in der Schlacht bei Schmilau zurück. Er sicherte mit deren
Hilfe die Herrschaft, wurde Vasall und gründete als Residenz Alt-Lübeck.
Er beherrschte Wagrien/Ostholstein, Teile von Stormarn und Mecklenburg
und die Ostseeküste bis Rügen. Er besiegte 1110 Markgraf Gottfried
von Holstein, der fiel, und dehnte zeitweise die Herrschaft bis Dithmarschen
und über W-Pommern aus. Er scheiterte auch gegen die Liutizen, ging
eng mit den SCHAUENBURGERN in Holstein zusammen und schlug etliche dänische
Angriffe zurück (1113 Schlacht bei Lütjenburg). Er eroberte 1123/24
Rügen dazu, förderte die Christianisierung, entfremdete sich
damit seinem Volk und konnte in seinem großen Herrschaftsbereich
eine labile Ordnung bewahren.
oo Slawina
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Kinder:
Kanut
-
1128 gefallen
Waldemar
- um 1124 gefallen
Waldemar fiel gegen Pommern-Rügen.
Mistiwoi
-
Mitregent und Feldherr des Vaters
Swantepolk
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1128 ermordet
Literatur:
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Jordan, Karl: Heinrich der Löwe, Deutscher Taschenbuch Verlag
München, Seite 18,29 - Gerd Althoff: Adels- und Königsfamilien
im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung. Studien zum Totengedenken
der Billunger und Ottonen. Wilhelm Fink Verlag München 1984, Seite
364 K 7 -