Begraben: Ringstedt, Marienkirche (jetzt St. Bendt)
Einziger ehelicher Sohn des Königs
Erich I. Immergut von Dänemark und der Bodil
Thorgunnasdatter, Tochter von Jarl Thorgunna
Lexikon des Mittelalters: Band V Seite 1240
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Knut Laward ('der Brotspender')
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* 12. März um die Mitte der 90-er Jahre, + 7. Januar
1131
Harladstedt
Dänischer Herzog ('dux Daciae')
Begraben: Ringstedt, Marienkirche (jetzt St. Bendt)
Sohn König Erichs I. von Dänemark und der Königin Bodil
oo Ingeborg, Tochter des Fürsten Mstislaw von Nowgorod und der Christina von Schweden
Der durch den Tod der Eltern auf ihrer Pilgerfahrt ins
Heilige Land früh verwaiste Knut Laward
wurde zunächst von dem seeländischen Adligen Skjalm Hvide,
dann am Hofe Herzog Lothars von Sachsen
erzogen und erhielt, wohl zwischen 1111 und 1122, das Amt des 'praefectus'
der Bischofsstadt Schleswig. Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurde
er zum 'dux Daciae' (Herzog von Dänemark) ernannt; diese
Würde war wohl (in Analogie zum Herzogsamt in Schweden) mit der Koordination
des Militärwesens verbunden. Die umstrittene Frage, ob sein Herzogstitel
sich auf Schleswig bezog (als Vorläufer des späteren Titels 'Herzog
von Schleswig'), ist zu verneinen.
Als 'praefectus' förderte Knut
Laward Wirtschaft und Handel Schleswigs und galt als strenger,
aber gerechter Richter. 1129 erreichte er bei LOTHAR
III. die Belehnung mit dem Land der slavischen Abodriten.
Er konnte seine Herrschaft militärisch konsolidieren und wurde schließlich
von Abodriten, Wagriern und wohl Polaben als Fürst (knese) anerkannt.
Magnus, der Sohn
des regierenden Königs, sah in Knut Laward
einen gefährlichen Mitbewerber um den Thron und ermordete 1131
den Herzog auf heimtückische Weise. Knuts
Bruder Erich II. bemühte sich
schon bald um die Kanonisation, die aber erst Waldemar
I., dem Sohn Knuts,
gelang; 1170 fand die feierliche Translation der Gebeine in die Marienkirche
zu Ringstedt statt. Als international anerkannter Heiliger erhielt
Knut Laward eine bedeutende Stellung
in der Ideologie des dänischen Königtums (Spitzenahn der herrschenden
Dynastie, Vorläufer König Waldemars
in Analogie zu Johannes dem Täufer); er war Patron mehrerer Klostergründungen
im slavischen Bereich und seit 1177 der Gilde der dänischen Fernhändler
im Ostseeraum.
Jordan Karl: Seite 19
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"Heinrich der Löwe"
Um die Ruhe in Wagrien zu sichern, übertrug LOTHAR
dieses Gebiet bald nach Heinrichs Tod als Lehen an den dänischen
Prinzen Knut Laward, der als Statthalter
des Dänen-Königs Niels
in Schleswig residierte. Die Vereinigung Wagriens mit dem Gebiet an der
Schlei blieb jedoch nur eine kurze Episode. Bereits im Jahre 1131
fiel Knut einem Mordanschlag zum Opfer,
den sein Vetter Magnus, ein Sohn König
Niels, gegen ihn verübte, da er seine Nachfolge auf dem
dänischen Thron durch eventuelle Ansprüche Knuts
bedroht sah.
um 1118
oo Ingeborg von Kiew, Tochter des Großfürst
Mstislaw I.
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Kinder:
Christine
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1132
oo Magnus IV. der Blinde König
von Norwegen
- 1133 um 1115-12.11.1139
Katharina
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oo Prislaw Fürst von Mecklenburg
- um 1172
Margarete
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oo Stig Hvitaledr von Skaane
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Waldemar I. der Große König von Dänemark
14.1.1131-12.5.1182
Literatur:
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Jordan, Karl: Heinrich der Löwe, Deutscher
Taschenbuch Verlag München, Seite 19,46 - Engels, Odilo: Stauferstudien.
Beiträge zur Geschichte der Staufer im 12. Jahrhundert, Jan Thorbecke
Verlag Sigmaringen 1996, Seite 296,299-301,308 -